Cobots: Der einfache Einstieg in Robotik und Automatisierung
Cobots zählen heute zu den wichtigsten Technologien für flexible Automatisierung. Sie unterstützen Mitarbeitende bei Montage, Maschinenbeschickung, Qualitätsprüfung oder Materialhandling und lassen sich auch in bestehende Prozesse schnell integrieren. Damit ermöglichen sie Unternehmen einen wirtschaftlichen Einstieg in die Robotik und helfen, Fachkräftemangel und steigende Qualitätsanforderungen effizient zu bewältigen.
Welche Aufgaben eignen sich für Cobots?
Cobots eignen sich überall dort, wo Mitarbeitende entlastet, Abläufe stabilisiert und auch komplexe Prozesse flexibel gestaltet werden sollen. Durch ihre schnelle Anpassbarkeit sind Cobots besonders interessant für kleine Losgrößen, häufige Produktwechsel und ergonomisch anspruchsvolle Arbeitsplätze.Produktion und Fertigung:
- Montage: Verschrauben, präzises Verkleben, Einlegen von Teilen, Einsetzen von Gummipfropfen, Bearbeitung biegeschlaffer Teile
- Schweißen: MIG/MAG-Schweißen einfacher bis mittelkomplexer Bauteile, Heftschweißen kleiner und mittlerer Komponenten, automatisierte Serien- und Kleinserienfertigung
- Maschinenbeschickung: CNC-Maschinen, Spritzgießmaschinen, Werkzeugmaschinen
- Materialhandling & Palettierung: Pick-and-Place, Verpacken, Palettieren und Depalettieren
- Qualitätskontrolle: Funktionsprüfung, Vollständigkeitskontrolle, Sichtprüfung
Mobile Lösungen für Logistik und Intralogistik:
- Materialtransport (Transport von Rohstoffen, Komponenten und Fertigwaren)
- Werkstücktransport (Versorgung von Produktionsstationen und Maschinen)
- Kommissionierung (Materialbereitstellung und Behälterhandling)
- Palettierapplikationen (Be- und Entladen von Paletten und Fördertechnik)
Klinische und medizinische Anwendungen:
- Chirurgie: Orthopädische Eingriffe, Knochenbearbeitung, minimalinvasive Verfahren
- Diagnostik: Ultraschallanwendungen, bildgestützte Diagnostik, Biopsien
- Therapie & Rehabilitation: Strahlentherapie, Rehabilitationssysteme, Therapieunterstützung
- Ästhetische Medizin: Haartransplantationen, Laser- und Hautbehandlungen
- Wellness & Massage: Robotergestützte Assistenzsysteme mit direktem Körperkontakt )
Wie viel kostet ein Cobot?
Grundsätzlich ist die Entscheidung für und die Investition in die Automation heutzutage günstiger als noch zu Anfangszeiten. Die Anschaffungskosten rechnen sich durch die effizienten Einsatzmöglichkeiten meist nach kurzer Zeit. Unsere Robotersysteme zeichnen sich durch geringe Wartungskosten aus, laufen reibungslos und können von Experten regelmäßig geprüft werden.
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Häufige Fragen zu Cobots: Sicherheit, Programmierung und Einsatz
Was ist ein Cobot?
Wie viele Achsen hat ein Cobot?
Wann ist ein Cobot sinnvoller als ein Industrieroboter?
Wie finde ich den passenden Cobot?
Wie aufwendig ist die Einführung eines Cobots?
Die Einführung eines Cobots ist in vielen Fällen deutlich einfacher als die Integration eines klassischen Industrieroboters. KUKA Cobots wurden speziell für einen schnellen Einstieg in die Automatisierung entwickelt und zeichnen sich durch eine intuitive Bedienung, einfache Programmierung und eine unkomplizierte Inbetriebnahme aus. Viele Automatisierungsaufgaben lassen sich bereits nach kurzer Einarbeitung umsetzen.
Das erleichtert den Einstieg:- Programmierung ohne Robotik-Know-how: Mit iiQKA.OS2 und modernen Benutzeroberflächen können Robotiklösungen auch ohne tiefgehende Programmierkenntnisse erstellt und angepasst werden. Digitale Assistenten führen Schritt für Schritt durch die Einrichtung und Programmierung.
- Teachen durch Handführung: Bewegungsabläufe lassen sich direkt am Roboter einlernen. Anwender können Positionen per Handführung vorgeben und direkt in Programme übernehmen.
- Schnelle Inbetriebnahme: KUKA Cobots sind auf eine möglichst einfache Installation und Konfiguration ausgelegt. Viele Anwendungen können mit überschaubarem Aufwand umgesetzt und produktiv eingesetzt werden.
- Integration in bestehende Anlagen: Cobots ergänzen bestehende Produktionsprozesse gezielt und übernehmen Aufgaben wie Maschinenbeladung, Schweißen, Pick-and-Place, Handling oder Qualitätssicherung.
- Geringer Schulungsaufwand: Das KUKA College bietet Schulungen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Zusätzlich unterstützen digitale Lerninhalte beim schnellen Aufbau von Robotik-Know-how.
- Unterstützung durch Experten: KUKA, Systempartner und Integratoren unterstützen bei Auswahl, Implementierung und Optimierung der Anwendung. Dadurch lassen sich Projekte schneller und sicherer umsetzen.
- Virtuelle Planung und Simulation: Mit der iiQWorks Engineering Suite können Roboteranwendungen bereits vor der realen Inbetriebnahme geplant, simuliert und getestet werden. Das reduziert Risiken und beschleunigt die Implementierung.
Welche Sicherheitsnormen gelten für Cobots ohne Schutzzaun (ISO 10218 / ISO 15066)?
Für Cobots ohne Schutzzaun sind vor allem die ISO 10218 und die ISO/TS 15066 relevant. Die ISO 10218 definiert die Sicherheitsanforderungen für Industrieroboter und Robotersysteme, während die ISO/TS 15066 die Anforderungen an die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration beschreibt. Dazu gehören unter anderem Vorgaben für die sichere Zusammenarbeit von Mitarbeitenden und Robotern sowie zulässige Kraft- und Druckgrenzwerte bei einem möglichen Kontakt.
Wichtig ist: Eine Cobot-Anwendung darf nicht automatisch ohne Schutzzaun betrieben werden. Ob ein kollaborativer Einsatz ohne trennende Schutzeinrichtungen zulässig ist, wird im Rahmen einer Risikobeurteilung für die jeweilige Anwendung geprüft. Dabei werden Faktoren wie Werkzeug, Geschwindigkeit, einwirkende Kräfte, Bewegungsabläufe sowie die Interaktion zwischen Mensch und Roboter bewertet.
Können Menschen sicher mit einem Cobot zusammenarbeiten?
Ja. Cobots wurden speziell für Einsatzszenarien entwickelt, bei denen Mensch und Roboter Aufgaben gemeinsam ausführen oder sich einen Arbeitsbereich teilen. Integrierte Sensorik überwacht Kräfte und Kontakte und schafft die Grundlage für den sicheren Betrieb im gemeinsamen Arbeitsbereich.
Antworten auf die wichtigsten Sicherheitsfragen:
- Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK): Unterstützung direkt am Arbeitsplatz.
- Integrierte Sensorik: Überwachung von Kräften und Bewegungen.
- Ist ein Schutzzaun erforderlich?: Dies hängt vom jeweiligen Einsatzszenario und der Risikobeurteilung ab.
- Risikobeurteilung bleibt notwendig: Sicherheitsanforderungen müssen für jeden Anwendungsfall geprüft werden.
Vorteile kollaborativer Anwendungen:
- Ergonomische Entlastung
- Unterstützung bei Assistenz- und Montageaufgaben
- Verbesserte Arbeitsplatzbedingungen
- Hohe Prozessqualität
- Wirtschaftliche Automatisierung
Wie lange dauert es, einen Cobot zu erlernen?
Dank grafischer Benutzeroberflächen und Handführung erstellen auch Einsteiger schnell erste Cobot-Programme. Wie lange der Lernprozess dauert, hängt von den Vorkenntnissen, dem Anwendungsbereich und dem Umfang der Schulung ab.
KUKA bietet passende Trainings- und Lernangebote vom Einstieg bis zur vertieften Programmierung:
Lohnen sich Cobots bei Fachkräftemangel und variantenreicher Produktion?
Ja. Besonders Unternehmen mit kleinen Losgrößen, häufigen Produktwechseln und begrenzten Personalressourcen profitieren von kollaborativen Robotern. Cobots übernehmen wiederkehrende Tätigkeiten in Montage, Maschinenbeschickung, Qualitätsprüfung oder Materialhandling und schaffen Freiräume für qualifizierte Mitarbeitende.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der schnellen Anpassung an neue Produkte und Prozesse. Dadurch lassen sich Produktionskapazitäten flexibel erweitern, ohne die notwendige Agilität der Fertigung einzuschränken. Mit dem Robotik-Betriebssystem iiQKA.OS2 gelingt ein skalierbarer Einstieg in die Robotik – vom Mittelstand bis zur industriellen Fertigung.
Typische Vorteile- Entlastung bei monotonen Tätigkeiten
- Höhere Produktivität
- Konstante Qualität
- Schnelle Anpassung an neue Anforderungen
- Wirtschaftliche Automatisierung kleiner Losgrößen
- Unterstützung bei Fachkräftemangel