KUKA steigert EBIT und erfüllt Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2013

23. März 2014

  • Auftragseingänge im Konzern stabil bei 1,88 Mrd. € 
  • Umsatzerlöse steigen auf 1,77 Mrd. € (+2,0%) 
  • EBIT zum zweiten Mal in Folge über 100 Mio.-Euro-Schwelle auf 120,4 Mio. € gestiegen (+9,7%); EBIT-Marge verbessert sich auf 6,8% 
  • Guidance 2013 erfüllt 
  • Dividendenvorschlag von 30 Cent je Aktie für Geschäftsjahr 2013

GESCHÄFTSVERLAUF IM JAHR 2013

Der Vorstand der KUKA AG legte auf der Bilanzpressekonferenz am 26. März 2014 in München den Jahresabschluss 2013 des KUKA Konzerns vor und erläuterte die Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. 

KUKA konnte in 2013 an die Erfolge des Rekordjahres 2012 anknüpfen. Aufgrund des weltweit anhaltenden Trends nach roboterbasierter Automation, blieben die Auftragseingänge des KUKA Konzerns im Geschäftsjahr 2013 nahezu unverändert auf stabil hohem Niveau. Durch das hohe Auftragsvolumen verbesserten sich auch die Umsatzerlöse. Die Zielwerte der Guidance 2013 mit Umsatzerlösen in Höhe von 1,8 Mrd. € und einer EBIT-Marge von mindestens 6,5 % wurden erfüllt.

„Wir haben KUKA auch im Jahr 2013 weiter strategisch darauf ausgerichtet, den Trend der Automatisierung mitzubestimmen: Wir haben durch den Kauf von Utica in den USA unser Produktportfolio erweitert, in China ein neues Werk eröffnet und eine Kooperation mit Siemens geschlossen“, sagte Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG.

WIRTSCHAFTLICHE KENNZAHLEN DES GESCHÄFTSJAHRES 2013:

Die Auftragseingänge erreichten im Konzern einen Wert von 1.881,9 Mio. € gegenüber dem Rekordwert aus dem Vorjahr (2012: 1.889,6 Mio. €). Der Auftragseingang blieb damit auch in 2013 auf stabil hohem Niveau. Der Geschäftsbereich Robotics verbuchte Aufträge über 793,5 Mio. €. Dieser Wert lag mit 1,2 % knapp unter dem des Vorjahres (2012: 803,1 Mio. €.) Dies lässt sich vor allem auf Investitionszyklen von Modelleinführungen bei Automobilkunden zurückführen, deren Aufträge mit 318,3 Mio. € 14,2 % unter dem Vorjahreswert lagen (2012: 371,0 Mio. €). In der General Industry konnten die Auftragseingänge erneut gesteigert werden und lagen mit 330,9 Mio. € 12,2 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 294,9 Mio. €. Der Geschäftsbereich Systems erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Auftragseingang in Höhe von 1.111,6 Mio. € und lag damit um knapp 0,3 % unter dem Rekordwert aus dem Vorjahr (2012: 1.115,1 Mio. €). Systems gewann vor allem durch die Akquisition von Utica Enterprises Neukunden in Nordamerika.

Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns spiegeln die hohen Auftragseingänge der Vorquartale wider und erreichten im Jahr 2013 mit 1.774,5 Mio. € ein Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahr (2012: 1.739,2 Mio. €). Der Geschäftsbereich Robotics steigerte seine Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % auf 754,1 Mio. € (2012: 742,6 Mio. €) und erreichte damit den bisher höchsten Jahreswert. Der Geschäftsbereich Systems lag mit 1.045,9 Mio. € 2,0 % über dem Vorjahresniveau (2012: 1.025,3 Mio. €). Damit erreichte auch Systems einen neuen Rekordwert und lag zum zweiten Mal in Folge über der Schwelle von einer Milliarde Euro. Dazu beigetragen haben auch die Akquisitionen von Utica Enterprises und CMA Technology. Die Book-to-Bill-ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag mit 1,06 weiterhin über 1. Dies zeigt einen Anstieg des Auftragsbestands und folglich eine hohe Auslastung für das Geschäftsjahr 2014.

Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns stieg zum Stichtag am Jahresende 2013 um 9,0 % auf 991,6 Mio. € (31.12.2012: 909,4 Mio. €). Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 280,7 Mio. € (+12,9 %) und Systems von 714,4 Mio. € (+7,3 %).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des KUKA Konzerns konnte zum zweiten Mal in Folge die 100-Mio.-Euro-Schwelle überschreiten und stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 120,4 Mio. €. Damit steigerte der KUKA Konzern seine Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 % (2012: 109,8 Mio. €). Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns lag bei 6,8 % (2012: 6,3 %). Robotics erzielte ein EBIT in Höhe von 77,1 Mio. € und lag 3,9 % unter dem Vorjahresrekord von 80,2 Mio. €. Die EBIT-Marge von Robotics ging von 10,8 % im Geschäftsjahr  2012 leicht auf 10,2 % im Jahr 2013 zurück. Die Gründe dafür lagen hauptsächlich in den höheren Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie im Aufbau weiterer Mitarbeiter für die General Industry. Systems erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBIT von 60,8 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahrswert in Höhe von 47,7 Mio. € stieg das EBIT um 27,5 %. Die EBIT-Marge konnte von 4,7 % im Jahr 2012 auf 5,8 % im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden. Der Anstieg ist überwiegend auf verbesserte Prozessstrukturen, den Ausbau der Kompetenzzentren in Ländern mit niedrigerer Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage zurückzuführen.

Insgesamt belief sich das Ergebnis nach Steuern 2013 im KUKA Konzern auf 58,3 Mio. € (2012: 55,6 Mio. €). Damit konnte der Konzern das Ergebnis nach Steuern um 4,9 % steigern. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 1,64 € (2012) auf 1,72 € (2013). Daher schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,30 € je Aktie zu zahlen.
KUKA konnte sich durch die Platzierung einer Wandelschuldverschreibung im Februar und im Juli 2013 mit einem Volumen von insgesamt 150 Mio. € eine ausreichende Liquiditätsreserve und ein attraktives Zinsniveau sichern. Um die Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren, hat der Vorstand einen vorzeitigen Rückkauf der Unternehmensanleihe (High Yield Bond) zum 15. Mai 2014 entsprechend den Regularien der High Yield Bond-Dokumentation beschlossen und dies heute (26. März 2014) unwiderruflich durch eine Veröffentlichung an der Börse Luxemburg bekannt gegeben. Dies wird sich ab dem Geschäftsjahr 2015 positiv auf das Finanzergebnis und damit das Ergebnis nach Steuern auswirken.

Der Free Cashflow erreichte im Jahr 2013 einen Rekordwert von 95,4 Mio. € (2012: 77,1 Mio. €). Durch den hohen positiven Free Cashflow konnte die Nettoliquidität auf 146,5 Mio. € mehr als verdreifacht werden (2012: 42,8 Mio. €). Dabei ist die Finanzierungsstruktur des Konzerns weiter sehr robust und langfristig ausgerichtet.

Durch das Jahresergebnis und den Eigenkapitalanteil der Wandelschuldverschreibung stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2013 um 27,4 % auf 379,1 Mio. €. Dementsprechend erhöhte sich auch die Eigenkapitalquote; d.h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, zum Bilanzstichtag von 26,2 % auf 27,5 %.

Das Capital Employed des KUKA Konzerns ist leicht gesunken und betrug im Geschäftsjahr 2012 im Durchschnitt 339,8 Mio. € und im Jahr 2013 326,2 Mio. €. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) betrug 36,9 % (2012: 32,3 %).

Der KUKA Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele gezielt neue Mitarbeiter eingestellt, insbesondere in den USA und China. In Deutschland wurden verstärkt Fachkräfte im Bereich Forschung und Entwicklung aufgebaut. Dabei erhöhte sich die Belegschaft des Unternehmens von insgesamt 7.264 zum Jahresende 2012 auf 7.990 zum Jahresende 2013. Dies entspricht einem Anstieg von rund 10 % bzw. 726 Mitarbeitern. Der Hauptanteil des Personalaufbaus fand durch die Integration der 346 Mitarbeiter von Utica Enterprises und CMA Technology bei KUKA Systems statt. Hier stieg die Mitarbeiteranzahl im Vorjahresvergleich von 3.902 um 11,8 % auf 4.362. Bei Robotics wurde die Belegschaft von 3.180 auf 3.416 um 7,4 % aufgestockt. Der Aufbau erfolgte hier größtenteils in der Forschung und Entwicklung, im Vertrieb und Service und durch die Eröffnung des neuen Werkes in China.

AUSBLICK

Der KUKA Konzern erwartet bei dem gegenwärtigen konjunkturellen Trend positive Auswirkungen auf das Ergebnis. Unter der gegenwärtigen Konjunkturprognose des IWF erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2014 eine verstärkte Nachfrage vor allem aus den Regionen Amerika und Asien und dabei insbesondere aus China.

Auf dieser Basis erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse zwischen 1,9 und 2,0 Mrd. € und damit eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2013. Dazu trägt auch die Akquisition der Reis-Gruppe bei. Es ist zu erwarten, dass die Umsätze sowohl in der General Industry als auch in der Automobilindustrie steigen.
Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und vor allem aufgrund von Ergebnisbelastungen aus der erstmalig einbezogenen Reis-Gruppe erwartet der KUKA Konzern im Geschäftsjahr 2014 eine EBIT-Marge von rund 6,0 %. 

Dr. Till Reuter: „Wir haben für das Geschäftsjahr 2014 Kosten zur organisatorischen Einbindung und Restrukturierung der Reis-Gruppe eingeplant, die sich in den folgenden Jahren in einem positiven Wertbeitrag rechnen werden. Insgesamt haben wir durch Reis weitere Branchen der General Industry erschlossen, unsere Präsenz in China verstärkt und eigene Forschungs- und Entwicklungs-Kapazitäten erweitert.“

Wir nutzen Cookies, um Ihnen auch online den besten Service zu bieten. Mehr erfahren.

Okay