glossar – kaufmännische begriffe

ABS

Asset Backed Securities. Darunter werden verzinsliche Wertpapiere verstanden, deren Rückzahlungsanspruch durch Vermögenswerte (meist Forderungen) besichert werden. Im Rahmen eines ABS-Programms werden Forderungen der KUKA Roboter GmbH angekauft.

Bestellobligo

Zahlungsverpflichtung aus Einkäufen.

BRIC-Staaten

Zusammenfassende Bezeichnung der Länder Brasilien, Russland, Indien und China.

Capital Employed

Das Capital Employed beinhaltet das Working Capital sowie die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen. Damit stellt das Capital Employed die Differenz aus betrieblichem Vermögen und nicht verzinslichem Fremdkapital dar.

CAPM

Das Capital Asset Pricing Modell (CAPM) ist ein Kapitalmarktgleichgewichtsmodell, das vor allem bei Unternehmensbewertungen zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten (siehe WACC) verwendet wird.

Cash Earnings

Die Cash Earnings sind ein Maßstab für den Cash- Zufluss bzw. -Abfluss aus dem operativen Ergebnis. Sie ergeben sich als Saldo aus dem Betriebsergebnis (EBIT), den Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen.

CGK

Corporate Governance Kodex: Forderungskatalog der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gegenüber deutschen Unternehmen (seit 2002).

Continuing Operations

Geschäftliche Aktivitäten, die fortgeführt werden.

Corporate Governance

Im internationalen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.

DAX

Bluechip-Index der Deutschen Börse. Er enthält die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 30 größten deutschen Werte, die im Prime Standard zugelassen sind.

Derivate

Finanzinstrumente, deren Wert sich im Wesentlichen vom Preis und den Preisschwankungen / -erwartungen eines zugrunde liegenden Basiswerts, z. B. Wechselkurse, ableitet.

Discontinued Operations

Geschäftsbereiche, die im Verlauf des Geschäftsjahres veräußert werden oder worden sind.

EBIT

Earnings Before Interest and Taxes: Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.

EBIT-Marge

Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Eigenkapitalquote

Verhältnis von bilanziellem Eigenkapital zur Bilanzsumme.

Entsprechenserklärung

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommision Deutscher Corporate Governance Kodex.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

Exposure

Zur Risikoeinschätzung verwendete Kennzahl. In dieser Kennzahl sind alle Zahlungseingänge in einem 90-Tage-Zeitraum vor dem Stichtag der Anzahlungen, Leistungsfortschrittszahlungen oder Werklohn nach Abnahme der Leistung enthalten. Zusätzlich werden alle Zahlungen des Kunden, die vor 90 Tagen geleistet wurden und noch nicht mit Lieferungen / Leistungen hinterlegt sind inklusive der Summe der unbezahlten Rechnungen nach Lieferung oder Leistung an den Kunden, den POC-Forderungen und eines eventuellen Bestellobligos in dieser Kennzahl zusammengefasst.

F&E-Aufwendungen

Aufwendungen in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen.

Free Cashflow

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit. Der Free Cashflow verdeutlicht, wieviel finanzielle Mittel das Unternehmen im Geschäftsjahr erwirtschaftet hat.

Free Float

Anteil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet.

General Industry

Absatzmärkte der allgemeinen Industrie – außerhalb der Automobilindustrie.

HGB

Deutsches Handelsgesetzbuch.

IAS

International Accounting Standards.

IFRIC / SIC

Interpretationen der IAS und IFRS werden vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) entwickelt. IFRIC ist der neue Name für das Standing Interpretations Committee (SIC), der von den Treuhändern der IASC-Stiftung im März 2002 angenommen wurde. SIC wurde 1997 geschaffen, um die strenge Anwendung und weltweite Vergleichbarkeit von Abschlüssen, die auf der Grundlage von International Accounting Standards (IAS) erstellt werden, zu verbessern, indem möglicherweise umstrittene Bilanzierungssachverhalte ausgelegt werden.

IFRS

International Financial Reporting Standards: international geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse und zur Erreichung einer höheren Transparenz.

Latente Steuern

Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf nach Handels- und Steuerbilanz ausgewiesenen Ergebnissen mit dem Ziel, den Steueraufwand entsprechend dem handelsrechtlichen Ergebnis auszuweisen.

MAP

MitarbeiterAktienProgramm der KUKA Aktiengesellschaft.

Marktkapitalisierung

Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Dieser errechnet sich aus dem Kurswert der Aktie multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien.

MDAX

Dieser Aktienindex umfasst die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 50 größten Unternehmen unterhalb des DAX.

Nettoliquidität/-verschuldung

Die Nettoliquidität/-verschuldung ist eine finanzielle Steuerungsgröße und setzt sich aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten zusammen.

Percentage of Completion Methode (POC)

Bilanzierungsmethode der Umsatz- und Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt. Diese Methodik ist auf kundenspezifische Fertigungsaufträge anzuwenden.

Rating

Einschätzung der Bonität (Zahlungsfähigkeit) eines Unternehmens, die von unabhängigen Ratingagenturen auf Basis von Unternehmensanalysen erstellt werden. Die einzelnen Ratingagenturen verwenden unterschiedliche Bewertungsstufen.

ROCE

Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das Verhältnis von Betriebsergebnis (EBIT) zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed). Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt.

Volatilität

Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.

WACC

Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital). Bezeichnung für die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten.

WACC = (E / V) * ke + (D / V) * kd * (1 – sc)
wobei
V = D + E

ke = Verzinsungsanspruch der Eigenkapitalgeber (berechnet sich nach dem CAPM durch Addition einer Risikoprämie auf den risikofreien Zinssatz)
kd = Verzinsungsanspruch der Fremdkapitalgeber (risikofreier Zinssatz)
sc = Unternehmenssteuerrate (Corporate tax rate)
D = Marktwert des Fremdkapitals
E = Marktwert des Eigenkapitals
V = Unternehmensgesamtwert

Working Capital

Das Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und dem Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, soweit nicht dem Finanzverkehr zuzuordnen, abzüglich der sonstigen Rückstellungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der anleiheähnlichen Verbindlichkeiten und dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

WpHg

Deutsches Wertpapierhandelsgesetz.