Roboter tanzen Ballett

An meterlangen Karbonstäben sausen sie durch den Raum: William Forsythes „Black Flags“

5. Dezember 2014

An meterlangen Karbonstäben sausen sie durch den Raum: William Forsythes „Black Flags“. Der als Choreograph bekannte US-Künstler widmet sich in seiner aktuellen Ausstellung neuen Darstellungsformen. Im Mittelpunkt der Schau stehen zwei schwarz lackierte KUKA Roboter der KR QUANTEC Serie. Nebeneinander platziert lassen sie die großen schwarzen Flaggen durch den White Cube des Dresdener Lipsiusbaus tanzen.  Es ist bereits die zweite Ausstellung des als Choreograph bekannten US-Künstlers in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig

Die Fahnen bewegen sich parallel, entfernen sich voneinander, um sich anschließend wieder übereinander zu legen. Die 20-minütige Choreographie des automatisierten Balletts zieht Besucher der Schau in ihren Bann. „Der Begriff Choreographie ist reich, Bewegung existiert nicht nur auf der Bühne und im Körper“, sagte Forsythe, einer der bedeutendsten Choreographen des Modernen Tanzes. Dabei vermischen sich die sonst aus der Industrie bekannten Geräusche der Sechsachser mit dem harmonischen Wehen der Stoffe. Eine Installation, die – so Forsythe – „unheimlich und wunderbar“ zugleich erscheint.

Forsythe hat in den vergangenen Jahren bereits häufiger in Kunstkontexten ausgestellt. "Dies hier ist seine härteste und beste Arbeit", sagte Generaldirektor Hartwig Fischer bei der Eröffnung der Ausstellung. „Black Flags“ ist noch bis zum 11. Januar 2015 in Dresden zu sehen. Die Ausstellung ist Teil einer langfristigen Kooperation zwischen William Forsythe und den SKD. Neben den wehenden Fahnen sind auch zwei Videos, die andere Formen und Mittel der Bewegung zeigen, Teil der Schau.

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