ertragslage

gesamtaussage

Ertragslage mit Einmalbelas­tung zufrieden stellend.

Der kuka Konzern war im Geschäftsjahr 2008 gut ausgelastet. Die Auftragseingänge und Umsatzerlöse lagen – bereinigt um nicht operative Effekte – auf dem Niveau des Vorjahres bzw. um 3,6 % über dem Vorjahr. Dagegen ging das Betriebsergebnis (ebit) infolge der Einmalbelastung aus der Stornierung eines größeren Anlagenauftrags für einen nordamerikanischen Automobilzulieferer mit 52,0 mio. € gegenüber dem Vorjahr (70,4 mio. €) deutlich zurück. Bereinigt um diese Einmalbelastung in Höhe von 20,8 mio. € lag das Betriebsergebnis (ebit) mit 72,8 mio. € über Vorjahr. Die bereinigte ebit-Marge erreichte 5,7 % (Vorjahr: 5,5 %) und hätte damit das Ertragsziel für das laufende Geschäftsjahr von 5,5 % der Umsatzerlöse überschritten. Insgesamt gesehen entwickelte sich die Ertragslage des kuka Konzerns im Geschäftsjahr 2008 mit Einmalbelastung zufrieden stellend.

5-jahresübersicht ertragslage

2004*

2005*

2006*

2007

2008

Betriebsergebnis (ebit)

mio.

77,7

– 53,4

16,7

70,4

52,0

% vom Umsatz

7,0

– 5,1

1,4

5,5

4,1

* Vorjahreswerte wurden vergleichbar gemacht.

bruttoergebnis im kuka konzern weiter angestiegen

Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich bei leicht rückläufigen Umsatzerlösen von 258,2 mio. € (2007) weiter auf 260,8 mio. € (2008). Entsprechend stieg auch die Bruttomarge im kuka Konzern von 20,1 % (2007) auf 20,6 % (2008) an. Dies ist das Ergebnis eines höheren Umsatzes mit einem besseren Produktmix bei kuka Robotics sowie einer höheren Ertragsqualität der abgewickelten Projekte bei kuka Systems trotz Einmalbelastung aus der Stornierung eines größeren Anlagenauftrags für einen nordamerikanischen Automobilzulieferer.

Gegenläufig entwickelten sich dagegen die Funktionskosten, d. h. die Summe der Vertriebs- und Verwaltungskosten, der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen; diese betrugen in 2007 187,8 mio. € und stiegen in 2008 um 21,0 mio. € auf 208,8 mio. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem strategiekonformen Aufbau von Mitarbeitern in Vertrieb sowie dem Wegfall von Sondererträgen aus dem Verkauf von Grundstücken in Höhe von 7 mio. € in den allgemeinen Verwaltungskosten. Entsprechend verringerte sich das Betriebsergebnis (ebit) des kuka Konzerns von 70,4 mio. € (2007) auf 52,0 mio. € (2008).

deutlicher ergebnisanstieg bei kuka robotics

ebit-Marge bei kuka Robotics 8,9 %.

Nach Geschäftsbereichen betrachtet erhöhte sich das Betriebsergebnis (ebit) von kuka Robotics auf Grund des gestiegenen Umsatzes insbesondere mit der General Industry sowie infolge der höheren Kapazitätsauslastung von 33,6 mio. € (2007) auf 42,0 mio. € (2008). Die ebit-Marge verbesserte sich im selben Zeitraum von 8,1 % (2007) auf 8,9 % (2008). Das Betriebsergebnis (ebit) von kuka Systems ging dagegen infolge des Einmalaufwands (20,8 mio. €) aus der Stornierung eines größeren Anlagenauftrages für einen nordamerikanischen Automobilzulieferer von 37,2 mio. € (2007) auf 26,8 mio. € (2008) zurück. Auch die ebit-Marge verringerte sich im selben Zeitraum von 4,1 % auf 3,2 %.

konzerngewinn- und -verlustrechnung (verkürzt)

(in mio. €)

2007

2008

Umsatzerlöse

1.286,4

1.266,1

Betriebsergebnis (ebit)

70,4

52,0

Finanzergebnis

– 8,0

– 5,0

Steuern vom Einkommen und Ertrag

– 13,6

– 16,4

Ergebnis aus Discontinued Operations

69,1

0,0

Jahresüberschuss

117,9

30,6

Das Finanzergebnis verbesserte sich im kuka Konzern von – 8,0 mio. € im Vorjahr auf – 5,0 mio. € im Berichtsjahr; diese Verminderung ist insbesondere auf den erstmalig berücksichtigten Zinsertrag in Höhe von 6,2 mio. € aus der Übernahme der Finanzierung des Betreibermodells ktpo (Finance Lease) in den usa zurückzuführen. Gegenläufig entwickelte sich dagegen im Vorjahresvergleich der Zinsaufwand infolge erhöhter Inanspruchnahme von Fremdmitteln. Damit ergab sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 47,0 mio. € (Vorjahr: 62,5 mio. €). Der Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag belief sich 2008 auf 16,4 mio. € (Vorjahr: 13,6 mio. €). Die Steuerquote betrug damit im Berichtsjahr 34,9 % (Vorjahr: 21,8 %). Wesentlicher Grund für den Anstieg der Steuerquote sind neben dem Wegfall positiver Sondereinflüsse im Vorjahr die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform zum 1. Januar 2008 in Deutschland.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich 2008 auf 30,6 mio. €, während im Vorjahr vor allem aus dem Verkauf der Verpackungstechnik (Ergebnis aus Discontinued Operations: 69,1 mio. €) ein Betrag in Höhe von 117,9 mio. € ausgewiesen wurde. Entsprechend betrug das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2008 1,18 € je Aktie (Vorjahr: 4,43 €; davon aus Continuing Operations: 1,83 €).