Verleihung des dritten KUKA Innovation Award

Augsburg/Hannover, 26.April 2016 - Auszeichnung für herausragende Roboter-Innovationen: Zum dritten Mal verleiht der Augsburger Automatisierungsspezialist KUKA auf der Hannover Messe den renommierten KUKA Innovation Award an Forscherteams.

26. April 2016

Am 28. April um 10 Uhr überreicht Dr. Bernd Liepert, KUKA Chief Innovation Officer, den mit 20.000 Euro dotierten Preis. Während der gesamten Messe präsentieren die sechs Finalisten in Halle 17 direkt neben dem KUKA Stand ihre Ergebnisse zum Thema „Flexible Manufacturing“, am Ende kürt eine Fachjury den Sieger des Wettbewerbs. 

„Die Teilnehmer präsentieren sich auf der größten Industriemesse der Welt vor einem großen, internationalen Fachpublikum und zeigen mit unseren Robotern, was sie können“, sagt Dr. Rainer Bischoff, Leiter der KUKA Konzernforschung. Bereits Ende Oktober wählte eine internationale Fachjury unter 25 Bewerbungen aus aller Welt die besten sechs Teams. Die Finalisten hatten ein halbes Jahr Zeit, um mit Hilfe von KUKA Technologien spannende Projekte zu realisieren. 

In diesem Jahr waren die Bewerber aufgerufen, auf Basis des KUKA flexFELLOW einen intelligenten und universell einsetzbaren Helfer für die Produktion zu entwickeln, der Arbeiter bei ihrer täglichen Tätigkeit unterstützen kann. Der flexFELLOW ist eine mobile Plattform, auf die ein sensitiver KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa montiert ist. Die Plattform kann innerhalb kürzester Zeit von Hand an ihren Einsatzort geschoben und dort in kürzester Zeit in Betrieb genommen werden.

Die Finalisten 2016

  • Belgische Forscher der Universität Leuven haben sich auf flexible einsetzbare Handhabungsfunktionen für eine innovative und sichere Mensch-Roboter-Kollaboration spezialisiert
  • Die MRK Systeme GmbH aus Augsburg wird mit Hilfe des LBR iiwa und des flexFELLOW sicheres Greifen aus einer Kiste und Handhaben von schweren Teilen demonstrieren. 
  • Wissenschaftler der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen zeigen einen dynamischen und interaktiven Roboterassistenten für neuartige Anwendungen im Baugewerbe.
  • Von der US-amerikanischen John Hopkins University wird ein intelligenter Produktionsassistent für variantenreiche Fertigung entwickelt.
  • Eine Forschungsgruppe der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg entwickelt Funktionalitäten zur leichten Programmierung und robusten Montage auf Basis von Bildverarbeitung.
  • Der sechste Finalist von der TU Dresden wird schließlich neuartige Interaktionsmethoden zwischen Anwender und Roboter auf Basis von Wearables demonstrieren.

Zur Geschichte des KUKA Innovation Award

Mit dem Wissenschaftspreis fördert KUKA Innovationen und den Transfer von Technologien in die Industrie. Seit vielen Jahren arbeitet KUKA eng mit Partnern aus den Bereichen Hochschule, Forschung und Entwicklung auf der ganzen Welt zusammen. Der KUKA Innovation Award ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde zum ersten Mal im Rahmen der AUTOMATICA 2014 verliehen. Die Finalisten erhalten kostenlosen Zugang zur neuesten Roboter-Systemen von KUKA und präsentieren ihre Ergebnisse auf den wichtigsten Industriemessen.  

Die Preisträger der vergangenen Jahre

Auf der Hannover Messe 2015 ging der Award an das italienisches Forscherteam des Biorobotik Instituts der Scuola Superiore Sant’Anna, Pisa. In der Anwendung bewegte ein Mensch mithilfe eines sensorgeführten Exoskeletts, durch das die Gelenkwinkel von Schulter und Ellbogen erkannt werden, den Leichtbauroboter LBR iiwa wie seinen eigenen Arm. Die Motoren des Exoskeletts gaben die Kräfte wieder, die durch die Interaktion des LBR iiwa mit seiner Umwelt entstanden. Damit lassen sich unter anderem Rehabilitations-Anwendungen realisieren. 

Auf der AUTOMATICA 2014 zeigte das Siegerteam, die Forschergruppe "Robotics & Perception" der Universität Zürich, in seiner Applikation die Zusammenarbeit eines Quadrocopters mit einem am Boden fahrenden KUKA youBot, ein Roboter auf einer mobilen Plattform, die jederzeit in jede beliebige Richtung fahren kann. Dabei flog der Quadrocopter mit einer Kamera autonom ein bestimmtes Gebiet ab, erstellte eine Karte davon und übermittelte die Informationen an den youBot. So kommt dieser am Boden schnell zu seinem Ziel, um beispielsweise in einem Katastrophengebiet Hilfe leisten zu können.

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