Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK)

Bei der Mensch-Roboter-Kollaboration arbeiten Mensch und Maschine Hand in Hand zusammen. Der Mensch steuert und überwacht die Produktion, der Roboter übernimmt die körperlich anstrengenden Arbeiten. Beide bringen ihre spezifischen Fähigkeiten ein: ein entscheidender Grundsatz von Industrie 4.0.

Mensch-Roboter-Kollaboration: die Technologie

Bei der Mensch-Roboter-Kollaboration assistiert der Roboter dem Menschen. Das bedeutet: Die Maschine ersetzt nicht den Menschen, sondern ergänzt seine Fähigkeiten und nimmt ihm belastende Arbeiten ab. Das können zum Beispiel Über-Kopf-Arbeiten oder das Heben schwerer Lasten sein. Auch in der Belieferung der Arbeitsplätze in der Produktion kommen autonome, kollaborative Roboter zum Einsatz, etwa bei KUKA selbst.

In der Fabrik der Zukunft gibt es keine Trennung zwischen automatisierten Arbeitsplätzen und manuellen Arbeitsplätzen. Menschen und Roboter arbeiten kollaborativ und optimal zusammen – ohne Trennung, ohne Schutzzaun.

Der KMR iiwa befüllt selbstständig ein Regal, ein Beispiel zur Industrie 4.0
Der MRK-fähige LBR iiwa arbeitet Hand in Hand mit Menschen zusammen.

MRK mit dem LBR iiwa

KUKA hat den ersten für die Mensch-Roboter-Kollaboration zugelassenen Roboter entwickelt: den KUKA LBR iiwa. Er nutzt intelligente Steuerungstechnik, hochperformante Sensoren und modernste Softwaretechnologien – und ermöglicht so völlig neue, kollaborative Lösungen in der Produktionstechnik. Damit lassen sich auch schwierigste, bisher manuell ausgeführte Tätigkeiten wirtschaftlich automatisieren.

MRK-fähige Roboter wie der LBR iiwa werden mithilfe mobiler Plattformen wie dem KUKA flexFellow orts- und aufgabenflexibel. So lassen sie sich individuell genau an der Stelle und zu dem Zweck einsetzen, der zum Bedarf Ihrer Produktion passt – zum Beispiel abhängig von der geforderten Stückzahl. Zusätzlich bietet Ihnen der LBR iiwa maximale Flexibilität durch die sogenannte spontane Automatisierung: Er unterstützt sie optimal als Helfer bei Auslastungsspitzen und Ressourcen-Engpässen in der Produktion. 

Video: Seite an Seite mit Kollege Roboter im BMW-Werk Dingolfing

Angewandte MRK ist ein noch junges Themengebiet, auf dem KUKA bereits viel praktische Erfahrung sammeln und reale Lösungen umsetzen konnte. Zum Beispiel bei BMW in Dingolfing: Wo früher die Werker alleine schwere Kegelräder für Vorderachsgetriebe heben und fügen mussten, arbeiten sie heute gemeinsam mit ihrem sensitiven Roboterkollegen LBR iiwa auf engstem Raum Hand in Hand – ganz ohne Schutzzäune und in ihrer gewohnten Umgebung.

MRK in der Praxis: Eine Mitarbeiterin im BMW-Werk Dingolfing bei der Zusammenarbeit mit einem LBR iiwa.

 Hier finden Sie eine Übersicht über weitere Anwenderberichte zum Thema MRK.

Mensch-Roboter-Kollaboration: die Vorteile

Die Mensch-Roboter-Kollaboration revolutioniert die industrielle Produktion und Fertigung in der Fabrik der Zukunft und bringt entscheidende Vorteile mit sich:

  • Maximale Flexibilität in der Produktion
  • Entlastung der Mitarbeiter durch Übernahme von bisher nicht automatisierbaren, ergonomisch ungünstigen manuellen Arbeitsschritten
  • Reduzierte Gefahr von Verletzungen und Infektionen, zum Beispiel durch spezielle MRK-Greifer
  • Qualitativ hochwertige Ausführung von reproduzierbaren Prozessen – ohne typenspezifisches oder bauteilrelevantes Investment
  • Steigerung der Produktivität und der Anlagenkomplexität durch integrierte Sensorik

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