KUKA ist erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet

Augsburg, 4. Mai 2016 – KUKA blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal zurück. Alle Geschäftsbereiche haben sowohl im Segment General Industry als auch im Bereich Automotive zum guten Ergebnis beigetragen.

4. Mai 2016

  • KUKA steigert Auftragseingang um 0,3% und erreicht mit 746,5 Mio. € einen neuen Rekordwert.
    • Swisslog steigert Auftragseingang um 13,9% auf 125,7 Mio. €.
  • Umsatzerlöse erreichen 629,1 Mio. € nach 719,8 Mio. € in Q1/15.
    • Stärkere Umsetzung bei größeren Projekten in den restlichen Quartalen 2016 erwartet.
  • Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation erreicht 5,4% nach 6,3% in Q1/15
    • Profitabilität durch Investitionen in Industrie 4.0, neue Produkte sowie durch die Umsatzentwicklung beeinflusst.
  • Das Ergebnis nach Steuern steigt um 36,6% auf 20,9 Mio. €.
  • Guidance 2016 wird bestätigt: Umsatz größer 3,0 Mrd. € und EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation größer 5,5%.

 

Augsburg, 4. Mai 2016 – KUKA blickt auf ein erfolgreiches erstes Quartal zurück. Alle Geschäftsbereiche haben sowohl im Segment General Industry als auch im Bereich Automotive zum guten Ergebnis beigetragen.

„KUKA ist gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet“, sagt Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG. „Wir fokussieren uns in diesem Jahr weiterhin darauf, die Digitalisierung der Fertigungsprozesse voranzutreiben. Mit der erfolgreichen Umsetzung unserer strategischen Maßnahmen im Rahmen von KUKA 2020 erwarten wir für 2016 eine positive Geschäftsentwicklung.“

Erneut Auftragseingänge in Rekordhöhe

Im ersten Quartal 2016 verzeichnete der KUKA Konzern einen Auftragseingang von 746,5 Mio. €. Damit konnte ein neuer Rekordwert im Quartal erzielt werden, der sogar das sehr starke Vorjahresquartal leicht übertraf (Q1/15: 743,9 Mio. €). 

Der Geschäftsbereich Robotics verbuchte in den ersten drei Monaten Auftragseingänge mit einem Gesamtvolumen von 241,7 Mio. €. Damit blieb der Auftragseingang, verglichen mit dem Rekordwert aus dem Vorjahr, nahezu konstant (Q1/2015: 244,1 Mio. €). Vor allem die Segmente Service und General Industry konnten im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal 2016 zulegen. Der Auftragseingang setzte sich zu 44,4% aus Aufträgen der General Industry (Q1/15: 43,0%), zu 34,7% aus Automotive (Q1/15: 38,5%) und zu 20,9% aus dem Service-Geschäft (Q1/15: 18,5%) zusammen. 

Der Geschäftsbereich Systems erreichte einen Auftragseingang von 385,5 Mio. €. Im Vergleich mit dem Vorjahreswert von 399,3 Mio. € ist dies ein Rückgang von 3,5%. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass in Q1/15 die inzwischen veräußerte HLS Gruppe und der Bereich Werkzeugbau mit zusammen 27,4 Mio. € am Auftragseingang beteiligt waren. Ohne die Berücksichtigung der beiden Gesellschaften im Vorjahr wäre der Auftragseingang von Systems in Q1/16 im Jahresvergleich um 3,7% gewachsen. Die Bereiche Aerospace und Assembly & Test entwickelten sich mit zweistelligem Wachstum besonders gut. 

Der Geschäftsbereich Swisslog steigerte seine Auftragseingänge im ersten Quartal 2016 um fast 14% auf 125,7 Mio. € (Q1/15: 110,4 Mio. €). Treiber des Anstiegs war das Segment Logistik, das deutlich zweistellig gewachsen ist.

Umsatzentwicklung – Umsetzung von größeren Projekten in Folgequartalen

Im ersten Quartal 2016 erwirtschaftete der KUKA Konzern Umsatzerlöse von insgesamt 629,1 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ist dies ein Rückgang von 12,6% (Q1/15: 719,8 Mio. €). Dies liegt vornehmlich daran, dass Kunden größere Aufträge in diesem Jahr tendenziell in späteren Quartalen abrufen und umsetzen werden. 

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics erreichten einen Wert von 210,4 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Rückgang von 10,5% (Q1/15: 235,0 Mio. €). Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Segment Automotive im Vorjahr davon profitiert hat, dass Kunden eine große Anzahl aus Rahmenverträgen abgerufen haben. Hinsichtlich der Umsatzerlöse verzeichnete das Segment Service einen deutlichen Anstieg, während das Segment General Industry im Jahresvergleich nahezu das gleiche Niveau hielt. 

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Systems lagen mit 291,9 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahresquartal (Q1/15: 349,9 Mio. €), was einem Rückgang von 16,6% entspricht. Auch hier ist mehr als 40% des Rückgangs auf den Verkauf der HLS Gruppe und des Bereichs Werkzeugbau zurückzuführen. Darüber hinaus ist auch der spätere Umsetzungszeitpunkt von großen Projekten nach dem ersten Quartal 2016 für einen Teil des Umsatzrückgangs verantwortlich. 

Der Geschäftsbereich Swisslog erreichte einen Umsatz in Höhe von 136,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verringerte sich der Wert um 7,3% (Q1/15: 146,8 Mio. €). Der Umsatz im abgelaufenen Quartal wurde von den relativ niedrigen Auftragseingängen bis zur Jahresmitte 2015 geprägt. Zum Jahresende im vierten Quartal stiegen die Auftragseingänge von Swisslog wieder spürbar. 

Die Book-to-Bill-Ratio – d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen – hat sich positiv entwickelt. Die Kennzahl profitierte von den hohen Auftragseingängen und betrug im abgelaufenen Quartal 1,19 (Q1 /15: 1,03). 

Der Auftragsbestand des Konzerns erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 5,8% (31.12.2015: 1.639,0 Mio. €) und erreichte am 31. März 2016 einen Wert von 1.733,4 Mio. €. 

Zum 31. März 2016 betrug der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Robotics 259,6 Mio. €, ohne Berücksichtigung gewonnener Rahmenaufträge speziell im Segment Automotive. Verglichen mit dem Stichtagswert im Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 1,3% (31.03.2015: 263,1 Mio. €). 

Der Geschäftsbereich Systems verfügte zum 31. März 2016 über einen Auftragsbestand von 1.006,3 Mio. €, der damit 6,5% unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag (Q1/15: 1.075,8 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der entkonsolidierten HLS Gruppe und des Bereichs Werkzeugbau wäre der Auftragsbestand stabil geblieben. 

Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Swisslog summierte sich auf 473,4 Mio. € und lag unter dem Vorjahreswert in Höhe von 512,7 Mio. €.

Gute EBIT-Marge trotz hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung 

Der KUKA Konzern verzeichnete im ersten Quartal 2016 eine EBIT-Marge von 5,4% vor Kaufpreisallokation für Swisslog (Q1/15: 6,3%) und 5,0% nach Kaufpreisallokation (Q1/15: 3,9%). Der Rückgang der EBIT-Marge ist dabei im Wesentlichen mit Investitionen für die Weiterentwicklung von neuen Produkten, Industrie 4.0-Lösungen sowie mit der Umsatzentwicklung zu erklären. 

Im Geschäftsbereich Robotics verringerte sich die EBIT-Marge von 11,0% im ersten Quartal 2015 auf 10,1% im ersten Quartal 2016. Dies liegt vor allem an der Steigerung der Investitionen in Forschung und Entwicklung um über 50% sowie am verstärkten Mitarbeiteraufbau in China.

Die EBIT-Marge des Geschäftsbereichs Systems profitierte trotz Umsatzrückgang maßgeblich von den Vorteilen des Effizienzprogramms und erhöhte sich von 6,0% (Q1/15) auf 6,5% (Q1/16).
Im Geschäftsbereich Swisslog lag die EBIT-Marge im abgelaufenen Quartal vor Kaufpreisallokation bei 1,5% (Q1/15: 2,3%) und nach Kaufpreisallokation bei -0,5% (Q1/15: -9,6%). 

Mitarbeiter im KUKA Konzern

Am 31. März 2016 waren im KUKA Konzern 12.433 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist dies ein leichter Anstieg um 0,8% (31. März 2015: 12.331). Der Standort Augsburg zählte zum Ende des ersten Quartals 3.334 Mitarbeiter. Verglichen mit dem Vorjahresstichtag bedeutet dies einen Anstieg um 4,8% (31. März 2015: 3.182).

Ausblick 2016 – Guidance bestätigt

KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2016 einen Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €. Beide Kundensegmente – General Industry und Automotive – und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation für Swisslog erreichen zu können. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr sein.

Der vollständige Zwischenbericht zum 1. Quartal 2016 ist unter Berichte und Präsentationen abrufbar.

Kennzahlen

in Mio. €
Q1/15
Q1/16 Veränderung gesamt
Auftragseingänge 743,9  746,5  0,3%
Auftragsbestand (31.03.) 1.842,2 1.733,4 -5,9%
Umsatzerlöse 719,8
629,1
-12,6%
Bruttoergebnis vom Umsatz
158,2
176,6
11,6%

in % der Umsatzerlöse

22,0%
28,1%
-
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
28,1
31,4 11,7%

in % der Umsatzerlöse

3,9%
5,0%
-
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
59,5
48,6
-18,3%

in % der Umsatzerlöse

8,3%
7,7%
-
Ergebnis nach Steuern
15,3
20,9
36,6%
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in €
0,44
0,54
22,7%
Verwässertes Ergebnis je Aktie in €
0,42
0,54
28,6%
Investitionen
22,2
19,0
-14,4%
Eigenkapitalquote in % (31.03.)
27,7%
32,7%
-
Nettoliquidität (31.03.)
30,7
179,0
-
Mitarbeiter (31.03.)
12.331
12.433
0,8%

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