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KR SCARA in der Serienfertigung: Über 40 KUKA Roboter bei MSG

Wenn Bauteile in Sekundenbruchteilen perfekt sitzen müssen, braucht es Lösungen, die zuverlässig funktionieren. Bei MSG unterstützt ein ausgefeiltes Zusammenspiel aus Robotik, Simulation und Prozesswissen.


Die MSG Mechatronic Systems GmbH aus Wies in der Steiermark zählt zu den führenden Entwicklern und Produzenten mechatronischer Komponenten für die europäische Automobilindustrie. Seit 2005 setzt das Unternehmen auf eine klare Linie: technische Perfektion, hohe Prozessstabilität und ein tiefes Verständnis für die Anforderungen moderner Fahrzeugtechnik.

Um höchste Präzision und stabile Taktzeiten in der Serienfertigung zu erreichen, setzt MSG seit 2019 auf Robotik von KUKA. Aus einer ersten Roboterzelle entstand eine vollständig automatisierte Produktionslandschaft mit inzwischen über 40 Robotern. Besonders die schnellen KR SCARA Modelle übernehmen taktkritische Materialbewegungen, während 6-Achs-Roboter komplexere Abläufe unterstützen.

Technisches Know‑how von der Idee bis zur Serienproduktion

Mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mehr als 17 Patenten und einem Jahresausstoß von bis zu 20 Millionen Produkten pro Jahr beliefert MSG namhafte Premiumhersteller. Das Spektrum reicht von Nockenwellenverstellern über Kühlwasserventile bis hin zu hochpräzisen Aktuatoren – jede einzelne Komponente geprüft in einer 100 %‑Endkontrolle. Diese Kombination aus Entwicklungs-Know-how und industrieller Fertigung macht MSG zum verlässlichen Tier‑1‑ und Tier‑2‑Partner im internationalen Automobilsektor.

 

 

Der Hauptsitz von MSG in Wies.

Der Beginn einer starken Partnerschaft

Die Zusammenarbeit zwischen MSG und KUKA begann 2019 mit der Entwicklung einer flexiblen Roboterzelle für ein neues Produkt. MSG entschied sich damals bewusst dafür, die Anlage im eigenen Haus zu konstruieren und für Roboter von KUKA. Ausschlaggebend waren die technische Unterstützung während der Projektierung sowie ein überzeugendes Preis‑Leistungs‑Verhältnis.

Aus diesem ersten Projekt entwickelte sich eine enge Kooperation, die heute ein fester Bestandteil der Fertigungsstrategie von MSG ist. Gemeinsam wurde ein einheitlicher Programmierstandard geschaffen, der inzwischen in allen Anlagen gilt – sowohl intern als auch für externe Systemlieferanten. Dadurch lassen sich Bedienung, Wartung und Weiterentwicklung der Roboter deutlich einfacher und effizienter gestalten.

KUKA ist für uns weit mehr als ein Lieferant – es ist ein Technologiepartner auf Augenhöhe. Gemeinsam entwickeln wir Automatisierungslösungen, die perfekt auf unsere Prozesse zugeschnitten sind.

DI Martin Kollmann, CEO, MSG Mechatronic Systems GmbH

Roboter, die im Takt der Produktion denken

Bei MSG übernehmen KUKA Roboter eine zentrale Rolle in der automatisierten Serienfertigung. Ihre Hauptaufgabe ist die präzise Übergabe und Positionierung von Bauteilen zwischen den einzelnen Prozessstationen – vom Fügen und Schweißen über Wickel- und Prüfprozesse bis hin zur finalen Kontrolle.
Muss ein Bauteil gedreht oder in mehreren Achsen bewegt werden, kommen 6-Achs-Roboter zum Einsatz.
Da Taktzeiten einen wesentlichen Einfluss auf die Produktionsleistung haben, nutzt MSG bevorzugt die schnellen KR SCARA, die sich durch kompakte Bewegungsabläufe und hohe Wiederholgenauigkeit auszeichnen. Wo Bewegungen komplexer werden oder Bauteile gedreht und in mehreren Achsen bewegt werden müssen, kommen 6-Achs-Roboter zum Einsatz. Konkret verwendet MSG die SCARA Baureihe KR 6 mit 6 kg Traglast und Reichweiten von 500 bzw. 700 mm, sowie die 6-Achs-Roboter KR 6, 10 oder 30 der KR AGILUS Serie

Mit KUKA haben wir einen einheitlichen Programmierstandard geschaffen, das vereinfacht die Instandhaltung und sichert durchgehend hohe Qualität.

Ing. Christopher Stopper, Head of Technical Group, MSG Mechatronic Systems GmbH
Bevor bei MSG allerdings eine neue Anlage gebaut wird, entsteht sie zunächst virtuell. Mithilfe der Simulationssoftware KUKA.Sim werden Abläufe getestet, Greifer optimiert und Taktzeiten analysiert. „Wir erzeugen damit einen Digitalen Zwilling unserer Anlage“, erläutert Imensek. „So erkennen wir frühzeitig mögliche Kollisionen oder Optimierungspotenziale und können den realen Aufbau deutlich effizienter gestalten.“ Dieser digitale Ansatz passt perfekt zur Philosophie des Unternehmens: höchste Präzision von der Planung bis zur Serienproduktion. Jede Komponente durchläuft dabei eine 100 %-Endkontrolle. Das Ergebnis sind Bauteile, die weltweit in Premiumfahrzeugen eingesetzt werden.

Mit der KUKA Simulationssoftware erstellen wir bereits in der Planungsphase einen Digitalen Zwilling unserer Anlagen. So können wir Prozesse optimieren, Kollisionen vermeiden und Taktzeiten exakt analysieren.

Ing. Stefan Imensek, Teamleiter Anlagentechnik, MSG Mechatronic Systems GmbH
Wenn es um hohe Geschwindigkeiten und kompakte Bewegungsabläufe geht, setzt MSG auf Scaras.

Herausforderungen und wie MSG sie meistert

Die Anforderungen für Automobilzulieferer sind enorm. Produktionsanlagen müssen nicht nur schnell und zuverlässig, sondern auch flexibel und platzsparend sein. „Jeder Quadratmeter kostet Geld“, erklärt Stopper. „Darum versuchen wir, jede Anlage so kompakt wie möglich zu gestalten und genau dabei hilft uns KUKA. Das breite Roboterspektrum ermöglicht es, die perfekte Balance zwischen Leistung, Reichweite und Baugröße zu finden.“

In den Produktionsanlagen von MSG werden SCARA und 6-Achs-Roboter von KUKA auch kombiniert eingesetzt. 

Als Unternehmen im Hochpreisland Österreich setzt MSG auf einen hohen Automatisierungsgrad, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. „Automatisierung sichert uns Reproduzierbarkeit und stabile Prozesse. KUKA ist dabei ein wichtiger Partner“, erklärt Geschäftsführer Martin Kollmann.

Gleichzeitig bleibt qualifiziertes Personal unverzichtbar. „Aus- und Weiterbildung haben bei uns hohen Stellenwert – vom Lehrling bis zum Entwicklungsingenieur. In der Robotik profitieren wir stark vom Know‑how‑Transfer durch KUKA“, ergänzt Ing. Christopher Stopper.

 

Neues Werk geht 2026 in Betrieb

Mit dem neuen Werk 3 in Eibiswald setzt MSG einen zentralen Meilenstein. Über 35 Millionen Euro flossen in das neue, hochautomatisierte Werk, in dem zwei Produktionslinien für kommende Großserien aufgebaut werden – ausgestattet mit SCARA und 6-Achs-Robotern von KUKA. Der Start of Production ist für dieses Jahr geplant. Auch hier ist KUKA ein wichtiger Partner: von der Roboterauswahl bis zur Integration. Diese enge Zusammenarbeit unterstützt MSG bereits in der Planung weiterer Projekte und sorgt im Betrieb für zusätzliche Sicherheit.

Im neuen Werk 3 befinden sich aktuell zwei neue Produktionslinien im Aufbau. 

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