Humanoide Roboter in der Produktion
Humanoide Roboter sind Robotersysteme mit menschenähnlichen Eigenschaften, die komplexe Aufgaben übernehmen können. KUKA verfolgt den Einsatz humanoider Roboter mit Fokus auf autonome Systeme, die einen konkreten Mehrwert in realen Produktionsumgebungen schaffen. Wie weit ist die Entwicklung solcher Systeme bereits fortgeschritten? Und in welchen Bereichen kommen humanoide Roboter heute zum Einsatz? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick hinter die Technologie und zeigen, wie humanoide Roboter die Zukunft der Fertigung prägen.
Gibt es humanoide Roboter bereits?
KUKA verfolgt das Thema humanoide Robotik mit einem klaren Fokus auf Autonomie, Robustheit und nahtlose Integration in industrielle Workflows. In industriellen Anwendungen steht für Kunden weniger die äußere Form eines Roboters im Vordergrund, sondern ein überzeugendes Verhältnis aus Kosten, Nutzen und funktionaler Leistungsfähigkeit. Ob Humanoid, AMMR (autonom fahrende mobile Plattform mit darauf montiertem Roboter) oder klassische Robotikplattform - entscheidend ist der konkrete Mehrwert beim Kunden vor Ort.
KUKA sieht humanoide Robotik nicht als kurzfristiges Produktziel, sondern als Teil einer übergeordneten Vision. Alles steht im Kontext von „Physical AI“ – dem Zusammenspiel von Hardware und Software, sowie unserer Automation Management Platform, der zentralen Steuerungsoberfläche für unsere gesamten Roboterflotten.
Wer baut humanoide Roboter?
KUKA verfolgt den Einsatz humanoider Roboter mit Fokus auf autonome Systeme, die auf mobilen Plattformen basieren und mit KI, Sensorik und Greiftechnik ausgestattet sind.
Unser Fokus liegt auf autonomen mobilen Manipulationsrobotern (AMMR), physischen KI-basierten autonomen Systemen sowie digitalen Zwillingen und Simulation. Mit der Kombination aus mobilen Plattformen, Roboterarmen und KI fokussieren wir uns auf industrielle und professionelle Logistikdienstleistungsmärkte.
Wo werden humanoide Roboter eingesetzt?
Derzeit liegt der Fokus unter anderem auf einfachen Handling-Aufgaben in der Logistik. Perspektivisch sind humanoide Roboter auch für komplexere Tätigkeiten in der Montage, Wartung oder im Service denkbar, überall dort, wo Flexibilität und autonome Entscheidungsfähigkeit gefragt sind.
Die häufig genannten Vorteile humanoider Systeme – also Mobilität, beidhändige Einsatzfähigkeit und hohe Flexibilität – sind zentrale Anforderungen von Kunden aus der Industrie. Für KUKA stehen deshalb folgende Aspekte im Vordergrund, die für autonome Robotersysteme entscheidend sind:
- Mobile Plattformen mit hoher Flexibilität
- Sensorik und Vision-Systeme, insbesondere KI-gestützte Bildverarbeitung
- Variable Greifersysteme für unterschiedliche Aufgaben
- Offene Schnittstellen für maximale Integrationsfähigkeit
- Simulation zum Trainieren und Optimieren der Applikation
KUKA kann damit viele mögliche Einsatzbereiche von Humanoiden mit bestehenden Lösungen schon sehr effizient abdecken:
- Autonome Mobile Roboter (AMR) übernehmen Aufgaben in Logistik, Produktion und sogar im Gesundheitswesen. Sie navigieren selbstständig, arbeiten kollaborativ mit Menschen und lassen sich flexibel in bestehende Prozesse integrieren. Beispiele wie die Smart Factory bei KRONE oder die automatisierte Möbelproduktion mit Formetal zeigen, wie mobile Plattformen von KUKA reale Mehrwerte schaffen. Mit autonomen mobilen Manipulatoren bietet KUKA modulare, fahrerlose Plattformen, die mit Roboterarmen kombiniert sind. Sie sind hochflexibel, skalierbar und ideal für Anwendungen wie Materialtransport, Kommissionierung, kollaborative Fertigung sowie im Gesundheitswesen.
- Zentrale Echtzeit-Steuerung heterogener AMR‑Flotten mit KI‑gestützter Planung, optimierten Prozessen und einfacher, programmierfreier Integration in bestehende Systeme.
- Darüber hinaus bietet KUKA mit der Simulationssoftware iiQWorks.Sim ein leistungsstarkes Werkzeug zur virtuellen Inbetriebnahme und Offline‑Programmierung der Cobot‑Anwendungen auf der KMR iisy Plattform. So können Kunden die jeweilige Cobot‑Applikation im stationären Zustand der Plattform vorab simulieren, optimieren und validieren.
- Mit Visual Components stellt die KUKA Group eine leistungsstarke 3D-Simulationsplattform bereit, auf der komplette Fabriken virtuell geplant, Prozesse überprüft und Produktionsabläufe optimiert werden können – noch bevor die reale Inbetriebnahme erfolgt.
- Mit Swisslog bietet die KUKA Group intelligente Automatisierungslösungen für Lager und Logistik, die Materialflüsse optimieren und Kommissionierprozesse effizient gestalten.
- Swisslog Healthcare liefert automatisierte Systeme für Krankenhäuser und Apotheken, wie Rohrpost- und Medikamentenmanagementlösungen, die Routineaufgaben übernehmen und so Personal entlasten.
Welche Branchen profitieren am meisten von Humanoider Robotik?
Kann ich einen humanoiden Roboter kaufen?
Wie sieht die Zukunft Humanoider Roboter aus?
Autonome Mobile Manipulation repräsentiert KUKAs Zukunftsbild einer intent-basierten Robotik. In den kommenden Jahren werden diese Systeme – zu denen auch oft diskutierte humanoide Roboter als ein möglicher Formfaktor gehören – grundlegend verändern, wie Roboter in unterschiedlichen Umgebungen und Anwendungen arbeiten.