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Digital Twin, Simulation und Offline-Programmierung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Digitale Zwillinge, Simulation und Offline-Programmierung helfen Unternehmen dabei, Produktionssysteme bereits vor ihrer Umsetzung virtuell zu entwickeln, zu testen und zu optimieren. In diesem FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um digitale Zwillinge, Simulation und moderne Engineering-Prozesse in der Fertigung.


Was ist ein digitaler Zwilling? 

Ein digitaler Zwilling (Digital Twin) ist die virtuelle Darstellung eines realen Systems – beispielsweise einer Roboterzelle, einer Maschine, einer Produktionslinie oder sogar einer gesamten Fabrik. 

Im Gegensatz zu einem reinen 3D-Modell ermöglicht ein digitaler Zwilling die Simulation, Analyse und Optimierung von Prozessen in einer virtuellen Umgebung. Unternehmen können dadurch Produktionssysteme bereits vor ihrer Umsetzung testen, validieren und verbessern.  

Warum gewinnen digitale Zwillinge in der Automatisierung an Bedeutung?

Produktionssysteme werden zunehmend komplexer. Roboter, autonome mobile Roboter (AMRs), AGVs, Software, Steuerungen und Materialflüsse müssen immer enger zusammenspielen. 

Digitale Zwillinge helfen Unternehmen dabei, 

  • Risiken frühzeitig zu identifizieren 
  • Inbetriebnahmen zu beschleunigen 
  • Produktionsprozesse effizienter zu gestalten 
  • Investitionen besser abzusichern 
  • Entscheidungen auf Basis virtueller Tests zu treffen 

Analysten erwarten deshalb ein starkes Wachstum des Marktes für Digital-Twin-Technologien in den kommenden Jahren.  

Wie KUKA Group CEO Christoph Schell betont: „Simulation ist nicht länger ein optionales Engineering-Werkzeug – sie ist eine strategische Fähigkeit.“ Simulation und digitale Zwillinge helfen Unternehmen dabei, Komplexität zu beherrschen und Produktionssysteme über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg besser zu planen und zu optimieren. 

Visual Components software interface for factory simulation and digital twin modelling, showing production layout planning and component configuration tools
Fabriklayout & Simulationsoberfläche: Entwurf und Optimierung kompletter Produktionssysteme in einer virtuellen Umgebung – noch vor der Umsetzung.

Welche Rolle spielen digitale Zwillinge in Automation 2.0? 

Im Kontext von Automation 2.0 werden Automatisierungssysteme zunehmend als vernetzte Gesamtsysteme betrachtet. Statt einzelne Roboter, Maschinen oder Softwarelösungen isoliert zu betrachten, rückt der gesamte Lebenszyklus einer Produktionsanlage in den Fokus. 

Digitale Zwillinge unterstützen diesen Ansatz, indem sie eine virtuelle Darstellung von Produktionssystemen schaffen, die bereits in der Planungsphase genutzt werden kann. Simulation, Offline-Programmierung und virtuelle Inbetriebnahme werden dadurch Teil eines durchgängigen digitalen Workflows.  

Damit tragen digitale Zwillinge dazu bei, Komplexität beherrschbarer zu machen und die Brücke zwischen Engineering, Automatisierung und kontinuierlicher Optimierung zu schlagen – wesentliche Elemente von Automation 2.0

Was ist Offline-Programmierung von Robotern?

Offline-Programmierung (Offline Programming, OLP) beschreibt die Erstellung und Optimierung von Roboterprogrammen in einer virtuellen Umgebung. 

Anstatt Roboter direkt auf dem Shopfloor zu programmieren, werden Roboterbahnen und Prozessabläufe zunächst simuliert und validiert. Anschließend werden die Programme auf das reale System übertragen. 

Dadurch können Unternehmen Produktionsunterbrechungen reduzieren und Projekte schneller umsetzen.  

Graphics showing a virtual commissioning workflow in Visual Components, integrating conveyor system simulation with PLC controls for automated production validation
Test und Validierung von Steuerungslogik und Materialfluss durch Offline-Programmierung von Robotern.

Was ist virtuelle Inbetriebnahme?

Bei der virtuellen Inbetriebnahme (Virtual Commissioning) werden Roboterprogramme, SPS-Steuerungen und Produktionsabläufe vor der physischen Inbetriebnahme getestet. 

Das ermöglicht es Unternehmen, das Zusammenspiel aller Komponenten bereits in einer virtuellen Umgebung zu überprüfen. 

Virtuelle Inbetriebnahme hilft dabei: 

  • Fehler frühzeitig zu erkennen 
  • Projektlaufzeiten zu verkürzen 
  • Anlaufrisiken zu reduzieren 
  • Produktionssysteme schneller in Betrieb zu nehmen 

Softwarelösungen 

Welche Softwarelösungen gibt es für Robotersimulation, Offline-Programmierung und virtuelle Inbetriebnahme? 

iiQWorks ist die Engineering Suite von KUKA für die digitale Fertigung. In Kombination mit dem Betriebssystem iiQKA.OS2 bildet sie die Grundlage für durchgängiges digitales Engineering – von der Konfiguration über die Erstellung und Nutzung digitaler Zwillinge bis hin zu Robotersimulation, Offline-Programmierung und virtueller Inbetriebnahme. Der nahtlose Datenfluss über alle Engineering-Schritte hinweg vereinfacht die Planung, reduziert Fehlerquellen und beschleunigt die Umsetzung von Automatisierungsprojekten.

Robot simulation and offline programming environment showing an industrial robot performing automotive body manufacturing operations in a virtual cell
Digitale Zwillinge, Simulation und virtuelle Inbetriebnahme unterstützen Unternehmen dabei, Automatisierungsprojekte schneller, sicherer und effizienter umzusetzen.

Ein zentraler Bestandteil der Suite ist iiQWorks.Sim. Die Simulationssoftware ermöglicht die virtuelle Planung, Simulation und Optimierung von Roboteranwendungen im Digital Twin. Dadurch lassen sich Prozesse bereits vor der realen Inbetriebnahme testen, validieren und optimieren, was die Planungs- und Investitionssicherheit erhöht.

Ergänzt wird die Suite durch den iiQWorks Copilot, der Engineering-Teams mit KI-gestützten Assistenzfunktionen unterstützt. Informationen und Engineering-Aufgaben können dadurch schneller gefunden und effizienter bearbeitet werden. Mit dem iiQWorks AppBuilder lassen sich zudem individuelle Anwendungen für spezifische Automatisierungsanforderungen erstellen und bestehende Workflows flexibel erweitern.

Unternehmen profitieren von einer durchgängigen Engineering-Plattform, einem nahtlosen Datenfluss zwischen Planung, Simulation und Produktion, kürzeren Projektlaufzeiten sowie einer schnelleren und sichereren Inbetriebnahme. So unterstützt iiQWorks den Weg zu einer effizienteren, transparenteren und wirtschaftlicheren digitalen Fertigung.

Kundennutzen auf einen Blick:

  • Durchgängiges digitales Engineering in einer Plattform
  • Nahtloser Datenfluss zwischen Planung, Simulation und Produktion
  • Schnellere Projektumsetzung und Inbetriebnahme
  • Höhere Planungs- und Investitionssicherheit durch den Digital Twin
  • KI-gestützte Unterstützung für effizientere Engineering-Prozesse
  • Individuelle Erweiterung von Anwendungen mit dem AppBuilder
  • Weniger Fehler, geringerer Aufwand und höhere Produktivität durchgängiger Engineering-Prozesse.

Visual Components, Teil der KUKA Group, bietet Softwarelösungen für: 

  • 3D-Fertigungssimulation 
  • Fabriklayoutplanung 
  • Robotersimulation 
  • Offline-Programmierung 
  • virtuelle Inbetriebnahme 
  • Produktionsoptimierung 

Die Software unterstützt Unternehmen dabei, Produktionssysteme virtuell zu entwickeln, zu testen und zu optimieren, bevor Änderungen auf dem Shopfloor umgesetzt werden.  

Simulation von Roboterbewegungen, Analyse von Taktzeiten und Vermeidung von Kollisionen mithilfe präziser digitaler Zwillinge von Robotersystemen.

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Erfahren Sie, wie Simulation und virtuelle Inbetriebnahme Ihre Produktionsprozesse optimieren können. 

Was ist neu in Visual Components 5.1?

Visual Components 5.1 wurde entwickelt, um der wachsenden Komplexität moderner Produktionsumgebungen gerecht zu werden. 

Laut Mika Anttila, CTO von Visual Components

„Hersteller stehen unter zunehmendem Druck, autonomere und flexiblere Produktionssysteme einzuführen, doch die Komplexität dieser Umgebungen wächst schneller, als viele bestehende Werkzeuge bewältigen können. Unsere Kunden müssen validieren, wie Hunderte beweglicher Ressourcen – Roboter, Fahrzeuge, Produkte und Menschen – miteinander interagieren, bevor etwas auf dem Shopfloor installiert wird. Mit 5.1 bieten wir ihnen dafür eine deutlich skalierbarere und realistischere Lösung.“ 

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören: 

  • Simulation von Hunderten von AMRs und AGVs innerhalb einer einzigen Umgebung 
  • Verbesserte Physiksimulation 
  • Dynamische Kollisionsvermeidung 
  • Bis zu zehnmal höhere Performance 
  • Erweiterte Funktionen für die virtuelle Inbetriebnahme 
  • Verbesserte Möglichkeiten für die Offline-Programmierung 
Graphics with the text "Visual Components - Introducing 5.1" Showing a factory simulation software with autonomous mobile robots (AMRs), AGVs, and production resources operating in a digital twin environment
Validierung komplexer, dynamischer Produktionsumgebungen mit Visual Components 5.1 – vor der Inbetriebnahme.

Wie Mikko Urho, CEO von Visual Components, erklärt:

„Fertigungsumgebungen werden zunehmend dynamischer. Mobile Robotik, Automatisierung und vernetzte Produktionssysteme schaffen neue Möglichkeiten, bringen aber auch neue Komplexität mit sich. Bevor Investitionen getätigt oder Änderungen auf dem Shopfloor umgesetzt werden, benötigen Fertigungsunternehmen und Anwender die Gewissheit, dass ihre Planungen auch in der Praxis funktionieren. Visual Components 5.1 hilft Herstellern, komplexe Abläufe bereits frühzeitig im Planungsprozess zu validieren und Risiken vor der Implementierung zu reduzieren.“

 

Die Zukunft von digitalen Zwillingen in der Fertigung

Automatisierung wird zunehmend softwaredefiniert. Deshalb verlagern Unternehmen immer mehr Planungs-, Engineering- und Optimierungsprozesse in die virtuelle Welt. 

Je komplexer Produktionssysteme werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, sie bereits vor ihrer Umsetzung virtuell zu verstehen, zu validieren und zu optimieren. Digitale Zwillinge entwickeln sich dadurch von einem Engineering-Werkzeug zu einer strategischen Grundlage moderner Produktion.