kuka am kapitalmarkt
internationale finanzmarktkrise verschärft konjunkturabschwung
mehr informationen
Angefangen in den usa, entwickelte sich die Subprimekrise im Verlauf des Börsenjahres 2008 zu einer weltweiten Finanzmarktkrise, in deren Folge es zu massiven Verwerfungen im Bankensektor kam. Mehrere große amerikanische und internationale Banken sowie Versicherungen wurden von Wettbewerbern übernommen, mussten verstaatlicht werden oder Insolvenz anmelden. Gleichzeitig beschlossen die wichtigen Industrienationen Nordamerikas, Europas und Asiens staatliche Unterstützungsprogramme zur Sicherstellung der Liquidität der Volkswirtschaften und zur Zuführung frischen Eigenkapitals an die Banken. So umfasst das Finanzhilfepaket in den usa 700 mrd. us-Dollar, in Deutschland 480 mrd. € und in Japan 80 mrd. €.
Die internationale Finanzmarktkrise verschärfte so den laufenden Konjunkturabschwung. Im ersten Halbjahr belasteten außerdem ein drastischer Anstieg der Rohölpreise und die aufkommende Inflation die allgemeine Wirtschaftsentwicklung. Negative Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft, vor allem strengere Regeln bei der Kreditvergabe, zeigten sich erstmals im Herbst. Alle größeren Industrienationen kündigten daraufhin breit angelegte Konjunkturprogramme in einem Volumen von 23 mrd. € (Großbritannien) bis 790 mrd. us-Dollar (usa) an, um den Nachfragerückgang in ihren Ländern abzumildern.
Die Finanzmarktkrise und der Konjunkturabschwung spiegelten sich auch in den Kursentwicklungen an den Börsen wider. So verzeichneten alle großen Industrienationen Kursverluste im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Dieser Entwicklung konnten sich auch die beiden deutschen Leitindizes nicht entziehen – dax und mdax verloren im Gesamtjahr 40,4 % bzw. 43,2 %.
maschinenbauwerte massiv unter druck
Vor dem Hintergrund der rezessiven Konjunkturentwicklung standen vor allem die als konjunktursensibel und zyklisch geltenden Maschinenbauwerte unter Druck. Nach einer Phase starken Wachstums der deutschen Maschinenbauunternehmen von 2003 an musste diese Branche seit Beginn des Jahres Rückgänge im Auftragseingang verzeichnen, die sich im zweiten Halbjahr verstärkten. Insgesamt verringerten sich die Auftragseingänge nach Verbandsangaben 2008 gegenüber Vorjahr um 7 %. Daraus resultierten Gewinnwarnungen sowie Anpassungen der Unternehmensaussichten für 2009 und die Folgejahre.
Entsprechend gingen die Aktienkurse der Peer Group Maschinenbau-Unternehmen von kuka im mdax und sdax 2008 zwischen 40 % und 60 % zurück. Die kuka Aktie konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Kursrückgang. Insgesamt verlor die Aktie auf Grund der einsetzenden Rezession in vielen großen Industrienationen und dem Absatzeinbruch insbesondere der nordamerikanischen und europäischen Automobilindustrie 51,3 % ihres Werts. Damit lag der Rückgang der kuka Aktie in der Bandbreite der Peer Group Unternehmen. Das Jahreshoch erreichte die Aktie mit 26,01 € am ersten Handelstag (2. Januar) und das Jahrestief mit 10,07 € Ende November. Ende Dezember lag der Kurs der kuka Aktie wieder bei 12,67 €.
kennzahlen kuka aktie
|
2004 |
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
|||||||
|
Anzahl Aktien |
mio. Stück |
26,60 |
26,60 |
26,60 |
26,60 |
26,60 |
|||||
|
Ergebnis je Aktie |
€ |
1,83 |
– 5,45 |
– 2,43 |
4,43 |
1,18 |
|||||
|
Dividende je Aktie |
€ |
0,66 |
– |
– |
1,00 |
– |
|||||
|
Dividendenrendite (31. 12.) |
% |
3,30 |
– |
– |
3,85 |
– |
|||||
|
Höchstkurs |
€ |
20,60 |
23,15 |
24,75 |
31,50 |
26,01 |
|||||
|
Niedrigster Kurs |
€ |
16,00 |
15,62 |
14,02 |
18,58 |
10,07 |
|||||
|
Jahresendkurs |
€ |
20,20 |
18,25 |
19,36 |
26,01 |
12,67 |
|||||
|
Veränderung gegenüber Vorjahr |
% |
26,20 |
– 9,60 |
6,10 |
34,30 |
– 51,30 |
|||||
|
kgv (Kurs-Gewinn-Verhältnis) |
(31. 12.) |
11,00 |
– |
– |
5,90 |
10,70 |
|||||
|
Marktkapitalisierung (31. 12.) |
mio. € |
537,30 |
485,45 |
515,00 |
692,00 |
337,00 |
|||||
|
Durchschnittlicher Umsatz / Tag |
Stück |
80.000 |
91.250 |
165.000 |
232.000 |
234.000 |
aktienrückkaufprogramm und dividende
Am 25. März 2008 startete kuka ein Aktienrückkaufprogramm mit dem Ziel, bis zu 10 % des Grundkapitals bzw. 2,66 mio. eigene Aktien zurückzukaufen. Bis zum Ende des Programms am 29. August 2008 wurden insgesamt 1.327.340 Aktien bzw. 4,99 % des Grundkapitals erworben. Die zurückgekauften Aktien verblieben im Eigentum von kuka und wurden nicht eingezogen. Der Durchschnittspreis der erworbenen Aktien betrug 21,02 €.
Die Hauptversammlung der kuka ag beschloss darüber hinaus am 15. Mai 2008 in Augsburg die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen und die Ausschüttung von 1,00 € je dividendenberechtigte Aktie (Dividende 2004: 0,66 €). Diese Ausschüttung basiert auf der hohen Nettoliquidität des Konzerns Anfang 2008 aus dem Verkauf der Verpackungssparte und infolge des guten operativen Jahresergebnisses 2007.
intensive investorenkontakte
mehr informationen
Die Liste der aktuellen Analystenempfehlungen findet sich im Internet unter www.kuka-ag.de/ de/investor_relations/ shares/analyst_ recommendations
Angesichts des sich verschlechternden Marktumfelds blieb das Interesse des Finanzmarkts an der kuka Aktie unverändert hoch. Auf 13 Roadshows (Vorjahr: zwölf) und sieben Investorenkonferenzen (wie Vorjahr) stellte sich der Vorstand den Fragen der Investoren. Schwerpunkte bildeten hierbei Frankfurt am Main, London / Edinburgh und New York (jeweils drei bzw. vier Tage) sowie Paris, Zürich und München (jeweils zwei Tage); ferner Mailand, Wien und Stockholm / Kopenhagen. Außerdem wurden am Sitz des Unternehmens in Augsburg 82 Einzelgespräche (Vorjahr: 85) mit Investoren und Analysten geführt. Darüber hinaus fanden drei Präsenzveranstaltungen statt, bei denen der Vorstand über das Unternehmen informierte: am 19. März auf der dvfa-Analystenkonferenz in Frankfurt am Main (Vorlage des Jahresabschlusses); am 12. Juni auf dem diesjährigen Capital Market Day anlässlich der Messe automatica in München (neueste Roboterentwicklungen) und am 4. November zur Veröffentlichung der 9-Monatszahlen wiederum in Frankfurt am Main (Strategie des neuen Vorstands).
Die kuka ag wird derzeit von 19 Analysten betreut; davon sind 17 Vertreter von Banken, die in Deutschland ansässig und zwei, die in London ansässig sind. Von diesen standen Anfang 2009 neun auf Halten oder Kaufen.
aktionärsstruktur
(in %)

* 4,99 % des Grundkapitals
Stand 15. Februar 2009
Vorjahreszahlen in Klammern
wandelanleihe
Die kuka ag hat über ihre 100 %ige Tochtergesellschaft in den Niederlanden, kuka Finance b. v., am 9. Mai 2006 eine Wandelschuldverschreibung im Nominalwert von 69,0 mio. € am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe weist eine Laufzeit bis November 2011 auf bei einer Verzinsung von 3,75 % p. a. und ist wandelbar in kuka Aktien (Wandlungspreis: 25,4 €). Seit dem 9. November 2006 notiert die Wandelanleihe im Euromtf-Markt der Luxemburger Börse (isin de000aogrmco / wkn aogrmc). Ende Dezember 2008 betrug der letzte von der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe 72,80 % (Vorjahr: 114,40 %); das ist ein Rückgang um 41,6 %-Punkte und nahezu parallel zur Entwicklung des Aktienkurses.
kursentwicklung der kuka aktie 1. januar 20 0 8 – 31. dezember 2008
Index Januar 2008 = 100

