KUKA automatisiert Laseranlage des Automobilzulieferers Proseat

Proseat setzt bei der Produktion von Sitzelementen für BMW auf die Automationslösung von KUKA. Die Laseranlage des Augsburger Unternehmens ermöglicht saubere Schnitte trotz komplexer 3D-Geometrien. Es bietet damit die qualitativ höherwertige Lösung zum zunächst geplanten Stanzen.

Die Ausgangssituation

Proseat ist einer der führenden Hersteller von Formschaumprodukten für die Automobilbranche. Für die Fertigung der Rücksitz-Seitenwangen von BMW brachte die angedachte Lösung, die Bezüge auszustanzen, nicht das gewünschte Ergebnis.  Eine Alternative musste gefunden werden. Hierbei setzte man auf das Know-how von KUKA. 

Die Aufgabe

Bislang hatte sich Proseat auf die Herstellung von Schäumen und Formschaumteilen konzentriert. Erstmals sollten nun komplette Sitzelemente gefertigt werden. Mit dem üblichen Stanzverfahren fransten die Stoffe aus. KUKA unterstützte das Unternehmen mit seinem Fachwissen und Erfahrung. Über Verfahrenstests konnte so die ideale Lösung gefunden werden: Die Überzüge werden nun per Laser ausgeschnitten und in die richtige Form gebracht.
Eine von insgesamt zwei CO2-Laseranlagen bei Proseat: mit ihnen sind saubere Zuschnitte der Sitzpolster möglich.

Die Lösung

Im Werk in Polen kommen zwei automatisierte Laseranlagen vom Automatisierungsspezialisten KUKA zum Einsatz. Der Prozess ist im Gegensatz zum mechanischen Schneiden: 

  • präzise, 

  • verschleißfrei und 

  • sauber 

    In der Metallbearbeitung hat sich das Laserschneiden als Verfahren aufgrund dieser Vorteile durchsetzen können. Bei nicht-metallischen Bauteilen hingegen hat sich die Technologie noch nicht etabliert. Kein Grund für KUKA, den Laser nicht einzusetzen. KUKA hat sich bereits intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und mit verschiedenen Materialien experimentiert.

 

Am Standort in Obernburg wird seit fast 20 Jahren an Lösungen getüftelt, mit denen sich verschiedene Materialien so effizient wie möglich bearbeiten lassen. Bereits 1998 realisierte das Unternehmen erste Laserautomationszellen für VW. Heute stehen mehr als 300 Anlagen bei verschiedenen Kunden. Proseat profitierte von der Erfahrung und dem Prozess-Know-how des Augsburger Unternehmens: Im 50-Sekunden-Takt werden die Überzüge für die linke und rechte Seitenwange mittels Laser-Sublimationsschneiden gefertigt. Herzstück der Anlage bildet der CO2-Laserroboter. Durch die integrierte Strahlführung ist der Roboter flexibler und dynamischer und erreicht selbst schwierige Schnittstellen. Auch die Anlagenvorrichtung ausgestattet mit einem Drehtisch und einem Vakuumsauger wurde exakt auf den Prozess abgestimmt. Die Robotersteuerung KRC 4 ROBOTstar komplettiert das Automatisierungspaket: Damit lässt sich die Anlage einfach steuern und überblicken. Im Gegensatz zum ursprünglich geplanten Austanzen bietet das Laserschneiden viele Vorteile:

  • geringerer Programmieraufwand: Änderungen an der Karosserie können noch bis zuletzt vorgenommen werden.
  • kein Verschleiß am Werkzeug, da keine Kräfte auf das Bauteil wirken.
  • Einsparung von Energie und Kosten: der Energieeintrag des KUKA CO2-Laserroboters kann exakt auf den jeweiligen Bearbeitungsprozess abgestimmt werden.
 
KUKA CO2-Laserroboter vom Typ RV6/16L-CO2 mit integrierter Strahlführung schneidet präzise und sauber.

Hier ist besonderes Expertenwissen gefragt, weil die Eigenschaften der Materialien ganz unterschiedlich sind.

Ralf Raimann, Sales Manager Laser CO2 bei KUKA Industries.

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