Erhardt + Abt automatisiert Lackieren von Hinterachs-Antriebswellen mit KUKA KR 16

Seit ihrer Gründung 1997 hat die Erhardt + Abt Automatisierungstechnik GmbH bis heute weltweit über 300 Roboter in Anlagen installiert.

Als zertifizierter KUKA Systempartner hat Erhardt + Abt dabei schon oft von der einzigartigen und breiten Produktpalette sowie dem weitreichenden Branchen-Know-how der Augsburger Innovationsführer profitiert und erfolgreich Automatisierungslösungen mit KUKA Robotern umgesetzt. Die Automationskonzepte der rund 75 Anlagenbauund Robotikspezialisten kommen in der Luft- und Raumfahrt, der Kunststoffbranche, in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, aber auch in Elektronik und Kommunikation zum Einsatz.

Besonders Automobilhersteller und Automobilzulieferer wissen die Kompetenz der erfahrenen Maschinenbauer zu schätzen und nehmen die modernen Engineering-Methoden gern für die Weiterentwicklung und Optimierung ihrer Produktionsprozesse in Anspruch. 

Komplette Automatisierung der Lackierung von Hinterantriebsachsen

Das Lackieren von Teilen der Hinterantriebsachse in der Automobilindustrie war bislang ein manueller und damit sehr beschwerlicher und aufwändiger Vorgang. Mit einer technisch hochwertigen und innovativen Lösung und einem KUKA Roboter ist es den Automatisierungstechnikern von Erhardt + Abt gelungen, den Prozess vollständig zu automatisieren. 

KUKA Roboter sorgt für den richtigen Dreh

Die Hinterachse wird in einer Fördereinrichtung eingehängt und bandsynchron in die Lackierkabine transportiert. In der Kabine befinden sich zwei Lackierroboter, die jeweils die linke und rechte Seite der Antriebswelle lackieren. Der Roboter, der den beiden gegenübersteht, ermöglicht die eigentliche Innovation: Der KR 16-2, ideal in puncto Platzbedarf, Traglast und Reichweite sowie Ex-Schutz, ist dafür zuständig, die Antriebswelle des Getriebes zu drehen.

Während das Hinterachsgetriebe durch die Kabine fährt, dockt der Roboter an dessen Kupplungsstück an und dreht die Achse mit einem Servomotor. Für das kraftschlüssige Andocken haben die Automatisierungstechniker von Erhardt + Abt eine Sechskantkugelkopfaufnahme entwickelt und gebaut. Mit ihrer Form, die an ein Zwiebeldach erinnert, nutzt sie das Prinzip eines Inbus-Kugelkopfes für leichtes An- und Abdocken mit sicherem Formschluss für eine optimale Kraftübertragung.

Dazu muss der Roboter die genaue Position des Kugelkopfes kennen. Die Fördereinrichtung läuft kontinuierlich, was das Auffädeln der Getriebe am Kabineneingang (Zelleneinlauf) erschwert. Die Aufhängung im Kettenförderer ist in verschiedene Richtungen beweglich und chaotisch, selbst typengleiche Achsen hängen unterschiedlich – Toleranzen im Zentimeterbereich müssen kompensiert werden. Zudem werden die Hinterachsen „just in time“ für die Produktion gefertigt, das heißt verschiedene Modellreihen in ungeordneter Reihenfolge.

Um die daraus resultierenden unterschiedlichen Koordinaten der Andockposition zu ermitteln, wird vor dem Einfahren in die Lackierkabine über einen Trigger ein Bild des Kugelkopfes gemacht. Diese bandrelativen Daten werden dann mit Hilfe des Bildverarbeitungssystems ExploRob an die Robotersteuerung übermittelt. Der KUKA Roboter dockt an, dreht die Welle bis die Lackierung (durch die beiden Lackierroboter) umlaufend in gleichmäßiger Stärke aufgetragen ist und die Hinterachse wieder aus der Kabine fährt.

Der KUKA KR 16, ideal in Puncto Platzbedarf, Traglast und Reichweite, dreht die Antriebswelle des Getriebes

Kompakt, vielseitig und flexibel

Der KUKA KR 16-2, ideal in puncto Platzbedarf, Traglast und Reichweite sowie Ex-Schutz, ist dafür zuständig, die Antriebswelle des Getriebes zu drehen. Der sechsachsige Knickarmroboter mit 16 kg Traglast und 1.611 mm maximaler Reichweite ist besonders flexibel und vielseitig. Bauform und Eigengewicht erlauben sowohl Wand-, Boden- und Deckeneinbaulagen.

Im Bereich niedrige Traglasten eignet er sich besonders für leichte Tätigkeiten wie Messen, Testen und Prüfen, Montage und Demontage kleinerer Bauteile oder auch Handlings-, Be- und Entladetätigkeiten. Aufgrund dieser Eigenschaften ist der KR 16-2 in den meisten Branchen der verarbeitenden Industrie zu Hause – so auch in der Automobilzulieferindustrie.

Der sechsachsige Knickarmroboter ist besonders flexibel und vielseitig

Effizienter Lackiervorgang entlastet Arbeiter und erhöht Qualität

Der KUKA Roboter punktet in der Lackierkabine für PKW-Hinterachsen mit seiner robusten Bewegungsführung – auch bei äußeren Krafteinflüssen. Traglast, Reichweite, Flexibilität und Verfügbarkeit sowie Conveyer Tracking und Ex-Schutzklasse ab Werk kommen ebenfalls positiv zum Tragen.

Mit der intelligenten Automation und Zellenkonzeption von Erhardt + Abt wurden nicht nur die Arbeiter von schweren Arbeitsbedingungen entlastet, der Lackiervorgang wird nun entsprechend der Kapazitätsanforderungen des Automobilherstellers im 3-Schicht-Betrieb wesentlich effizienter und mit kontinuierlich höchster Qualität durchgeführt.

Der KUKA Roboter entlastet die Arbeiter und macht den Lackiervorgang effizienter und hochwertiger

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