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Die neue Sprache der Automatisierung – und was sie konkret bedeutet

Neue Technologien verändern nicht nur die Produktion, sondern auch die Art, wie darüber gesprochen wird. Begriffe wie Automation 2.0 oder Physical AI beschreiben dabei zentrale Entwicklungen, die Unternehmen wie KUKA bereits heute in konkrete industrielle Anwendungen übersetzen. Was verbirgt sich hinter diesen Bezeichnungen? Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Konzepte – und ordnen sie im Kontext moderner Automatisierung ein.


Die zentrale Erkenntnis vorweg: Die Zukunft der Automatisierung ersetzt das bestehende Produktions-, Logistik- oder weitere Automatsierungs-Lösungen nicht – sie erweitert sie.

Automation 1.0, mit fest programmierten Maschinen oder nur einzelnen automatisierten Arbeitsprozessen, bleibt unverzichtbar. Gleichzeitig entstehen mit Automation 2.0 neue Möglichkeiten, Systeme intelligenter, flexibler und skalierbarer zu gestalten.

Die Stärke liegt in der Verbindung dieser Welten – ermöglicht durch Software, Daten und Plattformansätze.

Automation 1.0: Effizienz durch deterministische Systeme

Automation 1.0 beschreibt die klassische industrielle Automatisierung:

  • Regelbasiert
  • Vordefiniert
  • Zuverlässig

Diese Systeme sind deterministisch, das heißt: Bei gleichen Bedingungen führen sie immer zum gleichen Ergebnis. Sie bilden seit Jahrzehnten das Rückgrat industrieller Produktion und bleiben auch in Zukunft essenziell – insbesondere in standardisierten und sicherheitskritischen Anwendungen.

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Automation 1.0 als Fundament: Regelbasierte, vordefinierte und zuverlässige Systeme liefern bei gleichen Bedingungen stets reproduzierbare Ergebnisse – und bilden damit bis heute das stabile Rückgrat industrieller Produktion.

Automation 2.0: Wie KI und Software die Automatisierung erweitern

Automation 2.0 erweitert bestehende Systeme durch Software, Daten und Künstliche Intelligenz.
Im Zentrum steht ein verändertes Systemverständnis: Prozesse werden nicht mehr vollständig vorgegeben, sondern zunehmend kontextbasiert gesteuert und angepasst. Systeme können

  • Informationen analysieren
  • Muster erkennen
  • Entscheidungen treffen
  • eigenständig im physischen Raum handeln
Automation 2.0 als Erweiterung: Systeme analysieren Daten, erkennen Muster und treffen Entscheidungen – für adaptive, kontextbasierte Automatisierung in der realen Welt.

Was ist Physical AI? 

Diese Entwicklung wird häufig unter dem Begriff Physical AI zusammengefasst.
Sie beschreibt Systeme, die Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und Aktion miteinander verbinden. Damit wird KI von der reinen Datenwelt in reale Produktionsumgebungen übertragen.

Intent-basierte Automatisierung: Wie ergebnisorientierte Steuerung Prozesse verändert

Ein zentrales Prinzip von Automation 2.0 ist Intent-basierte Automation:

  • Der Mensch definiert ein Ziel (Intent)
  • Das System entscheidet selbst, wie es dieses Ziel erreicht

Der Ansatz beschreibt einen Perspektivwechsel: weg von detaillierter Programmierung einzelner Schritte hin zu zielorientierter Interaktion. 

Auch außerhalb der Industrie wird „Intent“ als Beschreibung von Anforderungen, Zielen und Rahmenbedingungen genutzt, die ein System eigenständig interpretiert und umsetzt. 

Übertragen auf Robotik spricht man von Intent-based Robotics: Robotersysteme handeln nicht mehr rein programmiert, sondern ziel- und kontextbasiert.

Digital Twin und Simulation: Mit virtuellen Modellen die Produktion optimieren

Parallel dazu gewinnt der digitale Zwilling (Digital Twin) an strategischer Bedeutung – ein digitales Abbild eines realen Systems, das mit aktuellen Daten arbeitet und hilft, Abläufe besser zu verstehen, zu testen und zu verbessern. 

Er ermöglicht:

  • die virtuelle Planung und Simulation von Produktionssystemen
  • die frühzeitige Identifikation von Risiken und Engpässen
  • die Optimierung von Abläufen vor der realen Umsetzung und im laufenden Betrieb

Automatisierung wird dadurch zunehmend simulationsgetrieben („simulation-driven“) – ein entscheidender Hebel für Geschwindigkeit und Effizienz.

Digital Twin als Beschleuniger: Das digitale Abbild realer Systeme arbeitet mit aktuellen Daten, ermöglicht virtuelle Planung und Simulation, deckt Risiken frühzeitig auf und optimiert Abläufe – für schnellere, effizientere und zunehmend simulationsgetriebene Automatisierung.

Autonome Systeme: Wie intelligente Automatisierung neue Produktionsmodelle ermöglicht

Mit Automation 2.0 verändern sich auch die Rollen von Maschinen. Roboter entwickeln sich zunehmend zu intelligent collaborators:

  • sie lernen aus Daten
  • passen sich an Umgebungen an
  • interagieren flexibler mit anderen Systemen und Menschen

Diese Entwicklung ebnet den Weg für autonome Systeme, die in dynamischen Umgebungen arbeiten können – weit über klassische Produktionsszenarien hinaus.

Plattformen und Ökosysteme: Integration als Schlüssel

Die zunehmende Komplexität moderner Automatisierung erfordert neue Integrationsansätze.
Zentrale Rollen spielen dabei:

Plattformen 

Plattformen verbinden verschiedene Elemente der Automatisierung in einer gemeinsamen Umgebung:

  • industrielle und mobile Robotik
  • Softwarelösungen
  • Datenströme
  • Services entlang des gesamten Lebenszyklus

 

Ein Beispiel ist die KUKA Automation Management Platform (KUKA AMP), die als orchestrierende Ebene für Automation 2.0 dient: 

  • Software-Plattform zwischen KI und physischer Automation 
  • orchestriert Roboter, Anlagen und digitale Zwillinge
  • verbindet physische und digitale Welt

 

Die KUKA AMP bildet die Grundlage für skalierbare, KI-basierte Automatisierungssysteme.

Ökosysteme

Parallel dazu gewinnt der Aufbau offener Ökosysteme weiter an Bedeutung:

  • Einbindung von Technologiepartnern
  • Integration externer Softwarelösungen
  • Skalierung von Innovation über Unternehmensgrenzen hinweg

Automatisierung wird dadurch zunehmend nicht mehr isoliert gedacht – sondern als Teil eines vernetzten Systems.

 

Von Automation 1.0 zu 2.0 – wie sich Automatisierung weiterentwickelt

Automatisierung entwickelt sich weiter – von deterministischen, regelbasierten Systemen hin zu intelligenten, adaptiven und vernetzten Lösungen.
Die entscheidenden Veränderungen lassen sich klar zusammenfassen:

  • von deterministischen Abläufen zu adaptiven Systemen
  • von detaillierter Steuerung zu zielorientierter Interaktion
  • von isolierten Anwendungen zu integrierten Plattformen und Ökosystemen
  • von physischer Automatisierung zu Software- und KI-getriebenen Lösungen
Von Automation 1.0 und 2.0: Vom regelbasierten Ablauf hin zu adaptiven, vernetzten Systemen – mit zielorientierter Interaktion, integrierten Plattformen und zunehmend software- und KI-getriebenen Lösungen.

Dabei wird eines deutlich: Automation 2.0 steht nicht für einen Bruch, sondern für die konsequente Weiterentwicklung bestehender industrieller Stärken.
Entscheidend ist das Zusammenspiel dieser Elemente. Erst die Verbindung von Software, KI, Simulation und realer Automatisierung ermöglicht eine neue Ebene industrieller Anwendungen – skalierbar, flexibel und gleichzeitig verlässlich.

Genau hier setzt die KUKA Group an:
Mit einem integrierten Ansatz verbindet das Unternehmen Robotik, Intralogistik, Lager- und Healthcare-Automatisierung, Software, Daten, Plattformen und Services zu durchgängigen Lösungen entlang des gesamten Automatisierungsprozesses – von der Planung und Simulation über die Umsetzung bis hin zum Betrieb mit kontinuierlicher Optimierung.

End-to-End Automatisierung: Was bedeutet das konkret? 

End-to-End Automatisierung bedeutet in diesem Kontext: nicht einzelne Technologien zu betrachten, sondern sie in einem konsistenten System zusammenzuführen – mit dem Ziel, Komplexität zu reduzieren und industrielle Wertschöpfung ganzheitlich zu optimieren. 

So wird aus einzelnen Technologien ein integriertes Gesamtbild – und aus Automatisierung ein vernetztes, lernfähiges System.

End-to-End Automatisierung der KUKA Group: Technologien werden zu einem durchgängigen System integriert – für effiziente, skalierbare Prozesse und ganzheitlich optimierte Wertschöpfung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Häufige Fragen zu modernen Automatisierungskonzepten

Was ist Automation 2.0?

Automation 2.0 beschreibt die Erweiterung klassischer Automatisierung durch Software, Daten und künstliche Intelligenz. Ziel ist es, Systeme nicht nur vorzugeben, sondern sie kontextbasiert steuern und anpassen zu können. 

Was versteht man unter einem Digital Twin?

Ein Digital Twin ist ein digitales Abbild eines realen Systems, das mit aktuellen Daten arbeitet und genutzt wird, um Prozesse besser zu verstehen, zu simulieren und zu optimieren. 

Was bedeutet intent-basierte Automatisierung?

Intent-basierte Automatisierung beschreibt einen Ansatz, bei dem der Mensch ein Ziel definiert und das System selbstständig entscheidet, wie dieses Ziel erreicht wird. 

Was ist Physical AI in der Industrie?

Physical AI beschreibt Systeme, die Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und Handlung miteinander verbinden und künstliche Intelligenz in reale Produktionsumgebungen übertragen. 

Was ist der Unterschied zwischen Automation 1.0 und Automation 2.0?

Automation 1.0 basiert auf festen, deterministischen Regeln und liefert bei gleichen Bedingungen immer das gleiche Ergebnis. 
Automation 2.0 erweitert diese Systeme um Software, Daten und künstliche Intelligenz, sodass Prozesse flexibler und kontextabhängig gesteuert werden können. 

Was sind Plattformen in der Automatisierung?

Plattformen verbinden verschiedene Elemente wie Robotik, Software, Daten und Services in einer gemeinsamen Umgebung und ermöglichen die Integration komplexer Automatisierungssysteme. 

Warum gewinnen Ökosysteme in der Automatisierung an Bedeutung?

Ökosysteme ermöglichen die Einbindung von Technologiepartnern, die Integration externer Lösungen und die Skalierung von Innovation über Unternehmensgrenzen hinweg.