KUKA weiter auf Wachstumskurs

KUKA hat im Geschäftsjahr 2014 die Kennzahlen des Vorjahres deutlich übertroffen.

25. März 2015

  • Guidance 2014 voll erfüllt
  • Auftragseingang mit 2,2, Mrd. € erstmals über 2 Mrd. €, Umsatzerlöse stiegen auf 2,1 Mrd. € (+18,1 Prozent)
  • EBITDA stieg auf 184,9 Mio. € (+16,7 Prozent), EBIT-Marge bei 6,8 Prozent (konstant)
  • Dividendenvorschlag von 0,40 € je Aktie (Vorjahr 0,30 € je Aktie)
  • Integration von Swisslog schreitet voran
  • Ziele 2015: Umsatz rund 2,8 Mrd. € und EBIT-Marge rund 5,5% vor Kaufpreisallokation
  • Ziele 2020: Umsatz 4 – 4,5 Mrd. und EBIT-Marge über 7,5 Prozent

 KUKA hat im Geschäftsjahr 2014 die Kennzahlen des Vorjahres deutlich übertroffen. Aufgrund der weltweit starken Nachfrage nach Robotern und Automatisierungslösungen legten Auftragseingang, Umsätze sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) jeweils mit zweistelligen prozentualen Wachstumsraten zu. Die für das Jahr 2014 gegebene Guidance erfüllte der Konzern voll: Der Umsatz lag mit rund 2,1 Mrd. € über dem Zielwert von rund 2,0 Mrd. €. Auch die EBIT-Marge lag mit 6,8 Prozent über den angekündigten rund 6,5 Prozent. 

General-Industry-Geschäft auf über 50 Prozent ausgebaut

„Wir haben im Jahr 2014 nicht nur hervorragende Ergebnisse erzielt, sondern auch strategisch wichtige Weichen gestellt: Durch die Akquisition von Reis und Alema und den Kauf von Swisslog haben wir uns weiter diversifiziert, Zugänge zu neuen Märkten geschaffen und unser General-Industry-Geschäft auf über 50 Prozent des Umsatzes ausgebaut. Wir haben weiter intensiv in Forschung und Entwicklung investiert und somit unsere Innovationskraft gesteigert. Damit sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt.“, sagte Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG. 

Auftragsplus durch Akquisitionen und organisches Wachstum

Die Auftragseingänge erreichten 2.229,0 Mio. € und übertrafen damit den Vorjahreswert deutlich (2013: 1.881,9 Mio. €). Zum organischen Wachstum trugen beide Geschäftsbereiche bei. Robotics verbuchte Auftragseingänge von 805,5 Mio. €. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 793,5 Mio. €. Systems steigerte die Auftragseingänge auf 1.456,0 Mio. € (2013: 1.111,6 Mio. €). Starke Nachfrage verzeichnete Systems vor allem aus der nordamerikanischen Automobilindustrie, aber auch von führenden Automobilherstellern aus Deutschland, China und Brasilien. Bedeutende Aufträge gewann der Geschäftsbereich auch im Flugzeugbau. 

Steigerung der Umsätze 

Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt 2.095,7 Mio. €. Damit wurde der Vorjahreswert deutlich um 18,1 Prozent übertroffen (2013: 1.774,5 Mio. €). Die akquirierten Unternehmen Reis Gruppe und Alema trugen 135,8 Mio. € zum Umsatz bei, so dass auch organisch mit 1.959,9 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Dies entspricht einem organischen Plus von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Robotics steigerte seine Umsatzerlöse um 10,7 Prozent auf 834,6 Mio. € (2013: 754,1 Mio. €). Der Geschäftsbereich Systems erhöhte seine Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 von 1.045,9 in 2013 auf 1.285,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 22,9 Prozent. Systems erzielte damit zum dritten Mal in Folge mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Hierin ist der Umsatzanteil der akquirierten Unternehmen Reis Gruppe und Alema mit 135,8 Mio. € enthalten. Organisch steigerte Systems seine Umsatzerlöse auf 1.149,8 Mio. €.

Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag zum Jahresende im Konzern mit 1,06 wie im Vorjahr über 1 und signalisiert damit eine gute Auslastung.

Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2014 einen
Wert von 1.702,5 Mio. €. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres entspricht dies einer Steigerung um 71,7 Prozent (31. Dezember 2013: 991,6 Mio. €). Die Unternehmenserwerbe steuerten insgesamt 642,6 Mio. € bei. Darin enthalten ist auch Swisslog aufgrund der Erstkonsolidierung zum 31.12.2014. Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 241,5 Mio. € (31. Dezember 2013: 280,7 Mio. €). Der Auftragsbestand von Systems stieg deutlich auf 955,4 Mio. € (Vorjahreswert: 714,4 Mio. €).

EBIT-Marge trotz Akquisitionen auf Vorjahresniveau

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern überstieg zum dritten Mal in Folge die 100-Millionen-€-Schwelle. Es erhöhte sich im Berichtsjahr um 17,9 Prozent auf 142,0 Mio. € (2013: 120,4 Mio. €). Die EBIT-Marge im Konzern lag trotz der Akquisitionen und damit verbundenen Restrukturierungs¬aufwendungen bei Reis mit 6,8 Prozent auf Vorjahresniveau. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 auf 184,9 Mio. € (2013: 158,4 Mio. €). Robotics übertraf mit einem EBIT von 89,5 Mio. € das Vorjahresniveau von 77,1 Mio. € deutlich. Die EBIT-Marge lag mit 10,7 Prozent ebenfalls über dem Vorjahr (2013: 10,2 Prozent). Das EBITDA von Robotics erhöhte sich von 101,9 Mio. € im Jahr 2013 auf den neuen Rekordwert von 112,0 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge erreichte mit 13,4 Prozent fast das Vorjahresniveau. KUKA Systems erwirtschaftete 2014 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. € (2013: 60,8 Mio. €) Die EBIT-Marge betrug 6,2 Prozent – ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Akquisitionen betrug die EBIT-Marge von Systems sogar 7,6 Prozent. Dieser Anstieg ist überwiegend auf verbesserte Prozessstrukturen, den Ausbau der Kompetenzzentren in Ländern mit niedrigerer Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung zurückzuführen. Das EBITDA von Systems erhöhte sich von 71,0 Mio. € im Jahr 2013 auf 97,4 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge stieg von 6,8 Prozent im Jahr 2013 auf 7,6 Prozent im Jahr 2014.

Ergebnis nach Steuern deutlich gesteigert

Auf Konzernebene erreichte KUKA ein Ergebnis nach Steuern von 68,1 Mio. € (2013: 58,3 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von 16,8 Prozent. Bereinigt um den Einmalaufwand aus dem vorzeitigen Rückkauf des High Yield Bonds von ca. 18 Mio. € wäre das Ergebnis nach Steuern auf über 80 Mio. € angestiegen (+38 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 1,72 € (2013) auf 1,99 € (2014). Daher schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,40 € je Aktie zu zahlen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Erhöhung um 33,3 Prozent.

Der Free Cashflow war im Berichtsjahr durch die Unternehmensakquisitionen, vor allem den Erwerb von Swisslog beeinflusst und erreichte einen negativen Wert von -198,5 Mio. € (2013: 95,4 Mio. €). Bereinigt um die Effekte aus den Akquisitionen ergibt sich für 2014 organisch ein positiver Free Cashflow in Höhe von 89,8 Mio. €.

Vor allem durch die Kapitalerhöhung, den Jahresüberschuss und Unterschiede aus der Währungsumrechnung erhöhte sich das Eigenkapital per 31. Dezember 2014 um 42,7 Prozent auf 541,1 Mio. €. Damit stieg das Eigenkapital proportional zur Bilanzsumme. Dies führt zu einer annähernd konstanten Eigenkapitalquote von 27,3 Prozent (2013: 27,5 Prozent).

Mitarbeiterzuwachs durch Akquisitionen und organisches Wachstum

Durch die Unternehmenserwerbe von Reis, Alema und Swisslog hat sich die Belegschaft im KUKA Konzern deutlich vergrößert. Zusätzlich stiegen die Mitarbeiterzahlen aufgrund von Neueinstellungen vor allem in China, Nordamerika und Deutschland. Zum Jahresende 2014 beschäftige der Konzern insgesamt 12.102 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anstieg um 51,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 7.990. Rund 85 Prozent der neuen Mitarbeiter sind in den akquirierten Unternehmen Swisslog (2.369 Mitarbeiter), Reis (1.032 Mitarbeiter) und Alema (87 Mitarbeiter) tätig. 

Erwartetes Umsatzwachstum durch Swisslog-Konsolidierung und organische Zuwächse

Der KUKA Konzern erwartet bei dem gegenwärtigen konjunkturellen Trend positive Auswirkungen auf den Umsatz. Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2015 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt relativ stabil bis leicht steigend entwickeln.

Auf dieser Basis erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von rund 2,8 Mrd. €. Zusätzlich sollten die beiden Kundensegmente – General Industry und Automotive – sowie die Kernregionen China und Nordamerika positiv zur Umsatzentwicklung beitragen.  EBITDA sollte sich in 2015 auf über EUR 200 Mio. verbessern. Die EBIT-Marge sollte im laufenden Geschäftsjahr 2015 durch Wachstumsinvestitionen in neue Branchen, globale Prozess- und IT-Strukturen, in den chinesischen Markt als auch durch Integrations- und Restrukturierungskosten für Swisslog belastet werden. Der Konzern geht davon aus, eine EBIT-Marge von rund 5,5 Prozent vor Kaufpreisallokation im Zuge der Swisslog-Akquisition zu erreichen. KUKA zielt auf eine schnelle Integration von Swisslog im KUKA Konzern. Die anvisierte EBIT-Marge wird sich von 5,5 Prozent auf voraussichtlich 3,5 Prozent durch eine reguläre Abschreibung von aufgedeckten Vermögenswerten in Höhe von ca. EUR 60 Mio. aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslog Holding AG reduzieren.
KUKA wird vom globalen Trend der Automatisierung profitieren und erwartet insbesondere im Bereich Produktion und Logistik starke Impulse und Wachstum. Des Weiteren gibt der Vorstand erstmals einen Ausblick über einen 5-Jahreszeitraum, wonach er für das Geschäftsjahr 2020 einen konzernweiten Umsatz in der Größenordnung von EUR 4 bis 4,5 Mrd. und eine EBIT-Marge von über 7,5 PROZENT erwartet.


Für 2015 haben wir uns drei Kernziele gesteckt: Wir  wollen mit der Integration von Swisslog unser General-Industry-Geschäft weiter ausbauen, unsere  globale Präsenz weiter stärken und unsere innovativen Technologien weiterentwickeln, um so die Fabrik der Zukunft mitzugestalten.

Dr. Till Reuter, CEO KUKA AG

Kennzahlen KUKA Konzern

Kennzahlen KUKA Robotics

Kennzahlen KUKA Systems

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