Die KUKA Geschichte

Die KUKA Unternehmensgeschichte beginnt 1898 mit Johann Joseph Keller und Jakob Knappich in Augsburg. Seit mehr als 100 Jahren stehen wir für Ideen und Innovationen, die uns weltweit erfolgreich machten. Heute sind wir einer der führenden Anbieter in der Robotertechnik und in der Anlagen- und Systemtechnik.

Die KUKA entsteht

Im Jahr 1898 gründen Johann Josef Keller und Jakob Knappich das Acetylenwerk für Beleuchtungen in Augsburg. Ziel ist es, günstige Haus- und Straßenbeleuchtungen zu produzieren. 

1905 weitet die Keller und Knappich GmbH ihre Produktion auf eine neue Erfindung aus: das Autogen-Schweißen. Ab diesem Zeitpunkt setzt KUKA immer wieder Maßstäbe in der Schweißtechnik. 1936 baut KUKA die erste elektrische Punktschweißzange in Deutschland.

Bereits in den 1920er-Jahren verwenden Keller und Knappich immer öfter ein Telegramm-Kürzel: Aus den Anfangsbuchstaben von "Keller und Knappich Augsburg" entsteht KUKA. Diese Kurzform wird zur Marke.

Die Rundstrickmaschine Selecta wurde im Bestreben auf den Markt gebracht, das Angebot über Schweißprozesse hinaus zu erweitern.

KUKA schafft Innovationen in der Schweißtechnik

Bald beginnt KUKA, das Know-how aus der industriellen und handwerklichen Schweiß- und Schneidebearbeitung auch in anderen Bereich zu nutzen. Das Unternehmen fertigt größere Behälter und baut Aufbauten für Fahrzeuge – und das so erfolgreich, dass KUKA 1966 Marktführer im Bereich Kommunalfahrzeuge in Europa ist.

Parallel wächst der Bereich Schweißanlagen. 1956 baut KUKA die ersten automatischen Schweißanlagen für Kühlschränke und Waschmaschinen und liefert die erste Vielpunkt-Schweißstraße an die Volkswagen AG. Für Daimler-Benz baut KUKA 1971 Europas erste Schweißtransferstraße mit Robotern. Damit ist eine deutlich schnellere und günstigere Produktion möglich.

Auch die Schweiß-Technologien entwickelt KUKA in seiner Geschichte laufend weiter. Ab 1966 etabliert KUKA das Reibschweißen. Danach folgen zahlreiche Innovationen, zum Beispiel das Kurzzeitschweißen oder das positionierte Reibschweißen. 1972 wird die erste Magnetarc-Schweißmaschine präsentiert.

KUKA strickt und tippt sich in neue Produktbereiche

Um die Abhängigkeit von den Schweißmaschinen und vom Kommunalfahrzeugbau zu reduzieren, sucht man nach weiteren Betätigungsfeldern. 1964 bringen Keller & Knappich die Kleinstschreibmaschine "Princess" auf den Markt.

Fusion von KUKA und IWK

Im Jahr 1970 fusioniert die KUKA GmbH mit der Industrie-Werke Karlsruhe AG. Ab sofort heißt das Unternehmen Industrie-Werke Karlsruhe Augsburg Aktiengesellschaft, kurz IWKA AG. Der Hauptsitz ist in Karlsruhe. In Augsburg werden drei Geschäftsbereiche gebildet:

  • Umwelttechnik
  • Schweißtechnik
  • Wehrtechnik

Zusätzlich ist die neue IWKA AG in den Bereichen Verpackungsmaschinen, Textiltechnik, Regeltechnik, Umformtechnik und Werkzeugmaschinen tätig.

Parallel arbeitet KUKA an weiteren Innovationen in der Schweißtechnik. 1972 präsentiert das Unternehmen die erste Magnetarc-Schweißmaschine. Das Verfahren ist bis heute eines der schnellsten und sichersten beim Zusammenfügen von Bauteilen, die höchsten Belastungen widerstehen müssen.

1979 werden die verschiedenen Aktivitäten der IWKA AG in rechtlich selbstständige Gesellschaften umgewandelt. Die AG wird zu einer reinen Holdinggesellschaft für den internationalen Maschinen- und Anlagenbau.

 1995 wird aus der KUKA Schweißanlagen + Roboter GmbH die Robotertechnik ausgegründet.

KUKA schreibt Geschichte als Robotik-Pionier

1973 schreibt KUKA Geschichte als Robotik-Pionier und entwickelt den FAMULUS den weltweit ersten Industrieroboter mit sechs elektromechanisch angetriebenen Achsen. 1996 setzt KUKA als erster Roboterhersteller auf die offene, PC-basierte Steuerung. 2007 kommt der KR titan auf den Markt: Mit 1.000 Kilogramm Traglast und einer Reichweite von 3.200 Millimetern ist er der größte und stärkste 6-Achs-Industrieroboter der Welt. Es folgt ein Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde.

2013 läutet KUKA eine neue Robotergeneration ein: Mit dem LBR iiwa präsentiert KUKA den weltweit ersten industrietauglichen Leichtbauroboter (fühlender Roboter) mit integrierter Sensorik in jeder Achse.

Aus IWKA AG wird wieder KUKA

1999/2000 übernimmt die IWKA AG diverse Verpackungs-Aktivitäten des Rheinmetall-Konzerns und der britisch-amerikanischen BWI-Gruppe – und wird dadurch zu einem führenden Anbieter von Verpackungsmaschinen und -anlagen.

Ab 2004 konzentriert sich die IWKA AG auf die Automationstechnologie in den Kerngeschäftsfeldern Robotertechnik sowie Anlagen- und Systemtechnik. Die Aktivitäten in den übrigen Geschäftsbereichen werden nach und nach verkauft: Bis 2007 trennt sich KUKA von den Bereichen Prozesstechnik, Produktionstechnik und Verpackungstechnik für die Konsumgüterindustrie. Anschließend wird das Unternehmen 2007 in KUKA Aktiengesellschaft umfirmiert. Der Sitz des Unternehmens wird nach Augsburg verlegt.

KUKA wird zum globalen Automation Powerhouse

KUKA entwickelt sich zu einem globalen Unternehmen. So ist das Unternehmen seit 1981 mit eigenem Standort in Nordamerika präsent. Seitdem wurde die Marktpräsenz immer weiter ausgebaut. 1997 wurde die KUKA Robotics Corporation mit Unternehmenssitz in Shelby Township (Michigan) gegründet. Im April 2013 erwarb KUKA das Anlagenbaugeschäft des Schweißtechnikspezialisten und Automobilzulieferers Utica Companies mit Sitz in Shelby Township, Michigan. Im selben Jahr wurde die ein Millionste Rohkarosse für den Jeep Wrangler JK in der KUKA Toledo Production Operation (KTPO) in Toledo (Ohio) produziert. KUKA Systems ist heute einer der größten Hersteller von Fertigungssystemen für die Automobilindustrie in Nordamerika.

Bereits seit vielen Jahren ist KUKA mit mehreren Niederlassungen in Asien vertreten. China ist der größte Wachstumsmarkt für Automatisierung. Hauptsitz für das Asien-Geschäfts ist Shanghai, von dort werden Roboter in den asiatischen Markt ausgeliefert. Bereits im Jahr 2000 wurde die KUKA Robotics China Co., Ltd. offiziell gegründet. 2014 eröffnete die neue Roboterproduktion in Shanghai. 

Im selben Jahr wird die Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik mit Standort in Obernburg am Main Teil der KUKA AG. Nach zweijähriger Zugehörigkeit firmiert das Unternehmen zur KUKA Industries GmbH & Co. KG. Auch Alema Automation SAS, ein Lieferant von Automatisierungslösungen für die Luftfahrtindustrie mit Sitz in Bordeaux, wird 2014 akquiriert. Das Unternehmen verfügt über besonderes Applikations-Know-how im Bereich des automatisierten Bohrens und Nietens von Flugzeugbauteilen. 2014 schließen sich auch die KUKA AG und die Swisslog Holding AG zusammen. Durch Swisslog erhält KUKA Zugang zu besonders attraktiven Wachstumsmärkten, wie die Warehouse-Logistik und die Healthcare-Industrie.

KUKA ist heute einer der weltweit führenden Anbieter von Automatisierungslösungen. Als Technologieführer setzt KUKA weltweit Standards. Neben dem Hauptsitz am Produktions- und Entwicklungsstandort Augsburg ist der Konzern mit rund 100 Gesellschaften international vertreten.

KUKA steht für Innovationen in der Automatisierung und ist Treiber der Industrie 4.0.

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