KUKA Innovation Award 2016

Der Startschuss für den internationalen Wettbewerb um den KUKA Innovation Award 2016 ist gefallen. In diesem Jahr läuft die Ausschreibung unter dem Titel „Flexible Manufacturing Challenge“. Seit Mitte August können sich Forscher- und Entwicklerteams aus aller Welt für den mit 20.000 Euro dotierten Preis bei KUKA bewerben. Die Anmeldefrist endet am 16. Oktober 2015.

27. August 2015

KUKA, der Spezialist für roboterbasierte Automatisierungslösungen, rückt bei seiner diesjährigen Ausschreibung die flexible Fertigung in den Fokus. Denn die Fabrik der Zukunft muss sich für die wachsenden Anforderungen rüsten, die sich durch die steigende Variantenvielfalt bei gleichzeitig sinkenden Stückzahlen ergeben. Hierfür sind wandlungsfähige Produktionsanlagen notwendig sowie die stetige Kommunikation zwischen den beteiligten Systemen, die sich auf Basis der ausgetauschten Daten selbst organisieren. Dies sind wichtige Eigenschaften von Industrie 4.0.
 

WELCHE AUFGABE STELLT KUKA AN DIE BEWERBER?

Aufgabe der Bewerber ist es, eine innovative Roboterapplikation zu entwickeln, die an den Erfordernissen einer flexiblen Fertigung ausgerichtet ist. Die entwickelte Anwendung soll in einer realitätstreuen Arbeitsumgebung gezeigt werden und den Menschen in direkter Zusammenarbeit bei einer realistischen Aufgabe unterstützen. Um eine faire Vergleichbarkeit der Innovationen zu ermöglichen, sollen die Entwicklungen auf einem KUKA LBR iiwa realisiert werden, dem sensitiven Leichtbauroboter für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration. Zusätzlich stellt der Roboterbauer den Teilnehmern einen KUKA flexFellow zur Verfügung – eine ortsflexible Robotereinheit, auf welche der LBR iiwa montiert wird. Der flexFellow kann bei Auslastungsspitzen und Ressourcenengpässen innerhalb kürzester Zeit am benötigten Ort in Betrieb genommen werden und die gewünschten Produktionsschritte übernehmen.
Interessierte Forscher und Entwickler können bis zum 16. Oktober 2015 ihre Bewerbung bei KUKA einreichen.
 

FINALE AUF DER HANNOVER MESSE IM APRIL 2016

Die internationale Jury wird am 26. Oktober 2015 die Finalisten bekanntgeben, die ihre Entwicklungen in den darauf folgenden sechs Monaten auf den LBR iiwa übertragen und perfektionieren werden. Auf der Hannover Messe im April 2016 werden die Finalisten ihre Applikationen dem Fachpublikum sowie der Experten-Jury präsentieren. Die feierliche Preisverleihung wird ebenfalls im Rahmen der Messe auf dem KUKA Stand stattfinden.
 

ÜBER DEN KUKA INNOVATION AWARD

KUKA hat den Wettbewerb ins Leben gerufen, um Innovationen im Bereich der roboterbasierten Automatisierung voranzutreiben und den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Industrie zu fördern.

Der Award wurde erstmals im Rahmen der Automatica 2014 verliehen und fokussierte das Thema mobile Manipulation. Das Siegerteam der Universität Zürich zeigte in seiner Applikation die Zusammenarbeit eines Quadrocopters mit dem am Boden fahrenden KUKA youBot. Dabei flog der mit einer Kamera ausgestattete Quadrocopter autonom ein bestimmtes Gebiet ab, erstellte eine Karte davon und übermittelte die Informationen an den youBot.

Auf der diesjährigen Hannover Messe ging der Preis an ein italienisches Forscherteam. In der gezeigten Anwendung bewegte der Mensch mithilfe des sensorgeführten Exoskeletts, durch das die Gelenkwinkel von Schulter und Ellbogen erkannt werden, den Leichtbauroboter LBR iiwa wie seinen eigenen Arm. Andersherum gaben die Motoren des Exoskeletts die Kräfte wieder, die durch die Interaktion des LBR iiwa mit seiner Umwelt entstanden. Damit lassen sich Telepräsenz- und Rehabilitations-Anwendungen realisieren. Die Mensch-Roboter-Kollaboration bildete den Schwerpunkt des KUKA Innovation Award 2015.

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