Wenn Roboter Kunst schaffen

Vom Einzelstück zum industrie-tauglichen Designobjekt

12. Dezember 2013

Die Kunstobjekte des anerkannten israelischen Industrie-Designers und Künstlers Yaron Elyasi können jetzt von einem KUKA Roboter gefertigt werden: Aus einem Unikat werden industrie-taugliche Designstücke. Für Elyasi wird ein Traum wahr: „Die roboterbasierte Automatisierung ermöglicht eine einheitliche Produktion mehrerer Werkstücke, wo früher durch die manuelle Herstellung nur Einzelstücke erhältlich waren.“

Nicht nur das: Der Kunde kann die Gestaltung der Objekte entsprechend seiner Vorstellungen beeinflussen, die dann seine Handschrift tragen und dennoch akkurat gefertigt wurden. Zu sehen war diese neuartige Kunstproduktion erstmals am Stand der KUKA Roboter GmbH auf der K 2013 in Düsseldorf, die kürzlich zu Ende ging.

Die hier eingesetzten flexiblen 6-Achs-Roboter der KUKA KR AGILUS Serie sind kompakt und damit platzsparend; sie gehören gleichzeitig zu den zuverlässigsten und schnellsten ihrer Klasse – und sie erfüllen alle Anforderungen des Künstlers an die automatische Fertigung. IDE steuerte den Einschneckenextuder bei (Typ ME B 30/4 mit 30 mm Schneckendurchmesser).

Bislang fertigte Elyasi seine Objekte aus recyceltem Kunststoff am ETTO Design Lab, in der Nähe von Tel Aviv, in das von ihm selbst entwickelten und patentierten Verfahren „Freemolding“: Aus einem Extruder wird Kunststoff aus einer Düse in einem beliebig langen Strang in gewünschter Dicke gepresst. Darunter bewegt der Künstler eine Form – etwa eine Schale – in die verschiedensten Richtungen, sodass der Kunststoff in jeweils individuellen Mustern die Form umschließt. Nach dem Aushärten hat Elyasi ein einzigartiges Kunstobjekt geschaffen.
Inzwischen haben die Bernhard Ide GmbH & Co. KG, ein Fachbetrieb aus dem Schwäbischen mit mehr als 50-jähriger Erfahrung im Kunststoff-Extruderbau, sowie die KUKA Roboter gemeinsam mit ETTO Design Lab eine automatisierte Fertigung entwickelt. Nicht mehr der Künstler, sondern ein Roboter bewegt die Form unter dem Kunststoffstrahl; in diesem Fall ein Roboter aus der KUKA KR AGILUS Serie. Dadurch kann das frühere Einzelstück in gleichbleibend hoher Qualität und in limitierter Auflage oder kostengünstig als massentaugliches Designobjekt angeboten werden. Yaron Elyasi blickt erwartungsvoll in die Zukunft: „Ich kann mir noch viele weitere kreative Produkte vorstellen, die wir durch die Produktion mit Robotern individuell anfertigen können.“

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