Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) in der Medizintechnik

Die Applikation „Haptic Ultrasound“ steht im Mittelpunkt des KUKA - Standes auf dem Forschungskongress Computer Assisted Radiology and Surgery (CARS). Sie bringt jedes Jahr renommierte Mediziner und Ingenieure zusammen, um sich über neue Trends und Entwicklung im medizinisch-technischen Bereich auszutauschen

17. Juni 2016

Der Fachkongress mit begleitender Ausstellung findet vom 21. bis 25. Juni 2016 in Heidelberg statt. KUKA präsentiert vor Ort die Applikation „Haptic Ultrasound“. Der Leichtbauroboter (LBR) demonstriert dabei die Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) in der Medizintechnik.

Der LBR besitzt in allen sieben Achsen integrierte, feinfühlige Gelenkmomentensensoren. Sie befähigen den Leichtbauroboter zu Kontakterkennung und programmierbarer Nachgiebigkeit. Als erster in Serie gefertigter, sensitiver Roboter ist er für die Mensch-Roboter-Kollaboration geeignet und dringt in Bereiche vor, die der Automation bislang verschlossen waren. „Wir wollen mit der Applikation zeigen, was mit unseren Robotertechnologien auch in der Medizintechnik alles möglich ist“, erklärt Axel Weber, Business Development Manager bei der KUKA Roboter GmbH.

KUKA zeigt roboterbasierte Ultraschallapplikation

Bei „Haptic Ultrasound“ handelt es sich um eine roboterbasierte Ultraschallapplikation zu Demonstrationszwecken. Der Roboterarm des LBR ist mit einer Ultraschallsonde ausgestattet und führt genau die Bewegungen aus, die der Anwender über ein haptisches Eingabesystem vorgibt. Als Modell dient dabei ein spezielles Phantom. Die Sonde liefert dann in Echtzeit Bilder, die per USB-Schnittstelle an die Monitore geliefert werden. Die Trennung von Steuerung und Roboter erlaubt die räumliche Distanz von Patient und Arzt. Die ermöglicht eine verlässliche Ferndiagnose bei Ultraschall-Untersuchungen.

Kongress-Teilnehmer können sich live von MRK überzeugen

Von MRK können sich auch die Kongressteilnehmer überzeugen. „Wir freuen uns, den Besuchern die Interaktion mit dem Roboter zu ermöglichen. Sie können dabei zum einen die Bewegungen des Roboters steuern, zum anderen spüren sie unmittelbar die Kontaktkräfte auf dem Phantom, denn die Sensorik des Roboters spielt diese Impulse per Rückkopplung an das Eingabesystem zurück“, erklärt Weber. Der maximale Druck, den der Roboter ausüben darf, ist bereits programmiert und fest vorgegeben. Damit ist sichergestellt, dass er dem Menschen nicht schaden kann. Gesteuert wird der Roboter über eine Open-Source-Software die unter anderem über die Connectivity-Schnittstellenfamilie die Daten in Echtzeit zur Verfügung stellt.

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