erläuterungen zur segmentberichterstattung
Die einzelnen Jahresabschlussdaten sind nach Geschäftsfeldern und Regionen segmentiert. Die Aufgliederung orientiert sich an der internen Berichterstattung (Management Approach). Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten sowie die Chancen und Risiken der verschiedenartigen Geschäftsfelder des Konzerns transparent gemacht werden.
Die Segmentberichterstattung trägt der Struktur des kuka Konzerns und den Anforderungen des ifrs 5 „Discontinued Operations“ Rechnung. Der kuka Konzern war in den Berichtsjahren 2007 und 2008 in zwei wesentlichen Geschäftsfeldern tätig:
kuka systems
Das Segment plant und realisiert komplette Anlagen und setzt neben seinem anwenderorientierten Roboter-Know-How zahlreiche Umform- und Fügeverfahren ein. In der Automobilindustrie stehen flexible Anlagen zum Bau von Fahrzeugkarosserien, auf denen mehrere Modelle oder Varianten eines Modells hergestellt werden können, im Fokus. Weitere Geschäftsfelder sind der Presswerkzeugbau und automatisierte Montagelinien für Motor- und Getriebeteile. In der General Industry expandiert der Geschäftsbereich in technisch vergleichbare Branchen wie die Luftfahrt- und Solarindustrie.
kuka robotics
In diesem Segment werden den Kunden aus Automotive, General Industry und übergreifendem Customer Service Industrieroboter – vom Kleinroboter bis hin zum 1.000 Kilogramm starken Titan – angeboten.
Die kuka Aktiengesellschaft und weitere Beteiligungen, die das operative Geschäft des kuka Konzerns ergänzen, sind als eigener Bereich zusammengefasst. Darüber hinaus sind dort im Wesentlichen die bereichsübergreifenden Konsolidierungs- und Überleitungsposten enthalten. Die Zuordnung der Konzerngesellschaften zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden / Lieferort. Das eingesetzte Nettovermögen (Capital Employed und Vermögen), die Investitionen und die Mitarbeiter werden nach dem Standort der Gesellschaften ermittelt.
Für die fiktive Berechnung der Segmentinformationen gelten folgende Grundsätze:
- Die Konzernaußenumsatzerlöse zeigen die Anteile der Geschäftsbereiche am konsolidierten Umsatz des Continuing Konzerns wie in der GuV dargestellt.
- Die Konzerninnenumsatzerlöse sind die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt werden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt.
- Die Umsatzerlöse der Segmente beinhalten die Umsätze mit Konzernfremden sowie mit anderen Segmenten des Konzerns.
- Das ebit stellt das Betriebsergebnis, also das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einschließlich eventueller außerplanmäßiger Firmenwertabschreibungen ohne das Finanzergebnis, dar.
- Der roce (Return on Capital Employed) ist das Betriebsergebnis (ebit) im Verhältnis zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed), das im Wesentlichen unverzinslich ist. Für die Berechnung des roce wird das Capital Employed als Durchschnittswert zum Bilanzstichtag der Berichtsperiode und der Vorperiode zugrunde gelegt.
- Das Capital Employed beinhaltet
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie
das Working Capital- Vorräte,
- Forderungen aus Fertigungsaufträgen,
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
- sonstige Forderungen und Vermögenswerte,
- aktive Rechnungsabgrenzungen,
- Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen,
soweit nicht dem Finanzverkehr zuzuordnen,
- sonstige Rückstellungen, ohne wesentliche Restrukturierungsrückstellungen,
- Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen,
- erhaltene Anzahlungen,
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
- sonstige Verbindlichkeiten mit Ausnahme der anleiheähnlichen Verbindlichkeiten,
- passive Rechnungsabgrenzungen.
- Damit stellt das Capital Employed die Differenz aus
- betrieblichem Vermögen und
- nicht verzinslichem Fremdkapital dar.
- Das Segmentvermögen beinhaltet alle im Capital Employed enthaltenen Vermögenswerte zuzüglich Beteiligungen. In den Segmentschulden sind alle Passivposten des Capital Employed und die Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie wesentliche Restrukturierungsrückstellungen enthalten, die im Capital Employed eliminiert waren.
- Die Investitionen beinhalten die Bilanzzugänge bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.
- Die Abschreibungen / Amortisationen beziehen sich auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
