frank zimmermann,
industrial business development wood industry, kuka robotics

» Effizienz steigernde und flexible Automatisierungslösungen sind in der Holzindustrie wichtiger denn je. kuka Roboter bieten höchste Investitions- und Planungs­sicherheit und garantieren somit auch in Zukunft hohes Marktpotenzial. «

kuka robotics

mehr informationen

http://www.kuka.com
/germany/de

Die Kernkompetenz von kuka Robotics liegt in der Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Hightech-Industrierobotern sowie dazugehörige Steuerungen, Software und Lineareinheiten. Die Palette reicht von Robotern mit einer Tragkraft von fünf bis 1.000 Kilogramm. Die hochflexiblen kuka Roboter werden heute in mehr als 20 Branchen der General Industry – allen Märkten außerhalb der Automobilindustrie – eingesetzt. kuka Robotics hat sich in den vergangenen Jahren ein internationales Netz von Systempartnern aufgebaut und expandiert kontinuierlich in neue Anwendungen und Märkte. Daneben finden kuka Roboter nach wie vor vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Automobilindustrie.

Das Produktprogramm basiert auf einem modular aufgebauten System: Sechs Grundtypen können mit einer Vielzahl mechanischer und elektrischer Zuführungsvarianten kombiniert werden. Damit ist kuka Robotics in der Lage, maßgeschneiderte Kundenwünsche zu erfüllen. Die Endmontage der Roboter und der Versand an den Kunden erfolgt zentral in und von Augsburg.

kuka Robotics gewinnt renommierten mx Award.

kuka Robotics hat am 17. November 2008 in Berlin den renommierten „Manufacturing Excellence Award 2008“ (mx Award) gewonnen, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der bedeutendsten Preise für die verarbeitende Industrie in Deutschland entwickelt hat. Neben dem Gesamtsieg erhielt kuka in einem mehrstufigen Auswahlverfahren außerdem den ersten Preis in der Kategorie Produktinnovation. kuka habe, so die Jury, auch im Wettbewerb zu anderen Unternehmen Maßstäbe in Bezug auf Kundenorientierung und Produktinnovation gesetzt. Erstmals in der Geschichte des mx Award wurde ein Unternehmen mit zwei Preisen ausgezeichnet.

wachstum durch kundenorientierung

kuka Robotics konnte im Berichtsjahr erneut schneller als der Markt wachsen. Die Auftragseingänge steigerten sich um 6,8 % und erreichten 464,4 mio. € gegenüber 434,9 mio. € im Vorjahr. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 474,4 mio. € gegenüber 412,9 mio. € in 2007; dies ist ein Zuwachs um 14,9 %. Der Auftragsbestand lag zum Stichtag 31. Dezember 2008 bei 100,2 mio. € nach 103,9 mio. € im Vorjahr. Das Betriebsergebnis (ebit) erhöhte sich im Zuge der höheren Auslastung der Kapazitäten und eines ertragstärkeren Produktmix von 33,6 mio. € (2007) auf 42,0 mio. € (2008). Entsprechend verbesserte sich auch die Umsatzrendite dieses Geschäftsbereichs von 8,1 % (2007) auf 8,9 % (2008).

nachfrage nach robotern weiter leicht angestiegen

Die Nachfrage nach Industrierobotern ist 2008 weltweit weiter leicht angestiegen. Die International Federation of Robotics (ifr) schätzte einen Zuwachs verkaufter Roboter im Gesamtjahr von 1 % bis 2 % (in Stückzahlen) gegenüber dem Vorjahr; dabei fiel der Anstieg im ersten Halbjahr mit 8 % besonders deutlich aus. Die Anzahl verkaufter Roboter betrug 2008 insgesamt 116.000 (Vorjahr: 114.300) Einheiten. Dabei legte Europa mit 8 % überdurchschnittlich zu, während sich Asien mit 2 % Zuwachs im Marktdurchschnitt bewegte und Amerika nach einem starken Vorjahr um 15 % einbrach. Die Nachfrage nach Knickarmrobotern entwickelte sich mit einem Zuwachs um 6 % im Vergleich zu anderen Robotertypen weiterhin überdurchschnittlich positiv.

Die Intensität des Einsatzes von Industrierobotern in der produzierenden Industrie wird durch die Kennzahl Roboterdichte ausgedrückt. Diese Kennzahl gibt das Verhältnis der eingesetzten Roboter pro 10.000 Mitarbeiter in der produzierenden Industrie wider. Demnach weist Japan weltweit die größte Roboterdichte auf, wenn man alle Robotertypen berücksichtigt. Dort wurden 310 Roboter pro 10.000 Produktionsmitarbeiter gezählt. Auf Platz zwei steht Deutschland. Hier kommen 234 Roboter auf 10.000 Produktionsmitarbeiter. Es folgen Korea mit 185 Robotern vor Italien und den Vereinigten Staaten mit jeweils 116 Robotern. In der Automobilindustrie ist die Automation der Produktion mittels Roboter bislang am weitesten fortgeschritten.

Der kuka Titan stapelt mit Leichtigkeit 750 kg schwere Holzplatten.

innovationsführerschaft

kuka Robotics bietet Hightech-Lösungen für den Einsatz von Industrierobotern. Technologien wie Roboter-Roboter-Kooperation, Mensch-Maschine-Kooperation, Produktionsassistenten oder modulare, interaktive Robotergenerationen sind Innovationen, die die geschäftliche Entwicklung des Geschäftsbereiches in den nächsten Jahren weiter unterstützen werden.

Kooperierende Roboter tragen nicht nur in der Automobilindustrie zu einer höheren Automatisierung und Flexibilisierung der Fahrzeugproduktion bei. Mehrere Roboter arbeiten hier simultan zusammen, um gemeinsam Teile zu bearbeiten oder sich schwere Traglasten zu teilen und damit Taktzeiten zu reduzieren. Eine sichere Kooperation zwischen Mensch und Roboter hilft außerdem überlappende Arbeitsräume und Tätigkeiten auszunutzen – dank der kuka Safe Robot-Technologie. Voraussetzung des Erfolgs dieser Innovationen sind Kundennähe, die Flexibilität auf Kundenwünsche einzugehen und die Fähigkeit, aus diesen Anforderungen neue Technologien zu entwickeln.

wachstumstreiber general industry

Ein Schwerpunkt der Aktivitäten des Geschäftsbereichs war der Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes insbesondere in Osteuropa, Amerika und Asien. Zur General Industry gehören alle Märkte außerhalb der Automobilindustrie: vor allem die Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie, die Metallbe- und verarbeitung sowie die Medizintechnik und die Logistik. In diesen Märkten kann die robotergestützte Automatisierung gegenüber der manuellen Fertigung erhebliche Produktivitätsvorteile erzielen. Dies gilt zwischenzeitlich auch für Niedriglohnländer, sobald dort höhere Qualitätsanforderungen zum Beispiel in der Produktion von Exportprodukten zu erfüllen sind. Insgesamt konnte kuka Robotics den Auftragseingang aus der General Industry von 156,2 mio. € (2007) auf 194,3 mio. € (2008) erheblich steigern; das ist ein Zuwachs um 24,4 %.

Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes in der General Industry.

Beispiele aus der General Industry im Geschäftsjahr 2008 sind Aufträge für Palletier-Roboter, die innerhalb Europas sowie nach China und Brasilien geliefert wurden. Der erste Schwerlastroboter Titan wurde von dem Anlagenbauer Grenzebach Maschinenbau GmbH für den Einsatz in der Glasindustrie geordert. Das Gebäudetechnik-Unternehmen Grundfos aus Dänemark bestellte Roboter für die Montage von Wasserpumpen. Über den Systempartner shl Automatisierungstechnik ag wurden Maschinen für die Automation des Schleifens und Polierens von Wasserarmaturen ausgeliefert. Der Systempartner lewa Attendorn GmbH erhielt Aufträge für Roboter zum Schutzgasschweißen. Mit den Werkzeugmaschinenherstellern Gildemeister ag und Maschinenfabrik Berthold Hermle ag wurden die Lieferung von Robotern für die Automation von Werkzeugmaschinen vereinbart. Weitere nennenswerte Aufträge kamen aus der Kunststoff-, der Chemie- und der Metallbranche.

Großauftrag von Airbus für omniMove-Plattform.

Aus der Luftfahrtindustrie erhielt kuka Robotics einen Auftrag zur Lieferung von 41 mobilen Plattformen vom Typ omniMove, die bei der Montage des neuen Airbus a350 eingesetzt werden. Innerhalb des Rahmenvertrags über einen Zeitraum von fünf Jahren kommen diese Plattformen in den verschiedenen europäischen Werken von Airbus zur Fertigung der Flügel und der Rumpfsegmente zum Einsatz. omniMove-Plattformen zeichnen sich durch eine äußerst genaue und flexible Beweglichkeit in allen Richtungen einer horizontalen Ebene und auch durch Drehungen auf der Stelle aus. Ein spezielles Radsystem sorgt für eine hohe Manövrierfähigkeit bei reduzierter Logistikfläche. Sperrige Teile können so auf engstem Raum bewegt werden. omniMove-Plattformen können verschiedenste Arbeitsgeräte aufnehmen; u. a. machen sie Roboter mobil.

kennzahlen kuka robotics

(in mio. €)

2007

2008

Veränderung in  %

Auftragseingänge

434,9

464,4

6,8

Umsatzerlöse

412,9

474,4

14,9

Betriebsergebnis (ebit)

33,6

42,0

25,0

% vom Umsatz

8,1

8,9

0,8 %-Punkte

% vom Capital Employed (roce)

34,6

37,2

2,6 %-Punkte

Capital Employed

97,1

112,9

16,3

Mitarbeiter (31. 12.)

2.023

2.261

11,8

automotive-aufträge rückläufig

Die Automobilindustrie ist unverändert der wichtigste Einzelmarkt. kuka Robotics liefert hier seit mehr als 30 Jahren Industrieroboter an viele internationale Automobilhersteller und hat sich so zum Marktführer im Automobilgeschäft entwickelt. Die Automobilindustrie stellt höchste Anforderungen an Technik und Innovationsfähigkeit. Im Geschäftsfeld Automotive gingen die Aufträge 2008 vor allem auf Grund der Entwicklung im vierten Quartal insgesamt von 197,3 mio. € (2007) um 14,1 % auf 169,5 mio. € (2008) zurück.

Mit kuka Robotern ist Palletieren sowie Depalletieren bis zu minus 30 Grad möglich.

Wesentliche Aufträge kamen 2008 von bmw für den 5er- und 7er-Nachfolger sowie von bmw aus China. Von vw erhielt kuka Robotics Aufträge aus Südafrika und Indien. Aus Brasilien wurden kuka Roboter für den vw Gol, einen Kleinwagen für den lateinamerikanischen Markt geordert. Weitere größere Aufträge wurden für verschiedene Mercedes-Modelle verbucht. Daneben bestellte Renault Roboter für die Produktion des Transporters Renault Master.

serviceaktivitäten ausgebaut

Im Zuge des deutlichen Anstiegs des General Industry-Geschäfts stiegen auch die Serviceaktivitäten von kuka Robotics an. Das Geschäftsfeld Service umfasst Training, Reparatur, Wartung und Ersatzteile für General Industry und Automotive Kunden. Basis des Geschäfts ist ein Bestand von mehr als 80.000 weltweit installierten kuka Robotern. Insgesamt stiegen die Auftragseingänge in diesem Bereich von 81,4 mio. € (2007) auf 100,6 mio. € (2008); dies ist ein Zuwachs um 23,6 %.

neue anwendungen: entertainment und medizintechnik

4d-Simulator im Entertainmentbereich.

Im Bereich Entertainment präsentierte kuka Robotics im Jahr 2002 bereits den Robocoaster, den ersten und einzigen Passagierroboter der Welt. Heute ist er fester Bestandteil vieler Entertainmentparks rund um den Globus. Neu auf dem Markt ist der 4d-Simulator von kuka: Zwei Passagiere nehmen Platz in einer verschließbaren Kapsel, die an einem beweglichen Roboterarm mit sechs Achsen beziehungsweise Freiheitsgraden befestigt ist. Über einen integrierten Bildschirm erleben die Insassen verschiedenste Simulationen wie zum Beispiel ein waghalsiges Skirennen, während der Robocoaster die Bewegungen exakt nachahmt. Damit das Erlebnis noch authentischer wirkt, verfügt das System über einen Zuluftventilator, über den Windeffekte wie eisiger Fahrtwind auf der Haut erzeugt werden. Mit diesem Feature startet der Robocoaster in die vierte Dimension, die sich auch für innovative Produktpräsentationen oder spannende Achterbahnfahrten anbietet.

Auch im Medizinbereich setzen die Stärken des kuka Roboters, hohe Flexibilität, höchste Sicherheit und Genauigkeit sowie geringe Ausfallzeiten und Wartungsaufwand Maßstäbe. Zusammen mit internationalen Herstellern sind neue Behandlungssysteme entwickelt worden. In der Partikeltherapie beispielsweise bringen kuka Roboter für eine optimale Tumorbestrahlung Patienten in die richtige Position. Eine weitere Einsatzmöglichkeit in der Krebstherapie ist das „Cyberknife“ – eine bewährte Bestrahlungsapplikation. An Stelle des Skalpells arbeitet ein robotergeführter Bestrahlungskopf mit gebündelten Strahlen, die präzise das Tumorgewebe zerstören. Von den Ergebnissen in der Medizintechnik profitieren die kuka Aktivitäten auch für Aufgaben in der General Industry und in der Automobiltechnik.