ENKO Staudinger kombiniert mehrere Schweißverfahren in kompakter Universalzelle

Die Augsburger ENKO Staudinger GmbH hat sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Werkzeugen, Vorrichtungsbau, Sondermaschinen und Werkzeugmaschinen spezialisiert.

Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung und Know-How fertigen rund 70 Mitarbeiter sowohl konventionelle manuelle Vorrichtungen als auch individuelle, komplexe Anlagen für Kunden aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der chemischen Industrie und der General Industry.

Robotische Lösung für eine kombinierte Schweißzelle

Für die in Denkingen ansässige KAUTH GmbH und Co. KG, einem Unternehmen für hochwertige Metallverarbeitung, hat ENKO Staudinger eine kompakte Universalschweißzelle entwickelt, bei der auf kleinstmöglichem Flächenbedarf verschiedene Schweißverfahren in einer Zelle kombiniert werden. „Die Anforderung des Kunden KAUTH war hierbei, eine Schweißzelle zu bauen, die sowohl für das Punkt- als auch für das Schutzgasschweißen unter Beachtung aller Zugänglichkeiten geeignet ist“, erklärt Bernd Menhart von ENKO Staudinger. In der Zelle setzen die Augsburger auf zwei KUKA Roboter, die die Schweißaufgaben übernehmen.

Drehtisch ermöglicht taktzeitneutrale Bestückung

Das Zentrum der universellen Zelle bildet ein H-Tisch, auf dessen Tischmitte ein KUKA Roboter vom Typ KR 6-2 montiert ist. Durch den Einsatz des drehbaren Tisches befindet sich immer eine Schweißvorrichtung im produktiven Prozess, während die zweite Vorrichtung taktzeitneutral vom Werker bestückt wird. Zunächst legt ein Werker die Bauteile in die Schweißvorrichtung ein und startet die Anlage.

Der Tisch dreht die fertig gespannte Vorrichtung um 180 ° unter dem Roboter in dessen Schweißbereich. Der KUKA KR 6-2, ausgerüstet mit einem Fronius CMT Brenner für das Schutzgasschweißen, fährt in die Vorrichtung und verschweißt die Bauteile. Im Anschluss daran fährt ein zweiter Roboter vom Typ KR 210 R2700 extra, ausgestattet mit einer Servopneumatischen Roboterzange X 100 von Düring Schweißtechnik, erneut in die Vorrichtung und verbindet die Bauteile mittels Punktschweißen.

Zwei Roboter verbinden Bewegungsfreiheit mit Präzision und Geschwindigkeit

Der KUKA Roboter vom Typ KR 6-2, der auf dem Tisch platziert ist, eignet sich mit seiner niedrigen Traglast von sechs Kilo bei einer Reichweite von 1.600 mm hervorragend für Standard-Schutzgasschweißaufgaben. Durch das schlanke Design der Hand verfügt der Roboter über geringe Störkonturen und größte Bewegungsfreiheit. Der Schweißprofi erreicht so mühelos alle zu verschweißenden Stellen des Bauteils.

Der KR 210 R2700 extra überzeugt beim Punktschweißen mit hoher Präzision und Geschwindigkeit. Wie alle Roboter der KR QUANTEC Serie zeichnet er sich durch reduzierten Platzbedarf und vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Eine Traglast von 210 kg und eine Reichweite von 2.926 mm prädestinieren ihn für den Punktschweißvorgang in der Universalzelle.

Der KR 6-2 (rechts) übernimmt das Schutzgasschweißen, während der KR 210 die Punktschweiß-Zange führt.

Hochflexible Lösung für häufig wechselnde Aufgaben

Mit der Zelle eröffnen sich dem Kunden vielfältige Möglichkeiten, um universell verschiedene Schweißverfahren und sogar noch andere Roboteraufgaben zu kombinieren. Diese Flexibilität macht die Lösung vor allem auch für die Kleinserien- und Prototypenfertigung sehr interessant, da sich die Zelle sehr schnell und unkompliziert auf neue Bauteile anpassen lässt.

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