Turbulenter Start ins Jahr in Marrakesch

12. Januar 2019: Mit dem Marrakesch E-Prix ist die Formel E spektakulär in das neue Jahr gestartet. Ein Unfall am Start, eine Kollision der beiden Führenden und ein packender Finalsprint boten auch nach dem Rennen jede Menge Gesprächsstoff.

Daniel Abt im Audi e-tron FE05 vor dem schneebedeckten Atlas-Gebirge

Nach einem nicht optimalen Qualifying sorgten Lucas di Grassi und Daniel Abt im Rennen mit sensationellen Starts für Furore. Sehr schnell hatten die beiden Audi Sport ABT Schaeffler Piloten, von den Startpositionen 11 und 16 kommend, den Anschluss an die  Spitzengruppe gefunden. Di Grassi verbesserte sich in der ersten Runde um fünf Positionen, Abt sogar um sieben. Sie beendeten das turbulente Rennen, in dem sich die beiden BMW-Teamkollegen Antonio Felix da Costa und Alex Sims durch eine Kollision um den Doppelsieg brachten, auf den Plätzen sieben und zehn.

Am Ende gewinnt Jérôme D’Ambrosio (Mahindra) den Marrakesch E-Prix. Robin Frijns (Virgin) wird Zweiter, sein Teamkollegen Sam Bird kommt auf Platz drei. 

 

Audi e-tron FE05, Marrakesch E-Prix

Lucas di Grassi mit der schnellsten Rennrunde

„Das war ein verrücktes Rennen“, sagte Lucas di Grassi. „Nach meiner Aufholjagd hat mir nicht viel zur Führung gefehlt, doch das Safety-Car hat unsere Strategie ziemlich kompromittiert. Platz sieben und die schnellste Rennrunde – wir sind auf jeden Fall wieder da.“

„Mein Start war richtig gut“, sagte Daniel Abt. „Auch danach fühlte sich alles gut an. Ich war schon Siebter und hatte Anschluss an die Führungsgruppe. Doch nachdem ich den Attack Mode das erste Mal aktiviert hatte, ging plötzlich nicht mehr viel. Wir müssen analysieren, warum.“

Allan McNish, Teamchef von Audi Sport Team Abt Schaeffler: „Lucas hat fast das ganze Rennen über um einen Podiumsplatz gekämpft. Für ihn kam das Safety-Car zum falschen Zeitpunkt. Alle haben mit dem neuen Attack Mode etwas gepokert, leider hatten wir dabei kein Glück. Daniel ist am Anfang schnell nach vorn gekommen. Auch er hatte etwas Pech mit dem Safety-Car. Die wichtigste Erkenntnis für uns ist, dass wir mit dem Audi e-tron FE05 ein schnelles Auto haben.

So wichtig ist der neue Attack Mode

Die neue Power-Zone sorgte schon beim Auftaktrennen im Dezember für  Diskussionen. Wie genau die Zeit eingeteilt wird und wie oft der Attack Mode in den 45-minütigen Rennen eingesetzt werden muss, gibt die FIA erst rund eine Stunde vor dem Rennstart bekannt. Das schränkt die Möglichkeiten ein, sich vorher am Simulator geschickte Strategien auszudenken. Ein weiterer Knackpunkt beim neuen Attack Mode: Da die Aktivierungszone abseits der Ideallinie liegt, verlieren die Fahrer Zeit und vielleicht auch Positionen. "Wir finden bei jedem Rennen neu raus, wie wir ihn am besten nutzen", sagte Audi-Teamchef Allan McNish.

Lucas di Grassi und Daniel Abt auf dem Basar in Marrakesch

Der dritte Lauf der Saison findet am 26. Januar in Santiago de Chile statt

Für die Fahrer beginnt jetzt die intensive Vorbereitung auf den Santiago E-Prix. In den noch verbleibenden Tagen vor dem Rennen in der chilenischen Hauptstadt werden alle Piloten viele Stunden im Simulator verbringen, um sich auf die neue Strecke einzustimmen und wichtige Daten zu sammeln.

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