Zwischenbericht zum 30. September 2008

n den ersten neun Monaten 2008 erzielte der KUKA Konzern trotz des schwieriger gewordenen konjunkturellen Umfeldes Auftragseingänge in Höhe von 1.028,6 Mio. EUR nach 1.056,1 Mio. EUR im Vorjahr, das ist ein Rückgang um 2,6 Prozent

11. April 2008

Berücksichtigt man den gegenüber Vorjahr geänderten Zukauf von Vormaterialien bei der US-Tochtergesellschaft KTPO (35,0 Mio. EUR), die Ablösung der Finanzierung bei dieser Gesellschaft im April 2008 (10,1 Mio. EUR) und die veränderten Auftragseingangs-Wechselkurse Euro/US-Dollar (29,4 Mio. EUR), dann ergeben sich auf Konzernebene Auftragseingänge über Vorjahresniveau (+4,8 Prozent).

Die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs Robotics stiegen in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (324,1 Mio. EUR) um 15,8 Prozent auf 375,2 Mio. EUR. Die Bereiche Service und General Industry stiegen um 24,4 Prozent bzw. um 30,5 Prozent deutlich an. Die Auftragseingänge aus der Automobilindustrie lagen trotz des schwieriger gewordenen Umfeldes insgesamt auf Vorjahresniveau. 

Die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs Systems lagen kumuliert per Ende September mit 685,4 Mio. EUR um 10,1 Prozent unter dem vergleichbaren Volumen aus 2007 (762,1 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der oben genannten nicht operativen Effekte, die fast ausschließlichen diesen Geschäftsbereich betreffen, lag das Auftragsvolumen von Systems auf dem Vorjahreswert. Gleichzeitig belasteten diesen Geschäftsbereich im dritten Quartal Absatzrückgänge der Automobilbranche, die sich in Verschiebungen von Aufträgen und vereinzelten Reduzierungen des Bestellvolumens niederschlugen. 

Der Auftragsbestand lag per Ende September 2008 mit 656,2 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert (610,0 Mio. EUR). Damit betrug die Reichweite des Konzern-Auftragsbestands zum Ende des dritten Quartals 5,9 Monate. Dieser Anstieg des Auftragsbestandes kommt aus beiden Geschäftsbereichen. Robotics erreichte per Ende September 2008 einen Auftragsbestand von 139,2 Mio. EUR und Systems von 526,5 Mio. EUR. Das hohe Niveau des Auftragsbestands sichert die Auslastung des Konzerns bis ins nächste Jahr.

Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 924,0 Mio. EUR und lagen damit um 1,0 Prozent unter dem Vorjahr (933,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der nicht operativen Effekte bei KTPO (Vormaterialen 35,0 Mio. EUR und Finanzierungsablösung 10,1 Mio. EUR) sowie Umsatzerlös-Wechselkurseffekten Euro/US-Dollar (23,0 Mio. EUR) stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent. Wie bei den Auftragseingängen konnte der Geschäftsbereich Robotics auch das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und übertraf mit 344,8 Mio. EUR den Vorjahreswert um 15,4 Prozent (298,7 Mio. EUR). Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen alle drei Bereiche des Geschäftsbereichs (Automotive, General Industry und Service) bei. Der Geschäftsbereich Systems verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 615,5 Mio. EUR, das ist ein Rückgang von rund 46 Mio. EUR zum Vorjahr (661,2 Mio. EUR), der ausschließlich im ersten Halbjahr entstand. Unter Berücksichtigung der nicht operativen Effekte lagen die Umsatzerlöse von Systems 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. 

Die Auftragseingänge des Konzerns erreichten im dritten Quartal 292,1 Mio. EUR (drittes Quartal 2007: 331,2 Mio. EUR). Hierzu trug der Geschäftsbereich Robotics mit 131,2 Mio. EUR und der Geschäftsbereich Systems mit 171,4 Mio. EUR bei. Robotics steigerte die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr (97,9 Mio. EUR) um 34,0 Prozent, während Systems auf Grund der negativen Branchenentwicklung in der Automobilindustrie deutlich das Vorjahr (242,3 Mio. EUR) unterschritt.

Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen im dritten Quartal 2008 mit 343,1 Mio. EUR um 7,9 Prozent über dem Vorjahreswert (317,9 Mio. EUR). Hierbei verzeichnete Robotics einen deutlichen Zuwachs um 18,3 Prozent von 101,9 Mio. EUR auf 120,5 Mio. EUR, während Systems mit einem Umsatz von 234,9 Mio. EUR das Niveau des Vorjahres (223,9 Mio. EUR) übertraf.

Auf Grund der Finanzmarktkrise und des weltweiten Konjunkturabschwungs sind die Unsicherheiten über die Entwicklung der zukünftigen Nachfrage gestiegen.

Rationalisierungsinvestitionen werden auch in einer konjunkturellen Abschwungphase eine wichtige Rolle spielen, um die Ertragslage zu stabilisieren. KUKA ist mit seiner flexiblen, roboterbasierten Automationstechnologie in diesem Bereich sehr gut aufgestellt und geht insbesondere bei Kunden aus der General Industry, z.B. in der Solar- und Luftfahrtindustrie, von einem weiter stabil wachsenden Geschäft aus.

Die Automobilindustrie ist als eine der ersten Branchen der Realwirtschaft von der weltweiten Konjunkturkrise betroffen und denkt verstärkt über Einsparmaßnahmen nach. Gleichzeitig verschärft sich der globale Wettbewerb um eine reduzierte Nachfrage. Deshalb wird die Markteinführung neuer, verbrauchsärmerer und kostengünstigerer Modelle weiterhin Priorität behalten. Kurzfristig ist jedoch von einer rückläufigen Nachfrage, insbesondere bei größeren Anlagenaufträgen, resultierend aus der Verschiebung von Aufträgen und vereinzelten Reduzierungen des Bestellvolumens auszugehen.

Im laufenden Geschäftsjahr 2008 erwartet der Vorstand der KUKA AG deshalb insgesamt Auftragseingänge, die nunmehr auf dem Niveau des Vorjahres - bereinigt um nicht operative Effekte im Zusammenhang mit der US-Tochtergesellschaft KTPO - liegen. Die EBIT-Marge in Höhe von 5,5 Prozent ist bereits in den ersten neun Monaten 2008 erreicht worden und wird auch für das Gesamtjahr 2008 bestätigt.

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