KUKA Innovation Award

KUKA Innovation Award

Die Finalisten des KUKA Innovation Award 2017 stehen fest

Forscherteams aus der ganzen Welt waren dazu aufgerufen, für den Wissenschaftswettbewerb von KUKA ihre Konzepte zum Thema "Advanced Mechatronics" einzureichen. Bis Oktober gingen zahlreiche Ideen aus aller Welt ein – nun stehen die Finalisten fest.

"Es war eine schwierige Entscheidung für die Fachjury, die besten Einreichungen auszuwählen", so Dr. Bernd Liepert, Chief Innovation Officer von KUKA. Fünf Teams haben es ins Finale geschafft. Sie haben nun bis April Zeit, ihre Konzepte mit KUKA Hardware umzusetzen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie auf der Hannover Messe 2017 einem breiten Fachpublikum. Dort wird schließlich der Sieger gekürt und der mit 20.000 Euro dotierte Preis überreicht. Das sind die Finalisten:


Team Tele-MAGMaS

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von LAAS-CRNS (eine Forschungseinrichtung des französischen National Center for Scientific Research), mit Mitgliedern der Universität Siena, der Seoul National University und CNRS am Forschungsinstitut IRISA in Rennes befasst sich mit Such- und Bergungsarbeiten nach Katastrophen. Mit Hilfe von Robotern können Menschen in schwer zugänglichen oder gefährlichen Regionen geborgen werden.

Mitglieder des internationalen Teams Tele-MAGMaS unter der Leitung von LAAS-CRNS, mit Mitgliedern der Universität Siena, der Seoul National University und des French National Center for Scientific Research

Advanced Robotic Finishing

Die Projektgruppe der University of Southern California besteht aus Studenten und Mitarbeitern des Center for Advanced Manufacturing. In ihrem Projekt beschäftigten sie sich mit der Automatisierung von Veredlungsverfahren wie Polieren, Schmirgeln oder Entgraten. Dabei nimmt das System Anweisungen des Menschen an und generiert daraus Pläne, wie geometrisch komplexe Teile aus verschiedenen Materialien kosteneffizienter bearbeitet werden können.

Das Forscherteam der University of Southern California.

MANCHU

Das Schweizer Forscherteam, bestehend aus einem Professor und zwei Studenten der École polytechnique fédérale in Lausanne, zeigen ihr Konzept für kollisionsfrei kollaborierende Roboter. Dabei übergibt ein Arbeiter große und schwere Teile, wie beispielsweise eine Autotür, an zwei Roboterarme, die das Objekt dann an der gewünschten Stelle platzieren.

Das Finalteam MANCHU aus der Schweiz.

MACHAMP

Mit ihrem Projekt sucht das Team des italienischen Instituts für Industrietechnologie und Automatisierung, Istituto Di Tecnologie Industriali E Automazione, eine Lösung für die Mensch-Roboter-Kollaboration bei der Montage schwerer Teile in der Luftfahrtindustrie. Fortgeschrittene Schemata zur manuellen Prozesssteuerung leiten zusammen mit virtuellen Elementen die Montageausführung. Ziel ist vor allem die körperliche Entlastung des Menschen.

 

Das Finalistenteam MACHAMP vom italienischen Istituto Di Tecnologie Industriali E Automazione.

RAS

Das Projektteam vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt besteht aus drei Forschern, die jahrelange Erfahrung mit Robotersystemen haben. Sie treten mit einem Airbag-System an, das die Sicherheit des Menschen bei der Mensch-Roboter-Zusammenarbeit weiter verbessern soll. Ähnlich wie bei einem Airbag im Auto füllt sich das System während der Roboterbewegung durch Luftdruck.

Die Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sind das Finalteam RAS.

KUKA Innovation Award 2017 – Die Aufgabe

Aufgabe der Bewerber ist es, eine Roboterapplikation zu entwickeln, die an den Ansprüchen der modernen Mechatronik ausgerichtet ist. Bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse sollen die Bewerber die bereitgestellten mechatronischen Systeme verwenden und erweitern.

Ob sie neue mechatronische Lösungen für externe Komponenten wie Greifer oder eine neue Art der Mensch-Roboter- bzw. Roboter-Roboter-Kooperation entwickeln, bleibt den Teams überlassen. Es gibt jedoch eine zentrale Anforderung: Es muss sich um ein vielseitiges System handeln, das innovative Software- und Hardware-Komponenten enthält und nicht nur für einen spezifischen Anwendungsfall einsetzbar ist.

Um die Entwicklungen der Finalisten vergleichbar bewerten zu können, realisieren alle Teams ihre Applikationen auf einem KUKA LBR iiwa, einem sensitiven Leichtbauroboter für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration. Zusätzlich stellt der Augsburger Automatisierungsspezialist allen Teilnehmern KUKA flexFellows zur Verfügung, eine ortsflexible Robotereinheit mit einem LBR iiwa. Optional können die Finalisten auf Stereo-Vision-Sensoren von Roboception zurückgreifen.


Über den KUKA Innovation Award

KUKA arbeitet seit vielen Jahren in einem Spektrum wissenschaftlicher und technischer Themen eng mit Partnern aus den Bereichen Hochschule, Forschung und Entwicklung auf der ganzen Welt zusammen. Um Innovationen im Bereich der roboterbasierten Automatisierung voranzutreiben und den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie zu fördern, rief KUKA 2014 den Innovation Award ins Leben.

Der Wissenschaftswettbewerb richtet sich an Entwickler, Absolventen und Forscherteams von Unternehmen oder Universitäten. Die Teilnehmer entwickeln Ideen zu einer von KUKA vorgegebenen Aufgabenstellung. Aus allen Einsendungen wählt eine Fachjury die Finalisten aus.

Die besten Teams setzen ihre Projekte mit KUKA Hardware um und präsentieren die Ergebnisse auf großen Messen einem breiten Fachpublikum. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von 20.000 Euro. Der Award wurde erstmals im Rahmen der AUTOMATICA 2014 verliehen und fokussierte das Thema mobile Manipulation.


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