Pipettierroboter bei der Arbeit

Corona-Test-Roboter als unermüdlicher Mitarbeiter im Kampf gegen das Virus

Rachenabstriche von potenziellen Corona-Patienten pipettieren – das ist ein Job für Roboter. Genauer gesagt für einen LBR iiwa von KUKA, der am Bulovka-Krankenhaus in Prag das Laborpersonal unterstützt. Ohne Mundschutz, aber unermüdlich.

24. Juni 2020

Corona-Test-Roboter im Dauereinsatz gegen das Virus

Die Mitarbeiter nennen ihnen scherzhaft „Pipeťák“, zu Deutsch: Pipette. Der Spitzname des Leichtbauroboters LBR iiwa  am Prager Bulovka-Krankenhaus beschreibt recht plastisch, was die Aufgabe des Test-Roboters im Labor der Klinik ist, der dort seit Mitte März seinen Dienst versieht: Mit Hilfe einer Pipette und einer Industriewaage versetzt der Roboter Nasen-Rachen-Abstriche von Patienten mit einer Lösung, um das Erbgut des Corona-Virus nachzuweisen. Ist der Test positiv, ist der Patient mit Corona-Viren infiziert. Rund 300 bis 400 Proben durchlaufen das Labor täglich, zu Spitzenzeiten beim Ausbruch der Pandemie untersuchte das Laborpersonal bis zu 670 Proben an einem Tag.
Entnahme von Rachenabstrichen
Die Proben, die den Patienten aus dem Mund-Nasen-Rachenraum entnommen werden, untersucht das Labor des Bulovka-Krankenhaus auf das Erbgut des Corona-Virus.
Der Pipettierroboter unterstützt das Team
Die Labor-Mitarbeiter bestücken lediglich das Tablett mit den Proben, das Pipettieren übernimmt der Corona-Test-Roboter  LBR iiwa von KUKA

Der KUKA Roboter im Corona-Einsatz arbeitet sorgfältiger, als der Mensch das je könnte

Der Einsatz des Test-Roboters hat den Ablauf der Tests deutlich vereinfacht: Mittels einer Pipette versetzt der KUKA Laborroboter „Pipeťák“ die Proben der Reihe nach mit einer Chemikalie und überprüft mit seiner integrierten Industriewaage jeweils direkt im Anschluss, ob die korrekte Menge an Flüssigkeit hinzugefügt wurde. „Das Pipettieren erfordert sehr viel Sorgfalt“, sagt Lenka Richterová von der Abteilung für klinische Mikrobiologie des Krankenhauses. „Wenn der Roboter pipettiert, reduziert er das Fehlerrisiko erheblich. Der Test-Roboter führt den Prozess einwandfrei aus und erleichtert die Arbeit des Labortechnikers, der sich auf andere Schritte des Prozesses konzentrieren kann.“

Roboterarm pausenlos im Einsatz für Corona-Tests

Bis zu 700 Proben kann der KUKA Roboter im Corona-Einsatz pro Tag pipettieren, unermüdlich und ganz ohne Mundschutz. Für das Krankenhaus ist Pipeťák eine Erleichterung in doppelter Hinsicht: Das Institut für Informatik, Robotik und Kybernetik“ (CIIRC) der Technischen Universität Prag (CTU) stellt den Roboter kostenlos zur Verfügung. In nur 14 Tagen vom ersten Planungstreffen bis zum ersten Einsatz im Labor hatten Forscher und Studierende der Hochschule unter der Führung von Professor Václav Hlaváč den maschinellen Helfer konzeptioniert, mit einer Pipette und einer computergesteuerten Waage konfiguriert und auf das Pipettieren der Proben programmiert. Seit Anfang April ist der KUKA Laborroboter nun unermüdlich im Corona-Einsatz.
Der Pipettierroboter Pipetak bei der Arbeit
Probe für Probe pipettiert der Corona-Test-Roboter mit einer Chemikalie, um das Corona-Virus nachzuweisen.

Der Test-Roboter hat das Fehlerrisiko beim manuellen Pipettieren der Proben erheblich reduziert.

Lenka Richterová, Abteilung für klinische Mikrobiologie des Prager Bulovka-Krankenhauses
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