KUKA Medical Robotics: Partner und Referenzen

Die Medizinrobotik ist ein anspruchsvolles, interdisziplinäres Gebiet. Durch Zusammenarbeit mit starken Partnern und Integratoren gestaltet KUKA den OP-Saal der Zukunft.

Siemens Healthcare: Medizinroboter revolutionieren Röntgenbildgebung

Mit dem ARTIS pheno hat Siemens ein neues robotergestütztes Angiographie-System auf den Markt gebracht, das seinen erfolgreichen Vorgänger Artis zeego ablöst. Das robotische Herzstück des Röntgen-Systems bildet dabei ein QUANTEC-Roboter von KUKA mit seiner KR C4 Technologie, der durch das KUKA Medical Robotics-Team in den letzten Jahren optimal an den klinischen Einsatz angepasst und erweitert wurde.

So ermöglicht der Siemens ARTIS pheno eine schnelle und genaue Röntgenuntersuchung von Blutgefäßen durch einen C-Röntgen-Bogen, der sich automatisch um den Patienten herum bewegt. Der fokussierte Körperbereich kann aus nahezu allen Positionen bildlich dargestellt werden, ohne den Patienten umzulagern. Falls eine Untersuchung abgebrochen werden muss, ermöglicht eine Memory-Funktion das Ansetzen an exakt der gleichen Position zu einem späteren Zeitpunkt. Das ermöglicht eine Ergebniskontrolle noch während des Eingriffes.

Künftig wird der ARTIS pheno in OPs auf der ganzen Welt zur minimal-invasiven Chirurgie, interventionellen Radiologie und Kardiologie eingesetzt.

Dank Technologie von KUKA stößt der Siemens ARTIS pheno in eine neue Dimension der Röntgenbildgebung vor (© Siemens Healthcare GmbH)

Accuray: Robotergeführte Strahlentherapie

Seit 2000 arbeitet KUKA mit Accuray zusammen. Aus dieser Partnerschaft entstand  das erste kommerziell verfügbare robotergeführte Radiochirurgiesystem. Das CyberKnife-System wird seitdem von führenden Strahlentherapiezentren weltweit zur hochpräzisen Tumorbehandlungen eingesetzt.

Statt eines Skalpells kommt ein hochenergetischer gebündelter Röntgenstrahl zum Einsatz. Dieser wird von einem Roboterarm um den liegenden Patienten herumgeführt, so dass sich die Dosisleistung im Tumor konzentriert. Ein Bildgebungssystem erfasst stereotaktisch die Tumorposition und meldet Bewegungen an den Roboter, der diese ausgleicht. Damit ist das CyberKnife in der Lage, Tumore genau zu treffen, und das umliegende gesunde Gewebe zu schonen – und zwar unabhängig davon, an welcher Stelle im Körper sich der Tumor befindet.

Bei der Behandlung mit dem CyberKnife liegt der Patient auf dem Behandlungstisch, der ebenfalls robotisch angetrieben wird. Ein digitales Bildgebungssystem erfasst stereotaktisch die Position des Tumors und meldet Bewegungen – etwa durch die Atmung des Patienten – an den Roboter, der diese ausgleicht. Das führt zu einer außergewöhnlich hohen Genauigkeit und Qualität der Therapie. Eine Operation mit stationärem Aufenthalt ist nicht notwendig.

Bei der Behandlung mit dem CyberKnife liegt der Patient frei auf dem robotisch angetriebenen Behandlungstisch

BEC: Patientenpositionierung mit Robotern von KUKA

Roboter und Komponenten von KUKA sorgen für die präzise Positionierung von Patienten in der Strahlentherapie. Systempartner entwickeln gemeinsam mit KUKA individuelle Lösungen zur genauen Positionierung von Patienten. Die Firma Buck Engineering und Consulting (BEC) hat für das Zentrum für Ionentherapie und Forschung MedAustron in Wien eine roboterbasierte Lösung zur Patientenpositionierung entwickelt, deren Basis ein KUKA Roboter ist. 

In der partikelbasierten Strahlentherapie kann der hochenergetische Strahl nur sehr eingeschränkt bewegt werden. Daher müssen die Patienten bewegt werden, was mittels robotischer Patientenliegen umgesetzt wird.

BEC verwendet KUKA Roboter zur exakten Patientenpositionierung in der partikelbasierten Strahlentherapie (© Thomas Kästenbauer)

AOT: Exaktes Knochenschneiden dank Lasertechnologie

Trotz der enormen medizinischen Fortschritte in den letzten Jahren greifen Chirurgen nach wie vor zur Säge, wenn es um Knochenschnitte geht. Diese konventionelle Methode führt dazu, dass loses Knochenmaterial in die Schnittflächen eingepresst wird, was die Heilung in diesem Bereich verzögert. Die Schweizer Firma AOT will das mit dem Projekt CARLO (Cold Ablation Robot-guided Laser Osteotomy) ändern: Mittels kalter Lasertechnologie erlaubt es der KUKA Roboter dem Medizinprodukt den Knochen berührungsfrei zu schneiden - nicht nur gerade, sondern auch bogen- oder puzzle-förmig. Diese Methode hat gleich mehrere Vorteile für den Patienten: die Knochenoberfläche bleibt intakt und der Knochen lässt sich nach dem Schnitt wieder passgenau zusammenfügen, so dass sich die Heilungszeit wesentlich verkürzt.

Mit dem aufgesetzten Laserkopf wird der KUKA Leichtbauroboter zum berührungsfreien Schnitt-Instrument (© AOT)

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