Motek 2014: Sensitiv gesteuerte Montage- und Fertigungslösungen

KUKA Systems zeigt Anwendungen der mobilen Roboterapplikation KUKA flexFELLOW

25. August 2014

Augsburg | Stuttgart, August 2014 – Die KUKA Systems GmbH präsentiert auf der diesjährigen Automationsfachmesse Motek vom 6. bis 9. Oktober in Stuttgart ihr Leistungsspektrum für die automatisierte Produktion von morgen: In Halle 7/Stand 7214 wird der Anlagenspezialist seine Applikationen und Lösungen im Bereich Mensch-Roboter-Kollaboration basierend auf dem KUKA flexFELLOW und dem Leichtbauroboter LBR iiwa vorstellen.

Das Aussehen von Fabriken und Produktionen wird sich in Zukunft gravierend verändern. Mit dieser Entwicklung im Blick bietet KUKA Systems je nach Kunden- und Prozessanforderung die richtige Gesamtlösung, von der Vollautomatisierung bis hin zur direkten Kollaboration von Mensch und Roboter. Eine zentrale Komponente – und Fokus der diesjährigen Fachmesse Motek – ist dabei die von KUKA Systems entwickelte Plattform KUKA flexFELLOW. Die ortsflexible Robotereinheit basiert auf dem Leichtbauroboter LBR iiwa und lässt sich innerhalb kürzester Zeit manuell an ihren Einsatzort fahren und dort in Betrieb nehmen. Als Produktionsassistent agiert der KUKA flexFELLOW ohne Schutzzaun im unmittelbaren Umfeld des Werkers. Damit eignet er sich für die spontane Automatisierung bei Spitzenauslastungen oder Ressourcenengpässen.

„In Zukunft wird die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) zur Normalität werden“, ist sich Frank Klingemann, Geschäftsführer der KUKA Systems GmbH, sicher. „Neben der Vollautomatisierung mit Industrierobotern wird es immer mehr Prozesse geben, bei denen eine flexible Lösung mit einem sensitiven Roboter die wirtschaftlich rentablere Option darstellt. Wandlungsfähige Montagesysteme werden den KUKA flexFELLOW je nach Auslastung mit mehr oder weniger Robotern oder Werkern kombinieren.“

Anwendung in der Praxis

Interessierte Besucher können sich am KUKA-Stand von den besonderen Eigenschaften des KUKA flexFELLOW überzeugen. In mehreren Applikationen führt er Aufgaben aus, wie sie unter anderem in der Automobilbranche typisch sind: beispielsweise setzt er mit einem Spezialendeffektor an einer Fahrzeugkarosserie in für den Menschen unergonomischen Positionen selbständig Kunststoffstopfen zum abdichten der Karosserie. Zur Vermessung von Spaltmaßen kann er die optische Qualitätsinspektion übernehmen und setzt in einer Montagestation Dichthülsen in ein Fahrzeuggetriebe. Mit dem Automationskonzept basierend auf mobilen Robotereinheiten lassen sich feinfühlige und komplexe Montageaufgaben wirtschaftlich automatisieren. Als autark arbeitende Zelle kann der KUKA flexFELLOW an jeder geeigneten Produktionsstation im Unternehmen die Kapazitäten ausgleichen oder Werker zeitweise vertreten.

Ganzheitliches MRK-gerechtes Produktionskonzept im Fokus

Schutzzaunlose Anwendungen bedeuten ganz neue Möglichkeiten in der modernen Fabrik, aber auch neue Rahmenbedingungen. Für eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) reicht ein geeigneter Roboter allein nicht aus. „Unser Ziel ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen MRK-gerechten Produktionskonzepts. Das MRK-Engineering und MRK-gerechte Gesamtlösungen beeinflussen die Gestaltung der Fabriken und die Produktion der Zukunft“, stellt Frank Klingemann klar. Dafür baut KUKA Systems unter anderem eine umfassende Datenbank für Komponenten und Peripherie auf, die sich für die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter eignen. Berechnungen auf Basis dieser Daten sollen künftig helfen, Anwendungen sicher, wirtschaftlich und MRK-gerecht zu gestalten – und damit die Voraussetzung für die wandlungsfähige Fabrik der Zukunft schaffen.

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