KUKA.ArcTech

Mit Produkten der KUKA.ArcTech-Familie wird der KUKA Roboter zum Schweißprofi. Die Software KUKA.ArcTech stellt alle notwendigen Funktionen für eine einfachste Bedienung und Programmierung zur Verfügung.

Die KUKA.ArcTech Familie ist modular aufgebaut, um flexibel die notwendigen Funktionen der zu lösenden Schweißaufgabe bereit zu stellen.

Folgende Softwareoptionen gehören zur Produktfamilie: 

  • KUKA.ArcTech Basic
  • KUKA.ArcTech Advanced
  • KUKA.ArcSense
  • und KUKA.MultiLayer.

 

Software KUKA.ArcTech Basic

KUKA.ArcTech Basic ist dabei das Grundmodul der Familie. Es bringt alle notwendigen Funktionen mit, um alle typischen Standard-Schweißaufgaben lösen zu können. Dabei spielt es keine Rolle ob die zu steuernde Stromquelle ein MIG/MAG-, WIG- oder Plasmagerät ist.

Die Funktionen der Basic-Variante:

KUKA.ArcTech Basic ermöglicht Schutzgasschweißen mit Ansteuerung von Stromquellen durch Jobbetrieb (Programmnummernauswahl) oder Kennlinienbetrieb (Leitwertvorgabe). Dadurch ist KUKA.ArcTech je nach Kundenwunsch und verwendeter Schweißstromquelle flexibel und einfach einsetzbar.

Mit der Applikations-Software KUKA.ArcTech Basic wird der KUKA Roboter zum Schweißroboter. Sie erweitert den Befehlssatz der KUKA Roboter Steuerung KR C4 um zusätzliche Anweisungen, mit denen Schweißvorgänge programmiert werden.

Für die einfache und komfortable Bedienung werden zur gewohnten Bedienoberfläche des KUKA smartPADs mehrere praktische Statustasten zur Steuerung des Schweißprozesses und der Stromquelle hinzugefügt.

Arc-InLineFormular auf dem KUKA smartPAD.

Folgende weitere Tools und Funktionen gehören zum Lieferumfang von ArcTech Basic:

  • Schweißparameterdatensatz-Verwaltung für Zünd-, Schweiß- und Endkraterparameter zur Umsetzung von WPS'en.
  • Editor zur Online-Optimierung der Schweißparameter
  • Editor zur Offline-Optimierung von Schweißparametern in Anwenderprogrammen
  • Frei definierbare Produktionsanzeige
  • Web-Seiten Anzeige zur Visualisierung von Stromquellen-Webseiten für z.B. die Konfiguration und Programmierung von Schweißparametern (z.B. Kemppi A7 welder)
  • manuelle TCP-Prüfung
ArcTech Webbrowser mit Kemppi A7 welder Seite

ArcTech Basic beinhaltet außerdem notwendige automatische Fehlerreaktionen im Fall von Zünd- und Schweißfehlern, so dass der Roboter so weit wie möglich auch eigenständig Schweißprobleme lösen kann.

Die KR C4 Steuerung kommuniziert mit der Stromquelle via Feldbus, z.B. mit dem serienmäßigem EtherCAT oder allen anderen typischen Systemen. KUKA.ArcTech Basic unterstützt auch das spezifische ArcLink® XT Protokoll von Lincoln Electric ®.

Die Steuersignal Konfiguration wird hierbei bequem mit KUKA.WorkVisual und vordefinierten Konfiguration für z.B. für Fronius, Kemppi, Miller, Lorch, ESAB, SKS und EWM Stromquellen mit nur einem Mausklick erstellt. Natürlich kann auch eine individuelle Konfiguration erzeugt werden.

KUKA bietet spezielle Roboter für das Schutzgasschweißen.

Software KUKA.ArcTech Advanced

Die Erweiterung KUKA.ArcTech Advanced ergänzt die Softwareoption KUKA.ArcTech Basic mit weiteren Funktionen für anspruchsvolle Schweißaufgaben. So kann jederzeit der Funktionsumfang von ArcTech erweitert werden um auf Änderungen der Anforderungen des Robotersystems und dessen Produktionsaufgaben reagieren zu können.

Zusätzliche Funktionen von KUKA.ArcTech Advanced:

  • Schweißen mit der Software KUKA.RoboTeam für synchrones Schweißen an einem Bauteil mit bis zu 4 Robotern
  • Erweiterte Fehlerreaktionen - Advanced Error Recovery
  • Nahtspezifisch programmierbare Fehlerreaktionen
  • Diverse Dick-Blech Schweißfunktionen
  • Rampen von Schweißparameter
  • Unterstützung von SKS Synchroweld™ und Fronius Dynamic Power Control
  • SPS-Schnittstelle für eine Schweißnaht-Ablaufkontrolle
  • Engineering-Schnittstelle für anwenderspezifische Erweiterungen

Zusatzoption KUKA.ArcSense

KUKA.ArcSense ist ein KUKA.Techpaket, das eine Zusatzoption für KUKA.ArcTech Advanced bietet. Damit kann der Schweißroboter die Nahtverfolgung beim Schweißen durch die Auswertung der Ist-Schweißparameter realisieren. Diese Technologie ist auch bekannt unter dem Namen Lichtbogenpendelsensor.  Sie erlaubt dem Roboter automatisch Abweichungen der Schweißnahtposition zu kompensieren, die durch Bauteil-Toleranzen oder Wärmeverzug entstehen.

Die Funktionen von KUKA.ArcSense:

KUKA.ArcSense analysiert ein Rückmeldesignal (Ist-Schweißparameter) welches von der Robotersteuerung direkt auf der Feldbusschnittstelle oder durch den KUKA Messshunt zur Verfügung gestellt wird.

Dies ermöglicht verschiedene Einsatzgebiete:

  • Seiten- und Höhenregelung bei MIG/MAG Schweißen von z.B. Kehl- und V-Nähten
  • Höhen- oder Abstandsregelung für MIG/MAG Schweißen mit konstanten Brennerabstand (Stick-Out)
  • Höhen- oder Abstandregelung für WIG-, Plasmaschweißen und Plasmaschneiden

  

Im Fall von Fehlern bei der Nahtverfolgung bietet KUKA.ArcSense eine einzigartige Funktion mit welcher der Schweißbrenner (TCP) wieder auf die Naht zurück positioniert und die Nahtverfolgung neu gestartet werden kann. Des weiteren lässt sich mit den eingebauten Diagonosefunktionen die Regelung des Sensors grafisch analysieren und alle Parametereinstellungen jeder Schweißnaht werden im KUKA-Logbuch gespeichert.

Softwareoption KUKA.MultiLayer

KUKA.MultiLayer wird auf die Steuerung KR C4 installiert, um eine Funktionserweiterung von KUKA.ArcTech Advanced zu bekommen. Damit können einfach und schnell Mehrlagenschweißnähte programmiert und vom Roboter abgearbeitet werden.

Die Funktionen der Software KUKA.MultiLayer:

Einfache, aber flexible Programmierung von Mehrlagenschweißnähten

Durch KUKA.MultiLayer wird die Programmierung von Mehrlagenschweißnähten einfacher, weil hierzu in eine vorgegebene Programmstruktur nur die Wurzellage geteacht werden muss.

Die Versatzwerte der Füll- und Decklagen können bequem in einer Datenbank hinterlegt werden, sodass auf diese Daten einfach aus mehreren Schweißprogrammen zugegriffen werden kann.

Für jede Schweißnaht der Mehrlagenschweißung können individuelle Schweißparameter – welche in derArcTech Schweißparameter-Datensatzverwaltung vordefiniert worden sind – zugewiesen werden.

PathMemorization

Bei der Verwendung von Nahtverfolgungssensoren speichert die Funktion PathMemorization die tatsächliche Ist-Position. So kann sie die Füll- und Decklagen mit diesen erkannten Toleranzinformationen ebenfalls an der richtigen Position schweißen.

Systemvoraussetzungen für KUKA.ArcTech

  • KUKA System Software 8.2
  • KUKA.WorkVisual
  • KUKA Robotersteuerung KR C4
  • Feldbussystem (DeviceNet, Interbus, Profibus, ProfiNet, EtherCAT, Ethernet IP) oder Ethernet Anbindung für Lincoln ArcLinkXT Schnittstelle
  • Stromquelle mit Ansteuerung durch Kennlinien- oder Jobbetrieb (kundenseitig) - eine geeignete Stromquelle (zum Beispiel FRONIUS) ist über KUKA beziehbar

 

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