21 September 2010

Stuttgart/Augsburg, September 2010 – Seit Juli steht auf dem Campus der Universität Stuttgart ein filigraner Pavillon. Von weitem sieht das Bauwerk aus, als sei es aus Papier. Beim Näherkommen erkennt man, dass die Rotunde ganz aus elastisch gebogenen Sperrholzstreifen errichtet wurde. Das Institut für Computerbasiertes Entwerfen (ICD) und das Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart stecken hinter diesem Projekt, das mit Hilfe eines KUKA Roboters realisiert wurde.
Der außergewöhnliche Pavillon aus Holz zeigt, wie mit Hilfe von Computersimulation Gebäude entstehen können. Der Bau demonstriert den neuesten Stand der Entwicklung computerbasierter Entwurfs- und Produktionsprozesse in der Architektur und setzt diese in einer komplexen Tragkonstruktion um. Ein KUKA Roboter KR 125-2 hat für die Struktur des Pavillons gesorgt – denn die computergestützte Fabrikationsmethode um den KUKA Roboter ermöglichte es, dass 500 geometrisch völlig unterschiedliche Sperrholzteile exakt vorgefertigt werden konnten.

ICD setzt auf KUKA Roboter

Wissenschaftler und Studierende des Instituts für Computerbasiertes Entwerfen (ICD) und des Instituts für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart haben den Forschungspavillon entworfen und umgesetzt. Das Projektteam untersuchte, wie Methoden, die auf dem elastischen Biegeverhalten von Holz beruhen, neue architektonische und konstruktive Möglichkeiten eröffnen können. Ein raffiniertes Formprinzip ergibt eine Konstruktion, die sich selbst stabilisiert. Die Wissenschaftler haben 10 Meter lange, aber mit einer Materialstärke von 6,5 Millimetern sehr dünne Birkensperrholzstreifen gebogen, die vom KUKA Roboter KR 125-2 vorher ausgesägt worden waren. Die weichen Sperrholzstreifen sind sehr elastisch und wurden durch die Konstruktion unter Eigenspannung gesetzt. Dadurch fügen sie sich zu einem steifen und äußerst stabilen Tragwerk zusammen. Die Geometrie des Pavillons, der einen Außendurchmesser von 10 Metern und einer Spannweite von 3,50 Meter hat, ergibt sich aus 80 vom KUKA Roboter ausgeschnittenen einzelnen Holzstreifen, die miteinander verkoppelt sind.

KUKA Roboter belebt die Stuttgarter Stadtmitte

Alle aus dem Informationsmodell und der Simulation stammenden Daten und Ergebnisse wurden direkt in den Maschinen-Code übersetzt. Auf diese Weise konnten die Informationsketten aus Entwurf, statischer Planung und örtlichen Randbedingungen nahtlos ineinander greifen und von Anfang an in den Fertigungsprozess integriert werden. Der temporäre Bau belebt nun den Raum zwischen den Universitätsgebäuden und bildet einen außergewöhnlichen Blickfang in der Stuttgarter Stadtmitte.

Über die KUKA Roboter Gruppe

Die KUKA Roboter GmbH mit Hauptsitz in Augsburg, ist ein Unternehmen der KUKA Aktiengesellschaft und gilt als weltweit führender Anbieter von Industrierobotern. Die Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung und Produktion sowie im Vertrieb von Industrierobotern, Steuerungen, Software und Lineareinheiten. Das Unternehmen ist Marktführer in Deutschland und Europa, weltweit an dritter Stelle. Die KUKA Robot Group beschäftigt weltweit etwa 2000 Mitarbeiter. Davon sind für die KUKA Roboter Gruppe Deutschland bundesweit etwa 1.100 Beschäftigte tätig. In 2009 wurde ein Umsatz von 330,5  Mio. Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen ist mit 25 Tochterunternehmen in den wichtigsten Märkten in Europa, Amerika und Asien vertreten.

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