Handgeschrieben - KUKA Roboter schreibt Tora

Im jüdischen Museum Berlin schreibt seit dem 10. Juli 2014 ein KUKA Roboter die Tora in menschlicher Geschwindigkeit

18. Juli 2014

Die Künstlergruppe robotlab, welche häufig Industrieroboter für Performances im öffentlichen Raum einsetzt, beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Das Schreiben der Tora auf menschliche Art und Weise verknüpft jahrhundertealte, traditionelle Kulturgeschichte/-techniken mit moderner Automatisierung.

Der KUKA Roboter vom Typ KR 16-2, der aufgrund seiner Vielseitigkeit und Flexibilität meist in der verarbeitenden Industrie eingesetzt wird, zeichnet die insgesamt 304.805 hebräischen Buchstaben auf eine rund 80 Meter lange Papierrolle.

Ausgestattet mit Schreibfeder und Tinte greift er dabei nicht auf digitale Drucktechniken zurück, sondern eignet sich die menschliche Schreibweise an und schreibt die Tora in menschlicher Geschwindigkeit.

Traditionell wird die Tora von einem eigens dafür ausgebildeten Schreiber, dem sogenannten Sofer erstellt.

Dieser stellt auch die Heiligkeit der Schrift sicher, indem er vor dem Schreiben jüdische Gesetze und Literatur studiert, während das robotergefertigte Schriftstück nicht koscher ist und somit auch nicht für die Verwendung im Gottesdienst geeignet ist, da die Entstehung nicht den Anforderungen der jüdischen Religionsgesetzen entspricht.

Zu sehen ist der Roboter noch bis zum 11. Januar 2015 im jüdischen Museum in Berlin.

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