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Nicht ohne meinen Robbie!

Können Cobots Arbeitskräfte glücklicher machen? Dieser Frage geht das Förderprojekt MindBot unter anderem nach. KUKA nimmt dort gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie den Menschen und seine psychische Gesundheit in den Blick.


Der Cobot-Markt boomt und wird bis 2030 erheblich weiterwachsen. Er soll dann einen Wert von bis zu 8 Milliarden US-Dollar haben – so die Robotics and Automation News. Die Vorteile liegen auf der Hand: kollaborativ, benutzerfreundlich, vielfältig nutzbar. Doch welche Folgen hat der Einsatz von Cobots auf Motivation und Wohlbefinden von Mitarbeitenden? Und welche sozialen Herausforderungen warten damit auf kleine und mittlere Unternehmen?

Für eine verbesserte Mensch-Roboter-Interaktion

Aus diesen Fragen heraus ist das EU-finanzierte Projekt MindBot entstanden. Seit Januar 2020 untersucht KUKA gemeinsam mit europäischen Partnern aus Forschung und Industrie, wie dieser Zusammenhang im Kontext von Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) und Industrie 4.0 aussieht. Einblicke in den realen Arbeitsalltag mit Cobot soll das MindBot-Team über insgesamt sechs Firmen und ihre Applikationen erhalten. Eine davon ist Ford, wo „Robbie“ und Dietmar Brauner zusammenarbeiten.

Die Zukunft der Arbeit

Wenn Dietmar von seinem neuen Kollegen bei Ford spricht, lächelt er. Denn „Robbie“, wie er ihn liebevoll nennt, unterstützt ihn in der Montagelinie für Motorblöcke. Gemeinsam pressen sie Abdeckungen für variable Nockenwellenverstellungen ein. Nicht selbstverständlich für Dietmar: Gesundheitliche Probleme führten dazu, dass er seine Schulter und sein Handgelenk nur noch eingeschränkt bewegen kann. Für den leidenschaftlichen Auto-Schrauber ein Rückschlag. Doch mit Robbies Hilfe, einem KUKA LBR iiwa, kann er seine fast 30-jährige Karriere fortsetzen.

Dieses Beispiel ist eines von vielen, das zeigt, wie Cobots mit Blick auf die Zukunft der Arbeit unterstützen. Mehr noch: Sie können einen positiven Beitrag auf das Wohlbefinden von Mitarbeitenden haben. „Künstliche Intelligenz und Technik der Industrie 4.0 wird ein immer größeres Thema“, sagt Meike Groh, Disability Managerin bei Ford. „Der Blick auf das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine steht dabei aber nicht immer im Vordergrund. Genau das macht MindBot so interessant für uns.“

An der Forschung werden auch Personen als Projektberater beteiligt sein, die von einer Autismus-Spektrum-Störung betroffen sind: Sie leisten einen wichtigen Beitrag, um zu verstehen, wie man ihre Arbeitskraft in der Industrie 4.0 besser nutzen kann, wenn sie mit neuen Robotertechnologien zusammenarbeiten.

Gemeinsam gesünder

MindBot möchte aber nicht nur die psychische Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter fördern. Es geht auch um die Entwicklung von Technologien, die angemessen auf negative Stresserfahrungen reagieren. Um diese zu erfassen, tragen Teilnehmende wie Dietmar Brauner eine Smartwatch, welche die mentale Be- und Entlastung misst. Der kollaborative MindBot kann die Daten auswerten und sein Verhalten so bestmöglich auf den Kollegen bzw. die Kollegin anpassen. Das Ziel im Projekt: ein Add-On für den Cobot. Dies soll dem Menschen mit verschiedenen Strategien helfen, Aufmerksamkeit und Konzentration aufrechtzuerhalten. Außerdem sind durch das Add-On Interaktionsmöglichkeiten geplant, die über die Bedienoptionen des KUKA smartPADs hinausgehen.
Zukünftig soll ein Add-On für den Cobot dabei helfen, Aufmerksamkeit und Konzentration der Mitarbeitenden zu stärken 

Erfahrungen mit dem Cobot

Selbst das ist noch nicht alles. Aus dem Projekt sollen auch Richtlinien für die Gestaltung von Produktionsumgebungen sowie für einen „psychisch-gesundheitsfreundlichen“ Cobot entstehen. Erste Ergebnisse aus Interviews zeigen, dass die Arbeitskräfte den Cobot als Unterstützer ansehen. Durch die Aufgabenteilung berichten die Nutzer von einer zeitlichen, mentalen und körperlichen Entlastung. Negative Erfahrungen? Gibt es auch. Sie hängen größtenteils mit Fehlern zusammen, die zum Stillstand des Cobots führen. „Hier bietet sich also eine Chance“, sagt Nadine Reißner, KUKA Senior Analyst of Social Impact of Robotics. „Indem wir die Mensch-Roboter-Interaktion speziell beim Auftreten von Fehlern verbessern, lassen sich negative Reaktionen reduzieren und die Zusammenarbeit so weiter optimieren.“

Die Zusammenarbeit mit KUKA hat Ford dabei durchweg als positiv erlebt: „Es gab immer zeitnahe Antworten, verständlich und verbindlich“, berichtet Meike Groh. „Unsere Ansprechpartner waren zu jedem Zeitpunkt hilfsbereit. Das ist – neben den Anwendungspotenzialen – auch ein Grund dafür, dass wir nun gerne Phase 3 des Projektes unterstützen möchten.“ In der letzten, dritten Phase von MindBot, wird KUKA einen eigens dafür entwickelten Avatar einsetzen. Er soll testen, wie sich dadurch die Interaktion zwischen Cobot und Mensch weiter verbessert.


Hier schreibt:
Romy Schoenwetter
Manager Corporate Communications
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