KMR iiwa in der Halle 7

KUKA Forschungskooperationen

Wir haben uns starke Partner an die Seite geholt und arbeiten eng mit Hochschulen und renommierten Instituten weltweit zusammen, um gemeinsam wegweisende Ideen im Bereich Automatisierungstechnik und Robotik umzusetzen.

Kooperationen im Fokus

euRobotics AISBL – europäische Robotervereinigung

Mit der Verbandsarbeit in der europäischen Organisation euRobotics AISBL (Association Internationale Sans But Lucratif) fördert KUKA die Forschung, Entwicklung und Innovation der Robotik sowie dessen positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Als Gründungsmitglied der Non-Profit-Organisation sind wir von Beginn an aktiv involviert und im Präsidium vertreten. Präsident der Vereinigung ist KUKA Chief Innovation Officer Dr. Bernd Liepert, Vice President Industry ist Dr. Rainer Bischoff, Leiter der Konzernforschung.

Die gemeinnützige Organisation euRobotics verfolgt das Ziel, Exzellenz und Innovation in der Robotik voranzutreiben. Dazu nutzt euRobotics das Netzwerk ihrer Mitglieder aus Industrie und Wissenschaft. So soll der Wissensaustausch mit der Robotik-Community gefördert und die Robotik der Zukunft in Europa geprägt werden.

euRobotics AISBL hat mit der Europäischen Kommission eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa vereinbart. Im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms wurden auch Ziele zur Nachhaltigkeit formuliert, zum Beispiel die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden in der Industrie.

Hier finden Sie Informationen zu euRobotics.

KMR iiwa in der Halle 7
Exzellenz und Innovation in der Robotik – das ist das Ziel der gemeinnützigen Organisation euRobotics AISBL.

SeRoNet

Die Einsatzpotenziale von Servicerobotern werden seit Jahren günstig bewertet, jedoch liegt deren Marktentwicklung noch weit hinter den Erwartungen zurück. Dies liegt an der Besonderheit des Geschäftsfelds Servicerobotik. Hier werden Roboterlösungen für mittlere Stückzahlen und unter meist sehr hohen Kosten entwickelt und sollen für mehrere Kunden auf dem Markt angeboten werden. Servicerobotik ist somit eher ein Produktgeschäft als ein Projektgeschäft. Andererseits sind die Anbieter von Servicerobotik eher mit Systemintegratoren zu vergleichen als mit Roboterherstellern in der traditionellen Industrierobotik. Die damit verbundenen technischen und finanziellen Risiken sind für die oftmals hier agierenden typischen Start-ups alleine sehr schwer zu stemmen.

Das [Se]rvice [Ro]boter [Net]work SeRoNet, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, zielt darauf ab, eine auf Wachstum angelegte, offene Plattform zu entwickeln, die die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen unterstützt. Dabei soll die bisherige Wertschöpfungskette durch ein Wertschöpfungsnetz ersetzt werden, in dem Hersteller, Systemintegratoren und Endanwender als Akteure miteinander vernetzt werden und in der Entwicklung und dem Betrieb von Servicerobotik-Systemen arbeitsteilig kooperieren.
So kann der Entwicklungsaufwand für kundenspezifische Lösungen um mindestens 50 % reduziert werden. Zudem können nicht nur Endanwender und Systemintegratoren, sondern auch Betreiber und vor allem kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) ohne bestehende Vertriebsnetzwerke von der Plattform profitieren und beispielsweise neue Märkte erschließen.

Weiter Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ziel von SeRoNet ist die Entwicklung einer offenen Plattform für kundenspezifische Lösungen.

fast robotics

Heutige drahtlose Kommunikationssysteme bleiben oft hinter den Bedürfnissen und Anforderungen aus der Industrie zurück. Sie sind beispielsweise nicht in dem geforderten Maße echtzeitfähig oder nicht dazu in der Lage, dynamisch Teilnehmer in das Kommunkations-Funknetzwerk aufzunehmen und dabei Dienstgüten („Quality of Service“) wie Durchsatzrate, Antwortzeit und Ausfallsicherheit zu garantieren. Dies ist insbesondere wichtig, wenn sich in Zukunft mobile Roboter untereinander und mit anderen stationären Aktoren und Sensoren dynamisch zu kooperativen Arbeitsverbänden zusammenschließen.

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „fast robotics“ arbeiten wir deshalb über einen Zeitraum von drei Jahren zusammen mit den innovativen mittelständischen Unternehmen O&O und R3Coms, dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung sowie der Technischen Universität Dresden an der Entwicklung eines innovativen Steuerungskonzepts, mit dem Roboter nicht nur untereinander, sondern auch mit fest in ihrer Einsatzumgebung installierten Sensoren und mit mobilen Endgeräten verlässlich drahtlos kommunizieren können.

So sollen sowohl mobile als auch stationäre Roboter mittels einer Mobilfunk-Infrastruktur in Echtzeit überwacht, lokalisiert, konfiguriert und gesteuert werden. Auch Cloud-Dienste werden genutzt, um die Integration weiterer Sensoren und Komponenten zu vereinfachen. Ziel ist es, durch die intelligente Vernetzung der Roboter untereinander sowie mit ihrer Umwelt dem Menschen ein Mehr an Flexibilität und Funktionalität bereitzustellen und ihn von monotonen, körperlich anstrengenden Arbeiten zu entlasten und ihm ein produktives Arbeiten zu ermöglichen.

Weiter Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Schnelle, drahtlose Kommunikation zwischen Robotern und Sensoren: Das ist das Ziel des Projekts "fast robotics".

Robotics Enabling Fully-Integrated Logistics Lines for Supermarkets – REFILLS

Moderne Automatisierung in Einzelhandelsgeschäften wie Supermärkten ist – abgesehen von einfachen Müllpressanlagen oder Flaschenpfand-Automaten – kaum vorhanden. Das EU geförderte Forschungsprojekt REFILLS will das ändern. Gemeinsam mit namhaften Partnern aus der Robotik arbeiten KUKA und SWISSLOG an einer Robotik-Lösung zur Automatisierung von vier klassischen Logistikschritten, die sich in nahezu jeder Einzelhandelsfiliale finden.

Zum Einsatz kommt ein mobiles Robotersystem mit Eigenschaften eines Baukastensystems. Die zentrale Einheit, ein flacher Transport-Carrier, kann sich mit unterschiedlichen weiteren Robotermodulen koppeln und diese Logistikschritte bearbeiten. 

Nach dem initialen Scannen des Warenbestandes und dem Speichern von Produktdaten können ankommende Waren in Produktkategorien vorsortiert und portionsweise zu den entsprechenden Regalen befördert werden. Das anschließende Befüllen des Regals wird im ersten Schritt mit einem kollaborierenden Robotersystem gelöst. Überschüssige Waren werden autonom in das Warenlager zurückgeführt. Von dort aus wird im letzten Schritt der REFILL(s)-Vorgang, das Nachfüllen, ausgeführt.

Robotics Enabling Fully-Integrated Logistics Lines for Supermarkets – REFILLS
REFILLS - eine Robotik-Lösung für klassische Logistikschritte in Einzelhandelsfilialen.

MURAB

Das EU-Forschungsprojekt MURAB setzt sich für eine bessere Krebsdiagnostik ein. Ziel ist es, mit Unterstützung durch den KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa die Präzision und Effektivität von Biopsien zu verbessern.  So können mittels Robotertechnologie teure Magnetresonanztomographien reduziert und durch ebenso präzise Robotertechniken ersetzt werden.

Murab Logo
Bei MURAB geht es um den Einsatz von Robotern in der Krebsdiagnostik.

InRehaRob

InRehaRob wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und soll erstmalig ein selbstadaptierendes, robotisches Assistenzsystem für die Rehabilitation schaffen. Ziel ist es, Patienten, die beispielsweise einen Schlaganfall erlitten haben, individuell zu therapieren und ihnen das selbstständige Üben von Bewegungen zu ermöglichen.

Mit dem LBR Med ist nicht nur eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) möglich; seine Anpassungsfähigkeit hilft auch dabei, sich auf individuelle Patientenbedürfnisse einzustellen. In Zusammenarbeit mit medizinischen Partnern wird deshalb an einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept unter Berücksichtigung von technischen, medizinischen und regulatorischen Aspekten geforscht und die Anforderungen an dieses festgelegt. Des Weiteren entwickelt KUKA im Rahmen dieses Projekts speziell für den Einsatz im Bereich der Rehabilitation Schnittstellen, die es Systemintegratoren und Medizinproduktherstellern ermöglichen, den LBR Med leichter in ihre Lösungen zu integrieren.

Weiter Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Individuelle Therapie für Patienten mithilfe des LBR med: InRehaRob. 

Weitere Forschungkooperationen von KUKA

ProDok 4.0

Mit dem vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt ProDok 4.0 soll eine digitale Lösung für die mobile, cloudbasierte Dokumentation von Maschinen in komplexen Industrieprozessen gefunden werden.

So soll das Projekt dabei helfen, die Möglichkeiten des digitalen Wandels zu nutzen. Ein mobiles und prozessorientiertes Dokumentationssystem wie ProDok 4.0 kann die Bedienung und Wartung von Maschinen vereinfachen und Maschinenbauern so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

KUKA untersucht im Rahmen des Projekts, wie die Ursachen von Problemen bei der Entwicklung sensitiver Roboterapplikationen durch Datenanalyse und maschinellen Lernverfahren erkannt werden können. Anschließend werden Dokumentationen über die KUKA-eigene Wissensdatenbank Xpert@work zur Verfügung gestellt werden.

ProDok 4.0 sucht nach einer Lösung für mobile Dokumentation von Maschinen.

RockEU2

Drei Jahre lang, von 2013 bis 2016, lief die europäische Koordinierungsmaßnahme RockEU2. Ihr Ziel: Eine starke europäische Roboter-Community aufbauen. Das ist mit der Bildung der europäischen Robotervereinigung euRobotics aisbl gelungen.

Der Nachfolger RockEU2, der ebenfalls von der Europäischen Kommission gefördert wird, baut nun auf diesen Erfolgen auf.

 

 

Das Projekt will die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen internationalen Förderorganisationen, Entscheidungsträgern und Anwendern schärfen, wissenschaftliche Entwicklungen und Robotik-Innovationen fördern und Standardisierung unterstützen. Zu den Aktivitäten des europäischen Projekts gehören auch öffentlichkeitswirksame Roboterwettbewerbe wie die European Robotics League.

 

EuRoC

Mit dem EU-Forschungsprojekt European Robotics Challenges (EuRoC) suchen wir europaweit die besten Ideengeber und Umsetzer aus Wissenschaft und Industrie für drei wichtige Zukunftsbereiche der Robotik:

Hyperflexible Working Cell: Bei dieser Aufgabe werden innovative Fertigungslösungen entwickelt, die der europäischen Industrie und dem Fortschritt bei Fertigungstechnologien zugute kommen.

Shop Floor Logistics and Manipulation: Die Teilnehmer entwickeln Lösungen für den mobilen Robotereinsatz und die Mensch-Roboter-Kollaboration im Bereich Logistik und Manipulation. 

Plant Inspection and Serving: Bei dieser Herausforderung suchen die Teilnehmer nach Lösungen für den Einsatz von Mikro-Flug-Robotern in realen Situationen.

 

In jedem der drei genannten Wettbewerbe messen sich jeweils fünf Teams über eine Dauer von zwei Jahren an vordefinierten Aufgaben. Im letzten Projektjahr können die beiden besten Teams ihre Systeme bei einem Endkunden evaluieren.

Bei EuRoC engagiert sich KUKA in der Challenge "Shop Floor Logistics and Manipulation".

RobDREAM

Beim Förderprojekt RobDREAM sollen die Fähigkeiten von Robotern in ihren inaktiven Phasen gesteigert werden, um – wie der Mensch – Geschehenes zu verarbeiten und aus Erfahrungen zu lernen. Diese Forschungsfelder stehen bei RobDREAM im Fokus:

  • Kontextabhängige Optimierung und Konfiguration von Algorithmen
  • Schlüsseltechnologien, die das Navigieren, Greifen und Wahrnehmen des mobilen Roboters verbessern
  • Systemintegration und Benchmarking
Ein LBR iiwa auf der Automatica 2016
Bei der Forschungskooperation RobDREAM wird der Roboter dazu befähigt, Ruhephasen für die Optimierung zu nutzen.

RobDREAM auf der AUTOMATICA 2016

Die Projekte REFILLS, MURAB, ROCKEU2, EuRoC und RobDREAM werden von der europäischen Union über Förderprogramme für Forschung, Technologieentwicklung und Demonstratoren gefördert.

Die Projekte SeRoNet, fast-robotics, inRehaRob und ProDok 4.0 werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

EU Flag and BMBF Logo

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