KUKA KR QUANTEC be- und entlädt Werkzeugmaschine in der eigenen Fertigung

Durch roboterbasiertes Beladen spart die KUKA Roboter GmbH in der eigenen spanenden Fertigung Rüstzeit.

Die KUKA Roboter GmbH mit Hauptsitz in Augsburg zählt zu den führenden Herstellern von Industrierobotern. Auch in der eigenen Fertigung der Roboter setzen die Augsburger auf Automatisierung. Als jüngster Zuwachs im Bereich zerspanende Fertigung wurde ein Bearbeitungszentrum der Firma Burkhardt & Weber in Betrieb genommen. Auf der Maschine werden Komponenten der KR QUANTEC Roboter bearbeitet. Ein KUKA Roboter übernimmt dabei das Be- und Entladen der Maschine mit den bis zu 1,5 m langen Bauteilen und bearbeitet die Bauteile in den Nebenzeiten.

Mannloser Betrieb und automatische Nachtschichten

Die höhere Produktivität des Bearbeitungszentrums, für das der Startschuss im April 2012 gefallen ist, beruht darauf, dass die Anlage einen zu 70 Prozent mannlosen Betrieb und zusätzlich vollautomatische Nachtschichten fährt. Während früher stets ein Bediener je Schicht an eine Anlage gebunden gewesen ist, wird die Arbeit durch die Automatisierung entzerrt. Der Bediener setzt die Bauteile nicht mehr wie früher aufwendig direkt in die Vorrichtung, sondern auf die einfach gestalteten Aufnahmen der Materialzuführung an den Roboter.

KUKA KR 500 mit Greifer von Sommer-automatic

Mit Greifern der Sommer-automatic GmbH aus Ettlingen be- und entlädt ein KUKA Roboter vom Typ KR 500 hauptzeitparallel eine Werkzeugmaschine MCX 900 der BURKHARDT+WEBER Fertigungssysteme GmbH, Reutlingen. Diese bearbeitet im Wechsel die Schwinge und das Karussell von zwei Varianten der KUKA KR QUANTEC Serie. Dazu ist die Maschine mit einem Doppel-Palettenwechsler ausgestattet. Eine Palette ist mit Spannvorrichtungen für die Schwinge ausgestattet, die zweite Palette mit den entsprechenden Spannvorrichtungen für das Karussell. Während ein Werkstück in der Maschine bearbeitet wird, fährt die andere Palette komplett aus der Maschine und kann mit einem neuen Werkstück beladen werden.

Einfache Programmierung mit KUKA.CNC Software

Auf der Werkzeugmaschine der BURKHARDT+WEBER Fertigungssysteme GmbH werden Komponenten der KR QUANTEC Roboter bearbeitet. Ein KUKA KR 500 L480-3MT übernimmt dabei das Be- und Entladen der Maschine mit den bis zu 1,5 m langen Bauteilen und bearbeitet die Bauteile in den Nebenzeiten. Mit seinem großen Arbeitsraum und der Armverlängerung erreicht der gewählte KUKA KR 500 L480-3MT mühelos die Materialmagazine und den Greiferbahnhof.

Um das Einrichten und Programmieren des Roboters zu erleichtern, hat KUKA auf seiner Steuerung einen kompletten CNC Kern implementiert und die Software KUKA.CNC entwickelt. Mit dieser Software ist es möglich, die Bewegung des Roboters komplett in DIN 66025 beziehungsweise G-Code zu programmieren. Programme von der Werkzeugmaschine können somit ohne Postprozessor (Übersetzung in Robotersprache) auf der KUKA Steuerung eingesetzt werden.

Der KUKA KR 500 be- und entlädt die Werkzeugmaschine mit bis zu 1,5 m langen Bauteilen.

Jährlich 300 Komponenten mehr bearbeitbar

Vor der Automatisierung lag der Zeitaufwand für das Aufspannen eines Werkstücks bei bis zu 15 Minuten. Damals hat der Bediener die schweren Teile mit Unterstützung eines Krans manuell auf den Spanntisch geladen, ausgerichtet und gespannt. Der Roboter dagegen benötigt nur zwei Minuten für diese Tätigkeiten.

Somit konnte eine Produktivitätssteigerung um zehn Prozent erreicht werden. Verglichen mit einer konventionellen Lösung können jährlich 300 Komponenten mehr bearbeitet werden. Zudem entfällt die für den Bediener körperlich fordernde präzise Ausrichtung des Werkstückes durch die Roboterbeladung ebenso wie die Gefahr, die teuren Spannmittel beim Be- oder Entladen mit dem Kran zu beschädigen.

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