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Richtiger Schliff für Messer: Automatisiertes Schleifen und Polieren mit Robotern

Um die Kanten hochwertiger Küchenmesser optimal schärfen zu können, hat das taiwanesische Unternehmen Liow-Shye hinter der Marke Atlantic Chef bereits vor mehr als 20 Jahren den ersten KUKA Roboter gekauft. Automatisiertes Schleifen und Polieren durch Roboter ist dort schon lange ein Thema und Liow-Shye profitiert dabei von der langjährigen Unterstützung durch KUKA Taiwan.


Individuelle Lösung: Jahrzehntelanges Vertrauen in KUKA

Sie liegen gut in der Hand, haben die optimale Balance, die Klinge ist perfekt geschliffen und behält ihre Schärfe über Jahre: Ein gutes Küchenmesser muss exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse der Köchinnen und Köche angepasst sein. Diese Qualität hat das Unternehmen Liow-Shye Enterprise Co. in Taiwan unter der Marke Atlantic Chef seit 1977 stets perfektioniert. Und seit mehr als 20 Jahren setzt der Hersteller mit rund 160 Mitarbeitern dazu nicht nur auf deutschen Stahl, sondern auch auf Robotik aus Deutschland. Genauer: auf Automatisierungslösungen von KUKA. „Unseren ersten KUKA Roboter haben wir 1999 gekauft und er läuft bis heute“, erzählt James Chang, General Manager von Liow-Shye. Mittlerweile sind mehr als 30 KUKA Polier- und Schleifroboter für die Messer von Atlantic Chef im Einsatz – vom Schleifen über die Gravur des Logos bis zum Polieren.

Hoch automatisiert: KR CYBERTECH polieren und schleifen die Messer von Atlantic Chef. 

Optimale Oberfläche für das Küchen-Werkzeug

Vor allem Letzteres, die Politur der Klingen, stellte das Unternehmen einst vor Herausforderungen. Denn: Die hohe Qualität und gute Ergebnisse waren nicht immer gegeben, je nachdem, welcher Mitarbeiter die Arbeit übernahm. „Das Polieren und Schleifen der Messer sind Schlüsselfaktoren bei der Herstellung qualitativ hochwertiger Messer, daher haben wir uns entschieden, diesen Prozess zu automatisieren“, sagt Chang. Noch bevor KUKA vor 22 Jahren seine Niederlassung in Taiwan bezog, setzte Liow-Shye auf die Automatisierungslösungen des Augsburger Technologieunternehmens. Als KUKA schließlich in Taiwan vor Ort war, wurde die Zusammenarbeit intensiviert. „Liow-Shye hatte großes Interesse daran, zusammen mit unseren Ingenieuren an der Verbesserung ihrer Produkte zu arbeiten“, erzählt Alina Tsai, Country Service Managerin bei KUKA Automation Taiwan.

Gemeinsam mit KUKA war Liow-Shye auf der Suche nach einer Lösung, die nicht nur schnell und flexibel ist, sondern vor allem qualitativ hochwertige Ergebnisse liefert.

Das Polieren und Schleifen der Messer sind Schlüsselfaktoren bei der Herstellung qualitativ hochwertiger Messer, daher haben wir uns entschieden, diesen Prozess zu automatisieren.

James Chang, General Manager von Liow-Shye

Industrieroboter polieren automatisiert die Oberfläche

Gesagt, getan. Die Klingen der Messer werden mittlerweile von mehreren KR CYBERTECH geschliffen und poliert. Der Industrierobotertyp kann für alle Messertypen eingesetzt werden – ob für die westliche oder japanische Küche. Dazu wird das Stahlmesser vom Roboterarm gegriffen und an die Schleifmaschine gehalten. Je nach gewünschter Klingenkante führt der Schleifroboter dies in einem bestimmten Winkel aus, mit entsprechenden Wiederholungen und dem notwendigen Druck. „Dadurch konnten wir die Fehlerquote und den Materialverbrauch deutlich reduzieren“, betont James Chang. Seit die automatisierte Oberflächenbearbeitung umgesetzt ist, profitiert Liow-Shye von einer hohen und stabilen Produktqualität.

Von grob bis fein – die Greifer wissen genau, wie sie die Messer am besten bearbeiten können.

KR CYBERTECH im Einsatz für scharfe und fein polierte Messer

Ganz fein und sehr individuell: Bei Liow-Shye bearbeiten Maschinen automatisiert die Oberfläche von Messern.

Schleifen, polieren und noch mehr automatisierte Bearbeitung

Nach dem Schleifen und Polieren der Klingen wird durch einen KR AGILUS das Logo in den Stahl geätzt. Ähnlich wie beim Stempeln drückt der Roboterarm mithilfe eines speziellen Werkzeugs die gewünschte Form in den Stahl. Präzise und mit gleichbleibender Qualität. Dabei benötigt die Maschine nicht viel Platz und kann auch in kürzester Zeit die notwendige Präzision liefern. Dank Lebensdauerschmierung an den Getrieben kommt er zudem komplett ohne Schmierstoffwechsel und mit nur wenig Wartungsaufwand aus. Das garantiert eine kontinuierliche Produktivität.

Perfekte Oberfläche für jedes Messer

Für jede Art von Messer, die das taiwanesische Unternehmen herstellt, bekommt der Roboter einen eigenen Auftrag, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Mithilfe des KUKA smartPAD und der Software werden die Schleif- und Polierroboter auf die spezifischen Wünsche vorbereitet. Denn jede Art von Messer benötigt ihren eigenen Schliff – ob fein oder gezackt, ob zum Schneiden für Fisch, Tomaten oder Fleisch, ob gebogene Schälmesser oder Messer mit besonders breiter Klinge, um damit Knochen zu zerkleinern. Die Formen, Dicken und Gewichte variieren.

Das Material der Messer soll möglichst keine Kratzer bei der Bearbeitung abbekommen.

Die Maschinen müssen die entsprechenden Informationen erhalten und auch in der Lage sein, jeweils unterschiedliche Materialien und Griffe zu handhaben. Es ist die Software, die es den Robotern ermöglicht, verschiedene Bewegungsarten (LIN / P to P) für jedes Messer in jedem Produktionsschritt anzuwenden. So kann eine hohe Wiederhol- und Bahngenauigkeit sowie der notwendige Druck beim Schleifen bei verschiedenen Materialien erreicht werden.

KUKA Taiwan unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren bei der Automatisierung seiner Produktion und wir arbeiten gemeinsam daran, den Ablauf immer weiter zu optimieren.

Alina Tsai, Country Service Managerin bei KUKA Automation Taiwan

Technologischer Vorreiter der Branche

„KUKA Taiwan unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren bei der Automatisierung seiner Produktion und wir arbeiten gemeinsam daran, den Ablauf immer weiter zu optimieren“, sagt Alina Tsai. Durch die frühe Einbindung der Automatisierung im Unternehmen und die Zusammenarbeit mit KUKA konnte sich Liow-Shye zu einem der technologisch führenden Unternehmen der Branche entwickeln. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Nachhaltigkeit. Die Roboter sollen – wie der 1999 in Betrieb genommene – so lange wie möglich halten und sich auf die neuen Herausforderungen einstellen können.

Das Team von Liow-Shye hat sich über die Jahre eine Menge Know-how aufgebaut und will die Produktion Schritt für Schritt verbessern.

Umfassender Service für langlebige Robotik-Elemente

Dazu profitieren James Chang und sein Team von Wartung in Echtzeit direkt vor Ort und von regelmäßigen Inspektionen, Reparaturen und Instandhaltungen. „KUKA und Liow-Shye haben über die Jahre nicht nur eine Kunden-Lieferanten-Beziehung entwickelt, sondern wir sind Industrie-Partner geworden“, betont Chang. „Ob es sich um Ersatzteile oder Software-Support handelt, KUKA unterstützt uns immer ausreichend und rechtzeitig, so dass wir den Roboter seit 20 Jahren nutzen können.“

KUKA Taiwan geht dabei stets auf die industriellen Anforderungen ein und bietet Unterstützung von der ersten Idee bis zur Programmierung der Roboter für die automatisierte Bearbeitung. „Durch unsere globale Erfahrung in verschiedensten Industrien können wir unsere Kunden mit passenden Automatisierungslösungen und Technologien optimal unterstützen“, betont Alec Lin, CEO KUKA Automation in Taiwan. Von der Robotersimulation über die Realisierung der Anwendung samt Kundenschulung bis hin zu After-Sales-Services wie Wartungspaketen bietet KUKA Taiwan einen umfassenden Service.

Für optimale Ergebnisse benötigt es bei Liow-Shye keine Polierer mehr, die manuell das Material bearbeiten. James Chang zeigt KUKA, wie die Roboter arbeiten.

Weitere Ideen für den nächsten Schritt

James Chang ist von der Automatisierung gemeinsam mit KUKA überzeugt. „Für unsere Bedürfnisse haben die KUKA Roboter eine richtige Steifigkeit und Langlebigkeit, außerdem funktioniert die Software stabil“, fasst er zusammen. Er setzt darauf, auch in Zukunft neue Lösungen mit KUKA zu entwickeln und die Produktion immer weiter zu automatisieren. Denn während das Polieren, Schleifen und Gravieren schon beinahe vollständig von Maschinen übernommen wird, sind derzeit Prozesse wie das Verpacken der Messer noch Handarbeit. Chang sagt: „Wir überlegen bereits, welche weiteren Teile der Produktion in Zukunft von Robotern übernommen werden können.“ KUKA Taiwan steht dem Messerproduzenten dabei stets zur Seite.

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